ÜberraschungsEU

7. September 2007 05:45

Lieber Freund

Was die Europäische Union plant, erfährt der europäische Normalbürger meist aus den nationalen Medien, jedoch meist aber auch nicht so genau, was die Europäische Union damit im Schilde führt.

Ein Ausnahme war dieser Tage in einem kurzen Artikel in der Financial Times Deutschland zu lesen:
“EU will Einwanderung erleichtern”
“Die Europäische Union plant, Migranten aus Drittstaaten einen einfacheren Zuzug zu gewähren. EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner erhofft sich davon die Eindämmung der illegalen Einreise in die Union.”

Das ist sicher eine extrem wirksame Maßnahme gegen illegale Einwanderung, die eine ähnliche durchschlagende Wirkung haben wird, wie die Verteilung von Freifahrscheinen für öffentliche Verkehrsmittel im Kampf gegen die Schwarzfahrer.

„Ziel dieser Strategie ist, legale Migration zu fördern und möglicherweise auch dem Arbeitskräftemangel in einigen Wirtschaftsbereichen der EU entgegenzuwirken. Am Ende müsse aber jedes EU-Land selbst entscheiden, wie viele Einwanderer es aufnehmen will und in welchen Bereichen eine Arbeitserlaubnis erteilt werden soll“, fügte die EU-Kommissarin abschließend hinzu, was natürlich die Frage aufwirft wie die abgewiesenen „legalen“ Einwanderer aus „Drittländern“ wohl darauf reagieren werden.

Außerdem stellt sich (vielleicht nicht nur mir) die Frage, wozu die Europäische Union (EU), ein aus 27 europäischen Staaten bestehender Staatenverbund mit derzeit rund 493 Millionen Einwohnern, die bereits heute das größte Bruttoinlandsprodukt der Welt erwirtschaften dazu noch zusätzliche Arbeitskräfte und Migranten aus Drittländern benötigt.

Oder soll das so eine Art „Überraschungsei“ a la Ferrero werden, bei dem der zahlende Konsument vor dem Öffnen nichts über den Inhalt weiß und auf Schütteln, Wiegen und Horchen angewiesen ist, um Vermutungen über den möglichen Inhalt anzustellen.

Ja dann schütteln wir Konsumenten doch mal unsere europäischen und nationalen Überraschungseier so richtig durch, dass ihnen Sehen und Hören vergeht.
Ich freu mich drauf.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 7. September 2007 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

2 Antworten zu “ÜberraschungsEU”

  1. otti meint:

    Unsere nationalen Überraschungseier sind wohl eher taube Nüsse.

  2. Minotaurus meint:

    Ich liebe solche Überraschungseier, die uns unsere Politik präsentiert!
    Immer und immer wieder. Schließlich sind diese doch der einzige Freudenquell in unserer hartherzigen, kalten Zeit.
    Ja, genau diese Überraschungseier aus der Politik bringen uns das Erlebnis der strahlenden Augen aus unserer Kindheit wieder zurück. Was will man mehr.
    Danke, Ferrero!

    Kindliche Grüße vom Mino

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ÜberraschungsEU

7. September 2007 05:45

Lieber Freund

Was die Europäische Union plant, erfährt der europäische Normalbürger meist aus den nationalen Medien, jedoch meist aber auch nicht so genau, was die Europäische Union damit im Schilde führt.

Ein Ausnahme war dieser Tage in einem kurzen Artikel in der Financial Times Deutschland zu lesen:
“EU will Einwanderung erleichtern”
“Die Europäische Union plant, Migranten aus Drittstaaten einen einfacheren Zuzug zu gewähren. EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner erhofft sich davon die Eindämmung der illegalen Einreise in die Union.”

Das ist sicher eine extrem wirksame Maßnahme gegen illegale Einwanderung, die eine ähnliche durchschlagende Wirkung haben wird, wie die Verteilung von Freifahrscheinen für öffentliche Verkehrsmittel im Kampf gegen die Schwarzfahrer.

„Ziel dieser Strategie ist, legale Migration zu fördern und möglicherweise auch dem Arbeitskräftemangel in einigen Wirtschaftsbereichen der EU entgegenzuwirken. Am Ende müsse aber jedes EU-Land selbst entscheiden, wie viele Einwanderer es aufnehmen will und in welchen Bereichen eine Arbeitserlaubnis erteilt werden soll“, fügte die EU-Kommissarin abschließend hinzu, was natürlich die Frage aufwirft wie die abgewiesenen „legalen“ Einwanderer aus „Drittländern“ wohl darauf reagieren werden.

Außerdem stellt sich (vielleicht nicht nur mir) die Frage, wozu die Europäische Union (EU), ein aus 27 europäischen Staaten bestehender Staatenverbund mit derzeit rund 493 Millionen Einwohnern, die bereits heute das größte Bruttoinlandsprodukt der Welt erwirtschaften dazu noch zusätzliche Arbeitskräfte und Migranten aus Drittländern benötigt.

Oder soll das so eine Art „Überraschungsei“ a la Ferrero werden, bei dem der zahlende Konsument vor dem Öffnen nichts über den Inhalt weiß und auf Schütteln, Wiegen und Horchen angewiesen ist, um Vermutungen über den möglichen Inhalt anzustellen.

Ja dann schütteln wir Konsumenten doch mal unsere europäischen und nationalen Überraschungseier so richtig durch, dass ihnen Sehen und Hören vergeht.
Ich freu mich drauf.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 7. September 2007 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

2 Antworten zu “ÜberraschungsEU”

  1. otti meint:

    Unsere nationalen Überraschungseier sind wohl eher taube Nüsse.

  2. Minotaurus meint:

    Ich liebe solche Überraschungseier, die uns unsere Politik präsentiert!
    Immer und immer wieder. Schließlich sind diese doch der einzige Freudenquell in unserer hartherzigen, kalten Zeit.
    Ja, genau diese Überraschungseier aus der Politik bringen uns das Erlebnis der strahlenden Augen aus unserer Kindheit wieder zurück. Was will man mehr.
    Danke, Ferrero!

    Kindliche Grüße vom Mino

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