Abschuss

19. September 2007 05:45

Lieber Freund

Zur Verhinderung einer Straftat müsste man jetzt eigentlich dem Bundesverteidigungsminister Jung die Immunität aberkennen und ihn vorsorglich in Haft nehmen.
Man könnte ihn aber auch gleich in eine geschlossene Anstalt für seinesgleichen einweisen, denn der Herr hält den Abschuss eines von Terroristen gekaperten Flugzeugs samt Passagieren für zulässig „um unsere Bürger zu schützen“.
Auch wenn das Bundesverfassungsgericht in der Sache bereits anders entschieden hat, würde Jung den Abschussbefehl geben, wenn die „freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährdet ist , denn dann gelten andere Regeln“ verklickerte er dem Magazin Focus.

Man sollte dem Herrn Verteidigungsminister diese schwere Entscheidung über die „Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ erst gar nicht zumuten, sondern ihn jetzt gleich durch mechanische Einwirkung auf seinen verlängerten Rücken aus dem Amt und der Verantwortung, der er offensichtlich nicht gewachsen ist, kicken.
Dann könnte er beim Abflug auch gleich noch seinen Kollegen Schäuble mitsamt seinen atomaren Horrorszenarien mitnehmen. Zusammen mit einer dritten Pappnase aus dem Merkelschen Gruselkabinett, könnten sie dann wenigsten Skat oder Schafskopf spielen, sofern sie damit nicht intellektuell überfordert wären.

In jeder mittelmäßigen Diktatur werden, um wenigstens noch den Anschein von Recht und Ordnung zu wahren, noch Gesetze gemacht, die es zulassen dass man die Leute einfach umlegt oder aus dem Verkehr zieht.
Diese Phase haben wir wohl schon hinter uns gelassen oder es noch nicht einmal mehr nötig so zu tun als ob.
Man kommt sich in diesem Land langsam vor wie Amerikaner die einige kritische Anmerkungen zum Irakkrieg an die New York Times schickten und kurze Zeit später die Heimreise in einem Sarg antreten, weil ihr Lastwagen von der Straße abkam und 10 Meter in die Tiefe stürzte.
Wollen wir wirklich warten, bis der Herr Schäuble in seinen terroristischen Fieberphantasien halluzioniert, dass der Flug LH 123 von Terroristen gekapert wurde und Jung in seinem Eifer zur Verteidigung des Vaterlandes wegen Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung den Abschussbefehl gibt?

Und über welchem Gebiet der dichtbesiedelten Bundesrepublik Deutschland in den Grenzen von 1989 würde denn der Bundesverteidigungsminister Jung abschießen lassen? Oder glaubt er die Terroristen würden extra wegen ihm eine Ehrenrunde über den Bayerischen Wald oder die Nordsee fliegen?
Aus Sicht der Bürger wäre der Schaden, der durch einen gezielten Absturz auf den Reichstag entstehen würde, jedoch wesentlich geringer als den Tod einiger vom Aussterben bedrohten Seehunde im Wattenmeer.

Hilfe vom Bundesverfassungsgericht wird es wohl nicht geben, denn das ist vollauf damit beschäftigt nach Gründen zu suchen, warum die Kappung der Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer der Fahrt zur Arbeitsstätte verfassungskonform sein muss.
Und die Pippi Langstrumpf bei der Bundesanwaltschaft hat jetzt auch was anderes zu tun, wo doch zum Islam übergelaufene Deutsche und die Linken und die Rechten unseren Staat bedrohen.
Wer hat da noch Zeit einem aus dem Ruder gelaufenen Verteidigungsminister in den Arm oder ins Wort zu fallen. Schade ist eigentlich nur, dass er nicht gesagt hat, das Abschießen von Flugzeugen wäre schon bei den Nazis üblich gewesen, was zwar sachlich richtig aber heute ideologisch nicht mehr opportun ist.

In Berlin wird übrigens gerade ein interessanter Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle gedreht. Der darin gezeigte Problemlösungsansatz ist nicht schlecht, hat aber 1944, bedingt durch widrige Umstände, leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt.
Soweit muss es nicht kommen, denn vielleicht genügt dem Volk die Verweigerung der Gefolgschaft und dem Militär die Verweigerung des Befehls um diese beiden Herren in den Mülleimer der Geschichte zu treten.
Leider fehlt in unserer Verfassung sowohl die Volksabstimmung als auch das vom Volk betriebene Amtsenthebungsverfahren. Aber in zwei Jahren sind Wahlen und wenn die Angela merkt, dass es eng wird, dann wird sie spätestens dann Ballast abwerfen, wenn sie schon jetzt nicht die Eier hat die Böcke, die sie zu Gärtnern gemacht hat, zum Abschuss freizugeben.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 19. September 2007 um 05:45:51 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

18 Antworten zu “Abschuss”

  1. Minotaurus meint:

    Da gibt es also ein Land, dessen Verteidigungsminister erklärt, daß er beabsichtigt, die Verfassung zu brechen und sich gegen eine Entscheidung des Verfassungsgerichtes zu wenden. Des weiteren tut er kund, daß er schon Teile des Militärs (die ursprünglich mal einen Eid auf eben diese Verfassung abgelegt hatten) auf seine Seite gebracht hat, und daß sich diese daran beteiligen werden.
    Tja das klingt doch irgendwie so, als wäre in dieser Bananenrepublik bereits nächste Woche ein Staatsstreich angesagt.

    Ja, es scheint unglaublich: Da versucht ein fanatischer Verteidigungsminister hinter dem Rücken des regulären Militärs und einer demokratischen Verfassung eine Privatarmee nach dem Vorbild der regimetreuen Waffen-SS aufzubauen und Rückendeckung erhält er von einem ebenso krankhaft fanatischen Innenminister “IM Zweirad”, dessen Vorbild ein ehemaliger Reichspropagandaminister zu sein scheint, der zumindest einen Tag Reichskanzler sein durfte.

    Sie fragen sich, wovon ich spreche?
    Die Rede ist von “linientreuen und gehorsamen Kampfpiloten”, die – mit dem Abschuß einer zivilen Passagiermaschine - notfalls einen eklatanten Verfassungsbruch begehen würden, um einen völkerrechtswidrigen Befehl auszuführen. Die “Legion Condor” aus längst vergangenen Tagen läßt schön grüßen! Ist es also wieder mal soweit?
    Wo leben wir denn eigentlich, daß diese Verfassungs-Ignoranten Schäuble und Jung derart auftreten dürfen? Wer stoppt diese geistigen Brandstifter endlich?

    Bleibt die Frage, was den Herren Jung und Schäuble einfällt, sich und Teile der Bundeswehr als tendenziell verfassungsfeindlich zu outen und dann noch zu hoffen, den potentiellen Wähler mit so was zu beeindrucken.
    Der nächste Schritt dürfte vermutlich sein, diese “Eliteeinheiten” zur vermeintlichen “Terroristenbekämpfung im Inneren”, also gegen das eigene Volk einzusetzen. Auch das dürfte uns Deutschen – zumindest den älteren von uns – noch sehr bekannt vorkommen, nicht wahr?
    Erst die Flugzeuge und dann die Demonstranten, wenn man weiterdenkt. Jung und Schäuble als neue “Kartätschenprinzen”?

    Aber was soll´s. Deutsche haben seit Hartz IV eh kein Geld mehr für Flugreisen. In den abzuschießenden Flugzeugen sitzen ausschließlich US-Bürger, Russen, Israelis usw.
    Nur zu mit dem “Abschuß” ……

  2. Lazarus meint:

    JEDES VOLK HAT DIE REGIERUNG, DIE ES VERDIENT , d.h. der demokratisch gesinnte Gutmensch akzeptiert natürlich alles, was diese in der ihr verbleibenden kurzen Zeit alles leisten muß.

  3. otti meint:

    Diktatorischer Tiefflieger und rechtsstaatlicher Geisterfahrer, eine Mischung bei der man nicht zum Abschuss kommt.

  4. zdago meint:

    schön ist’s, aber mich würde interessieren, was sie im Falle des Falles sagen, wenn eine BOEING indie Münchner Innenstadt klatscht, und eine Tornado fliegt bis zum Schluß daneben und filmt, anstatt die Kiste zwei Flugminuten früher vor dem Stadtrand herunterzuholen.
    Die roten Richtersind da außen vor, sie gehören zu diesen Spezies, die für ihre Taten nicht haftbar gemacht werden können.
    Aber der Komentar von Machopan würde mich interessieren!

    Außerdem hätte ich ein ganz anderes Problem, daß interessanterweise gar nicht angesprochen wird. Woran erkennt man in denwenigen verbleibenden Minuten so ein Terroristenflugzeug.
    Und kann man den amtierenden Politikern denn vertrauen, daß sie die ihnen übergebene Entscheidungsbefugnis auch im Sinne des Volkes ausüben?
    Ich jeden falls traue diesen Menschen jederzeit zu, daß sie so einen Fall konstruieren, wenn es gilt, zur gewinnmaximierung eines gewissen A … Finanzoligarchen beizutragen oder einen mißliebigen Konkurrenten von der Wahlliste zu entfernen, aber daß sie eine maschine abschießen, nur um witere 3000 Normalbürger zu schützen - ehrelich - nein. Da fällt mir nur Gladbeck ein, eine Geisel tot durch die Geiselnehmer, eine Geisel tot durch die Polizei, die Geiselnehmer inzwischen wieder frei, die Geiseln immer noch tot !
    Oder was gerade in Sachsen vertuscht wird !
    Nein, dese Geschichte gehört nicht in die Gesetzgebung, aber jeder ehrliche Polizist oder Soldat oder Normalbürger sollte sich darauf verlassen können, daß er in einem solchen Extremfall von der gesellschaft, ausdrücklich Justiz und Polizei, geschützt wird. Aber Justiz und Polizei haben im Fall Daschner dieses Vertrauen verspielt. Sie haben gezeigt, daß ich mich darauf verlassen kann, da0 ich mich selbst schützen muß, da die staatlichen Organe nur zuschauen und lauwarme Sprüche absondern.
    Nebenbei, nachdem die ganzen staatlichen Aufgaben abgegeben wurden : Gesetze werden von Brüssel vorgegeben, Energieversorgung, Wasser, Bahn sind verstaatlicht, … wozu sitzen diese 600 Figuren noch in Berlin?

    Aber zum Schluß möchte ich ein kleines Spiel vorschlagen, sozusagen ein Gedankenexeriment:
    Stellen Sie sich vor, Sie sind der Verteidigungsminister. Es ist Samstag Nachmittag, sie sitzen am Grill, die Sonne scheint, da klingelt das rote Telefon. am anderen Ende einer ihrer Untergebenen mit einer militärisch kurzen Meldung:
    Soeben ist ein neuer Airbus 480 von Kurs abgewischen, nimmt Kurs auf München und meldet sich nicht. An Bord 1000 Kinder auf einem Werbeflug der Lufthansa. Die inzwischen gestartete Alarmrotte berichtet, daß die Maschine nicht von Leuten in Lufthansauniform gesteuert wird, sondern von zwei Männern in grüner Kleidung mit roten Stirnbändern. Sie reagieren nicht auf die üblichen Signale. Die Maschine ist drei Flugminuten von München.
    Was ordnen Sie an ?
    Drücken gilt nicht, Sie sind Verteidigungsminister und die Zeit läuft.
    Wenn Sie geantwortet haben, erzähli ich Ihnen, wie es weiter geht !

    mfg zdago

  5. Machopan meint:

    a-tens: Die Flugzeit vom Flughafen München bis zur Allianz-Arena beträgt weniger als 1 Minute. Daher ist die Frage wie man verhindert, dass 50.000 Fußballfans zu Tode kommen rein hypothetischer Natur.
    b-tens: In einen Airbus A380 passen maximal 853 Passagiere und die erste A380 fliegt erst am 25. Oktober 2007 von Singapur nach Sydney.

    Da hat sich also wohl jemand einen Scherz erlaubt.

  6. Minotaurus meint:

    Die Antwort von zdago macht es sehr deutlich, wie gut die Doktrin unsere Bundesinnenwolli von einer vermeintlichen “Terrorbedrohung” in der Bevölkerung gegriffen hat. Dabei würde es mindestens 20 Minuten dauern, bis ihn sein Zivi im Ernstfall vom Lokus geholt und wieder in seinen Rolli verfrachtet hat. Mindestens!
    Aber für dieses vermeintliche Horrorszenario ist der dumme Bundesbürger gerne bereit, seine Freiheit und seine bürgerlichen Grundrechte auf dem Altar der politischen Interessen zu opfern.
    Einfach köstlich!
    Dr. Joseph Goebbels würde vor Neid erblassen, wenn er diese Erfolge seines Zöglings noch erlebt hätte, denn dagegen war seine zündende Rede über den totalen Krieg bestenfalls wie ein Bericht über lauwarme Bohnensuppe.

    Dabei haben diese Typen bestenfalls Angst, ein Flugzeug könnte in Berlin auf den Reichstag knallen, obwohl das für unsere Bananenrepublik vermutlich der geringste Verlust wäre.

    Im Grunde aber geht es gar nicht um irgendwelche Verkehrsflugzeuge, die eventuell abgeschossen werden müßten, denn dafür gibt es bereits andere Mittel und Wege, wie uns die modernen Verkehrsleitsysteme zeigen. Diese blödsinnige Diskussion sollte nur von den eigentlichen Hintergründen ablenken.
    Nein, es geht vielmehr darum, mit solchen geschürten Ängsten unsere freiheitliche Grundordnung aus den Angeln zu heben, hinter dem Rücken der regulären Streitkräfte eine regimetreue Privatarmee nach dem Vorbild der Waffen-SS und einen totalitären Überwachungsstaat zu installieren.
    Und der Deutsche Michel merkt das nicht und glaubt, die Bedrohung gehe von muslimischen Terroristen aus. Hahahahaha!!
    Dabei sitzen die wahren Terroristen längst im Berliner Reichstag.
    Schade, daß anscheinend kaum jemand das bemerkt.

    Morgen gibt es bereits ein neues Skandälchen und sowohl Machopan, als auch das kurzlebige Interesse des Lesers/Bürgers wendet sich anderen Dingen zu. Bei der nächsten Wahl denkt dann niemand mehr daran, diese Banditen abzustrafen und damit womöglich den Rest der Demokratie zu schützen.
    Immerhin hat diese Regierung ja auch wirtschaftliche Erfolge vorzuweisen - zumindest auf dem Papier.
    Ach ja, übrigens: Die NSDAP hatte auch Erfolge vorzuweisen und Hitler hat schließlich die Autobahnen gebaut. Schon vergessen?
    Geschichte läßt sich (leider) immer wieder neu inszenieren und aufwärmen - wie Bohnensuppe.

    Auch wenn es - in Anbetracht der vielen Diktaturen in der Welt - vielleicht wie blanker Hohn klingen mag, aber die Bemerkung von Lazarus, daß jedes Volk die Regierung hat, die es verdient, erhält damit eine tiefere Bedeutung.

    Liberale Grüße vom Mino (aber nicht im Sinne irgendeiner blau-gelben Spaßpartei)!

  7. JFK meint:

    Gefällt mir! Stellt sich hier nur noch die Frage: Wer schickt denen da oben jetzt endgültig die Kündigung?

    Ich hab nämlich keine Lust mehr auf Bohnensuppe…..

  8. Machopan meint:

    Das Problem für am Boden Gebliebenen ist, dass sie nur alle paar Jahre schießen dürfen und dann auch nur Platzpatronen bekommen um die “Fahrkarten” nach Berlin zu schießen. Kündigen kann man “die da oben” praktisch nicht. Natürlich könnte man auf die Straße gehen und dort “murren”, aber das macht doch kein Deutscher. Was sollen denn die Nachbarn denken.
    Aber man kann das System boykottieren, untergraben und ihm, heimlich oder offen, die Nahrung entziehen. Ziviler Ungehorsam, Dienst nach Vorschrift, Befehlsverweigerung, Desertation und Republikflucht sind nur einige der Möglichkeiten. Sabotage, Wehrkraftzersetzung, Agitation und Attentate bieten sich zwar auch an, sind aber nicht jedermanns Sache, der glaubt es könnte nicht noch schlimmer kommen.

    Aber auf jeden Fall ist es längst an der Zeit den vielen Worten endlich auch Taten folgen zu lassen. Das wissen auch “die da oben” und genau deshalb sind sie so bestrebt die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen um Staatsfeinde im Innern ohne großes Federlesen aus dem Verkehr ziehen zu können.
    Dazu passt auch der “Schießbefehl” des Bundesverteidigungsministers.
    Und Erich Mielke hat sich als Minister für die Sicherheit des Staates sicher ebenso große Sorgen gemacht wie Wolfgang Schäuble.

  9. JFK meint:

    Mir ist vollkommen bewusst was hier abläuft und die Vorgänge sind mir durchaus gut bekannt.
    Nicht umsonst verheimlicht die GROKO die Zahl derer die jährlich ins Ausland abwandern. Die Zahlen die offiziel den Bürgern mitgeteilt werden, sind geschönt. Die die es begriffen haben sind schon weg oder gerade im Begriff zu gehen.
    Manchmal ist es besser von aussen mitzuwirken als zu bleiben und gegrillt zu werden!

  10. Minotaurus meint:

    Nun, eine Abwanderung ins Ausland kann sehr viele Gründe haben und nicht ALLE müssen politisch motiviert sein.
    Das können sowohl familientechnische und/oder arbeitstechnische Gründe, aber auch nur der Wunsch nach Selbstverwirklichung in Alaska oder einfach nur der Wunsch nach Sonne auf Mallorca sein. Von daher sehe ich in solchen Zahlen keinen verläßlichen Indikator für die politische Stimmung in unserem Lande.
    Allerdings halte ich es für einen Trugschluß, zu glauben, daß man gewisse Entwicklungen aus dem Ausland besser beeinflussen kann als vor Ort. So lange Arme hat kein Mensch, auch nicht im Zeitalter der modernen Medien.
    Jeder Handwerker weiß um dieses “Geheimnis der persönlichen Anwesenheit” bei bestimmten Vorgängen.

    Übrigens: Gegrillt werden kannst du auch im Ausland, das hat nicht immer etwas mit der Sonne auf Mallorca zu tun und ertrinken kann man nicht nur im Mittelmeer, sondern sogar in Schweizer Badewannen.
    Uwe Barschel durfte diese Erfahrung bereits machen, man erinnere sich.

    Historische Grüße vom Mino

  11. zdago meint:

    Schade, sie Haben sich um die Antwort gedrückt. Es ist ja schön, daß sie darauf hoffen, daß die Situation nie eintritt, da hoffe ich mit Ihnen mit.
    Aber, Herr Machopan, von Ihnen habe ich mehr erwartet. Ich habe daraus gelernt, daß ich mich durch die lockere Schreibe habe ablenken lassen und zu unkritisch war.
    Für dieses Lehrstück vielen Dank, ansonsten - hoffentlich haben Sie recht. Sonst müssen sie sich vielen Politikern und managern anschließen und sich mit Ahnungslosigkeit und Inkompetenz entschuldigen !

    mfg zdago

  12. Machopan meint:

    @zdago.
    Ich habe mich nicht um eine Antwort gedrückt, sondern vorher Ihre Frage analysiert. Und Fakt ist, dass heute keine A380 im Anflug auf München sein kann. Auch passen keine 1000 Kinder in eine A380.
    Vielleicht könnten wir uns ja auch auf eine Boeing 737 mit 200 Sitzplätzen einigen, in deren Cockpit zwei Männern in grünen Kleidung mit roten Stirnbändern zu sehen sind. Flugzeit bis München 3 Minuten.

    Ich würde dennoch die Maschine nicht abschießen lassen. Und das nicht nur, weil das BVG einen derartigen Abschuss untersagt hat.

  13. zdago meint:

    Dann sollen Sie auch die Antwort ahben. Typ der Maschine, Anzahl und Art der Passagiere sind wirklich irrelevant, ob 50 oder 1000.
    Da sie die Boeing nicht abschießen lassen, schlägt sie die Allianz-Arena in München ein, wo gerade 69.901 Zuschauer ein Spiel Bayern München gegen REAL Madrid sehen.
    Zur Belohnung erhalten sie erstens eine tolle Sondersendung mit einem 3 minuten langen Originalbericht über die letzten Minuten von Spielern, Zuschauern und Passagieren und dürfen zusätzlich knapp 70000 Familiern erklären, warum ihre Väter oder Söhne jetzt beim Fußballspiel verbrannt sind oder, wenn sie viel Glück hatten, den Rest ihres Lebens von Brandwunden aller Art an dieses Spiel erinnert werden.
    Haben sie eigentlich Fans von bayern München in der Familie. Vielleicht waren die auch unter den Zuschauern.

    Ohne jede Bewertung !

    Wollen Sie noch einmal :
    also wieder : eine maschine usw usw s.o.
    3 Minuten Flugzeit bis zur Stadtmitte !

    Was tun Sie ?

    mfg zdago

  14. otti meint:

    Was tun Sie ?
    Auf’s Grundgesetz scheißen?!

  15. zdago meint:

    Zum Grundgesetz könnte man einiges sagen, ich will mich auf drei Stadements beschränken:
    1. Jedes Gesetz/Regel/Vorschrift hat Möglichkeiten und Grenzen, in denen es angewendet werden muß, wenn es sinnvoll sein soll. Das gilt auch hier - und die hier vorausgesetzte ganz spezielle Situation gehört nicht in ein gesetz, es kann nur unpassend sein. Im übrigen kann man mit den richtigen Juristen alles legal machen auch Raub und Mord. Erinnern sie sich an Hugfenotten, Templer, die Hexenverbrennungen - alles legal.
    2. zu jeder Handlung gehört eine Vorgeschichte ebenso wie daraus folgende Konsequenzen, die man sinnvollerweise beachten sollte. Darum ging es hier - hat nichts mit dem Grundgesetz zu tun.
    3.Ihr Grundgesetz aht ganau einen Paragraphen, der rest ist Juristengeschwätz. Zeigen sie, daß sie das Grundgesetz kenn und nennen sie diesen Paragraphen!

    - und etwas weniger ordinär - bitte !

    mfg zdago

  16. zdago meint:

    Zu dem Grundgesetz könnte man einiges sagen, ich will mich auf drei Statements beschränken:
    1. Jedes Gesetz/Regel/Vorschrift hat einen Rahmen, in dem es sinnvoll angewendet wird, außerhalb dieses Rahmens verliert es seine Funktion. Und die hier besprochene ganz spezielle Situation gehört in kein Gesetz, das verleitet nur zur Manipulation.
    Im übrigen kann man mit den richtigen Juristen alles juristich legal machen, erinnern Sie sich an die Hugenotten, die Templer, die Hexenverbrennungen, usw (kann beliebig fortgesetzt werden). Alles Juristisch völlig legal !

    2. Unsere derzeitige Herrschaftskaste hat selbst keinen Respekt vor dem Grundgesetz, sie wendet es nur als Machtmittel an, daß sie sich je nach den Erfordernissen immer so hinbiegt, wie es gerade notwendig ist, um die Gläubigen zum Mitmachen zu bewegen. Die dauernden Änderungsansprüche sind selbsterklärend !

    3. Dieses Grundgesetz besteht nur aus einem Paragraphen, der Rest ist Juristengewäsch und dient nur der Ablenkung - sozusagen der “Fog of War”. Zweigen Sie, daß sie das Grundgesetz kennen und nennen sie den Paragraphen.

    mfg zdago

  17. Minotaurus meint:

    Noch ein Abschuß:

    Nachdem Verteidigungsminister Jung und Innenminister Schäuble für den Abschuss von entführten Passagierflugzeugen plädieren, möchte der bayerische Innenminister Beckstein weitergehende Maßnahmen. Auch ein Angriff von See durch mit Sprengstoff beladene Schiffe sei denkbar.

    Der scheidende bayerische Ministerpräsident Stoiber warnt indes vor Anschlägen mit Briefbomben und fordert, den privaten Postzustelldienst TNT genauer überwachen zu lassen.

    Die Warnung vor mit Sprengstoff bepackten Brieftauben zog Stoiber am Abend wieder zurück. “Das war, äh… ein Denkfehler, die fliegen, ähh, ja zu den Terroristen zurück, ähh, hahah, geht ja so gar nicht, wie ich dachte…!”

    (Meldung von Spiegel.de)

  18. mitdenker meint:

    Och, die armen Bayern. Überall umzingelt vom Meer. Da muß ein bayrischer Innenminister doch tatsächlich etwas gegen tun. Wo das Wasser des Persischen Golfs ihm doch schon die Füße wegzuspülen droht.

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Abschuss

19. September 2007 05:45

Lieber Freund

Zur Verhinderung einer Straftat müsste man jetzt eigentlich dem Bundesverteidigungsminister Jung die Immunität aberkennen und ihn vorsorglich in Haft nehmen.
Man könnte ihn aber auch gleich in eine geschlossene Anstalt für seinesgleichen einweisen, denn der Herr hält den Abschuss eines von Terroristen gekaperten Flugzeugs samt Passagieren für zulässig „um unsere Bürger zu schützen“.
Auch wenn das Bundesverfassungsgericht in der Sache bereits anders entschieden hat, würde Jung den Abschussbefehl geben, wenn die „freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährdet ist , denn dann gelten andere Regeln“ verklickerte er dem Magazin Focus.

Man sollte dem Herrn Verteidigungsminister diese schwere Entscheidung über die „Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ erst gar nicht zumuten, sondern ihn jetzt gleich durch mechanische Einwirkung auf seinen verlängerten Rücken aus dem Amt und der Verantwortung, der er offensichtlich nicht gewachsen ist, kicken.
Dann könnte er beim Abflug auch gleich noch seinen Kollegen Schäuble mitsamt seinen atomaren Horrorszenarien mitnehmen. Zusammen mit einer dritten Pappnase aus dem Merkelschen Gruselkabinett, könnten sie dann wenigsten Skat oder Schafskopf spielen, sofern sie damit nicht intellektuell überfordert wären.

In jeder mittelmäßigen Diktatur werden, um wenigstens noch den Anschein von Recht und Ordnung zu wahren, noch Gesetze gemacht, die es zulassen dass man die Leute einfach umlegt oder aus dem Verkehr zieht.
Diese Phase haben wir wohl schon hinter uns gelassen oder es noch nicht einmal mehr nötig so zu tun als ob.
Man kommt sich in diesem Land langsam vor wie Amerikaner die einige kritische Anmerkungen zum Irakkrieg an die New York Times schickten und kurze Zeit später die Heimreise in einem Sarg antreten, weil ihr Lastwagen von der Straße abkam und 10 Meter in die Tiefe stürzte.
Wollen wir wirklich warten, bis der Herr Schäuble in seinen terroristischen Fieberphantasien halluzioniert, dass der Flug LH 123 von Terroristen gekapert wurde und Jung in seinem Eifer zur Verteidigung des Vaterlandes wegen Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung den Abschussbefehl gibt?

Und über welchem Gebiet der dichtbesiedelten Bundesrepublik Deutschland in den Grenzen von 1989 würde denn der Bundesverteidigungsminister Jung abschießen lassen? Oder glaubt er die Terroristen würden extra wegen ihm eine Ehrenrunde über den Bayerischen Wald oder die Nordsee fliegen?
Aus Sicht der Bürger wäre der Schaden, der durch einen gezielten Absturz auf den Reichstag entstehen würde, jedoch wesentlich geringer als den Tod einiger vom Aussterben bedrohten Seehunde im Wattenmeer.

Hilfe vom Bundesverfassungsgericht wird es wohl nicht geben, denn das ist vollauf damit beschäftigt nach Gründen zu suchen, warum die Kappung der Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer der Fahrt zur Arbeitsstätte verfassungskonform sein muss.
Und die Pippi Langstrumpf bei der Bundesanwaltschaft hat jetzt auch was anderes zu tun, wo doch zum Islam übergelaufene Deutsche und die Linken und die Rechten unseren Staat bedrohen.
Wer hat da noch Zeit einem aus dem Ruder gelaufenen Verteidigungsminister in den Arm oder ins Wort zu fallen. Schade ist eigentlich nur, dass er nicht gesagt hat, das Abschießen von Flugzeugen wäre schon bei den Nazis üblich gewesen, was zwar sachlich richtig aber heute ideologisch nicht mehr opportun ist.

In Berlin wird übrigens gerade ein interessanter Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle gedreht. Der darin gezeigte Problemlösungsansatz ist nicht schlecht, hat aber 1944, bedingt durch widrige Umstände, leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt.
Soweit muss es nicht kommen, denn vielleicht genügt dem Volk die Verweigerung der Gefolgschaft und dem Militär die Verweigerung des Befehls um diese beiden Herren in den Mülleimer der Geschichte zu treten.
Leider fehlt in unserer Verfassung sowohl die Volksabstimmung als auch das vom Volk betriebene Amtsenthebungsverfahren. Aber in zwei Jahren sind Wahlen und wenn die Angela merkt, dass es eng wird, dann wird sie spätestens dann Ballast abwerfen, wenn sie schon jetzt nicht die Eier hat die Böcke, die sie zu Gärtnern gemacht hat, zum Abschuss freizugeben.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 19. September 2007 um 05:45:51 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

18 Antworten zu “Abschuss”

  1. Minotaurus meint:

    Da gibt es also ein Land, dessen Verteidigungsminister erklärt, daß er beabsichtigt, die Verfassung zu brechen und sich gegen eine Entscheidung des Verfassungsgerichtes zu wenden. Des weiteren tut er kund, daß er schon Teile des Militärs (die ursprünglich mal einen Eid auf eben diese Verfassung abgelegt hatten) auf seine Seite gebracht hat, und daß sich diese daran beteiligen werden.
    Tja das klingt doch irgendwie so, als wäre in dieser Bananenrepublik bereits nächste Woche ein Staatsstreich angesagt.

    Ja, es scheint unglaublich: Da versucht ein fanatischer Verteidigungsminister hinter dem Rücken des regulären Militärs und einer demokratischen Verfassung eine Privatarmee nach dem Vorbild der regimetreuen Waffen-SS aufzubauen und Rückendeckung erhält er von einem ebenso krankhaft fanatischen Innenminister “IM Zweirad”, dessen Vorbild ein ehemaliger Reichspropagandaminister zu sein scheint, der zumindest einen Tag Reichskanzler sein durfte.

    Sie fragen sich, wovon ich spreche?
    Die Rede ist von “linientreuen und gehorsamen Kampfpiloten”, die – mit dem Abschuß einer zivilen Passagiermaschine - notfalls einen eklatanten Verfassungsbruch begehen würden, um einen völkerrechtswidrigen Befehl auszuführen. Die “Legion Condor” aus längst vergangenen Tagen läßt schön grüßen! Ist es also wieder mal soweit?
    Wo leben wir denn eigentlich, daß diese Verfassungs-Ignoranten Schäuble und Jung derart auftreten dürfen? Wer stoppt diese geistigen Brandstifter endlich?

    Bleibt die Frage, was den Herren Jung und Schäuble einfällt, sich und Teile der Bundeswehr als tendenziell verfassungsfeindlich zu outen und dann noch zu hoffen, den potentiellen Wähler mit so was zu beeindrucken.
    Der nächste Schritt dürfte vermutlich sein, diese “Eliteeinheiten” zur vermeintlichen “Terroristenbekämpfung im Inneren”, also gegen das eigene Volk einzusetzen. Auch das dürfte uns Deutschen – zumindest den älteren von uns – noch sehr bekannt vorkommen, nicht wahr?
    Erst die Flugzeuge und dann die Demonstranten, wenn man weiterdenkt. Jung und Schäuble als neue “Kartätschenprinzen”?

    Aber was soll´s. Deutsche haben seit Hartz IV eh kein Geld mehr für Flugreisen. In den abzuschießenden Flugzeugen sitzen ausschließlich US-Bürger, Russen, Israelis usw.
    Nur zu mit dem “Abschuß” ……

  2. Lazarus meint:

    JEDES VOLK HAT DIE REGIERUNG, DIE ES VERDIENT , d.h. der demokratisch gesinnte Gutmensch akzeptiert natürlich alles, was diese in der ihr verbleibenden kurzen Zeit alles leisten muß.

  3. otti meint:

    Diktatorischer Tiefflieger und rechtsstaatlicher Geisterfahrer, eine Mischung bei der man nicht zum Abschuss kommt.

  4. zdago meint:

    schön ist’s, aber mich würde interessieren, was sie im Falle des Falles sagen, wenn eine BOEING indie Münchner Innenstadt klatscht, und eine Tornado fliegt bis zum Schluß daneben und filmt, anstatt die Kiste zwei Flugminuten früher vor dem Stadtrand herunterzuholen.
    Die roten Richtersind da außen vor, sie gehören zu diesen Spezies, die für ihre Taten nicht haftbar gemacht werden können.
    Aber der Komentar von Machopan würde mich interessieren!

    Außerdem hätte ich ein ganz anderes Problem, daß interessanterweise gar nicht angesprochen wird. Woran erkennt man in denwenigen verbleibenden Minuten so ein Terroristenflugzeug.
    Und kann man den amtierenden Politikern denn vertrauen, daß sie die ihnen übergebene Entscheidungsbefugnis auch im Sinne des Volkes ausüben?
    Ich jeden falls traue diesen Menschen jederzeit zu, daß sie so einen Fall konstruieren, wenn es gilt, zur gewinnmaximierung eines gewissen A … Finanzoligarchen beizutragen oder einen mißliebigen Konkurrenten von der Wahlliste zu entfernen, aber daß sie eine maschine abschießen, nur um witere 3000 Normalbürger zu schützen - ehrelich - nein. Da fällt mir nur Gladbeck ein, eine Geisel tot durch die Geiselnehmer, eine Geisel tot durch die Polizei, die Geiselnehmer inzwischen wieder frei, die Geiseln immer noch tot !
    Oder was gerade in Sachsen vertuscht wird !
    Nein, dese Geschichte gehört nicht in die Gesetzgebung, aber jeder ehrliche Polizist oder Soldat oder Normalbürger sollte sich darauf verlassen können, daß er in einem solchen Extremfall von der gesellschaft, ausdrücklich Justiz und Polizei, geschützt wird. Aber Justiz und Polizei haben im Fall Daschner dieses Vertrauen verspielt. Sie haben gezeigt, daß ich mich darauf verlassen kann, da0 ich mich selbst schützen muß, da die staatlichen Organe nur zuschauen und lauwarme Sprüche absondern.
    Nebenbei, nachdem die ganzen staatlichen Aufgaben abgegeben wurden : Gesetze werden von Brüssel vorgegeben, Energieversorgung, Wasser, Bahn sind verstaatlicht, … wozu sitzen diese 600 Figuren noch in Berlin?

    Aber zum Schluß möchte ich ein kleines Spiel vorschlagen, sozusagen ein Gedankenexeriment:
    Stellen Sie sich vor, Sie sind der Verteidigungsminister. Es ist Samstag Nachmittag, sie sitzen am Grill, die Sonne scheint, da klingelt das rote Telefon. am anderen Ende einer ihrer Untergebenen mit einer militärisch kurzen Meldung:
    Soeben ist ein neuer Airbus 480 von Kurs abgewischen, nimmt Kurs auf München und meldet sich nicht. An Bord 1000 Kinder auf einem Werbeflug der Lufthansa. Die inzwischen gestartete Alarmrotte berichtet, daß die Maschine nicht von Leuten in Lufthansauniform gesteuert wird, sondern von zwei Männern in grüner Kleidung mit roten Stirnbändern. Sie reagieren nicht auf die üblichen Signale. Die Maschine ist drei Flugminuten von München.
    Was ordnen Sie an ?
    Drücken gilt nicht, Sie sind Verteidigungsminister und die Zeit läuft.
    Wenn Sie geantwortet haben, erzähli ich Ihnen, wie es weiter geht !

    mfg zdago

  5. Machopan meint:

    a-tens: Die Flugzeit vom Flughafen München bis zur Allianz-Arena beträgt weniger als 1 Minute. Daher ist die Frage wie man verhindert, dass 50.000 Fußballfans zu Tode kommen rein hypothetischer Natur.
    b-tens: In einen Airbus A380 passen maximal 853 Passagiere und die erste A380 fliegt erst am 25. Oktober 2007 von Singapur nach Sydney.

    Da hat sich also wohl jemand einen Scherz erlaubt.

  6. Minotaurus meint:

    Die Antwort von zdago macht es sehr deutlich, wie gut die Doktrin unsere Bundesinnenwolli von einer vermeintlichen “Terrorbedrohung” in der Bevölkerung gegriffen hat. Dabei würde es mindestens 20 Minuten dauern, bis ihn sein Zivi im Ernstfall vom Lokus geholt und wieder in seinen Rolli verfrachtet hat. Mindestens!
    Aber für dieses vermeintliche Horrorszenario ist der dumme Bundesbürger gerne bereit, seine Freiheit und seine bürgerlichen Grundrechte auf dem Altar der politischen Interessen zu opfern.
    Einfach köstlich!
    Dr. Joseph Goebbels würde vor Neid erblassen, wenn er diese Erfolge seines Zöglings noch erlebt hätte, denn dagegen war seine zündende Rede über den totalen Krieg bestenfalls wie ein Bericht über lauwarme Bohnensuppe.

    Dabei haben diese Typen bestenfalls Angst, ein Flugzeug könnte in Berlin auf den Reichstag knallen, obwohl das für unsere Bananenrepublik vermutlich der geringste Verlust wäre.

    Im Grunde aber geht es gar nicht um irgendwelche Verkehrsflugzeuge, die eventuell abgeschossen werden müßten, denn dafür gibt es bereits andere Mittel und Wege, wie uns die modernen Verkehrsleitsysteme zeigen. Diese blödsinnige Diskussion sollte nur von den eigentlichen Hintergründen ablenken.
    Nein, es geht vielmehr darum, mit solchen geschürten Ängsten unsere freiheitliche Grundordnung aus den Angeln zu heben, hinter dem Rücken der regulären Streitkräfte eine regimetreue Privatarmee nach dem Vorbild der Waffen-SS und einen totalitären Überwachungsstaat zu installieren.
    Und der Deutsche Michel merkt das nicht und glaubt, die Bedrohung gehe von muslimischen Terroristen aus. Hahahahaha!!
    Dabei sitzen die wahren Terroristen längst im Berliner Reichstag.
    Schade, daß anscheinend kaum jemand das bemerkt.

    Morgen gibt es bereits ein neues Skandälchen und sowohl Machopan, als auch das kurzlebige Interesse des Lesers/Bürgers wendet sich anderen Dingen zu. Bei der nächsten Wahl denkt dann niemand mehr daran, diese Banditen abzustrafen und damit womöglich den Rest der Demokratie zu schützen.
    Immerhin hat diese Regierung ja auch wirtschaftliche Erfolge vorzuweisen - zumindest auf dem Papier.
    Ach ja, übrigens: Die NSDAP hatte auch Erfolge vorzuweisen und Hitler hat schließlich die Autobahnen gebaut. Schon vergessen?
    Geschichte läßt sich (leider) immer wieder neu inszenieren und aufwärmen - wie Bohnensuppe.

    Auch wenn es - in Anbetracht der vielen Diktaturen in der Welt - vielleicht wie blanker Hohn klingen mag, aber die Bemerkung von Lazarus, daß jedes Volk die Regierung hat, die es verdient, erhält damit eine tiefere Bedeutung.

    Liberale Grüße vom Mino (aber nicht im Sinne irgendeiner blau-gelben Spaßpartei)!

  7. JFK meint:

    Gefällt mir! Stellt sich hier nur noch die Frage: Wer schickt denen da oben jetzt endgültig die Kündigung?

    Ich hab nämlich keine Lust mehr auf Bohnensuppe…..

  8. Machopan meint:

    Das Problem für am Boden Gebliebenen ist, dass sie nur alle paar Jahre schießen dürfen und dann auch nur Platzpatronen bekommen um die “Fahrkarten” nach Berlin zu schießen. Kündigen kann man “die da oben” praktisch nicht. Natürlich könnte man auf die Straße gehen und dort “murren”, aber das macht doch kein Deutscher. Was sollen denn die Nachbarn denken.
    Aber man kann das System boykottieren, untergraben und ihm, heimlich oder offen, die Nahrung entziehen. Ziviler Ungehorsam, Dienst nach Vorschrift, Befehlsverweigerung, Desertation und Republikflucht sind nur einige der Möglichkeiten. Sabotage, Wehrkraftzersetzung, Agitation und Attentate bieten sich zwar auch an, sind aber nicht jedermanns Sache, der glaubt es könnte nicht noch schlimmer kommen.

    Aber auf jeden Fall ist es längst an der Zeit den vielen Worten endlich auch Taten folgen zu lassen. Das wissen auch “die da oben” und genau deshalb sind sie so bestrebt die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen um Staatsfeinde im Innern ohne großes Federlesen aus dem Verkehr ziehen zu können.
    Dazu passt auch der “Schießbefehl” des Bundesverteidigungsministers.
    Und Erich Mielke hat sich als Minister für die Sicherheit des Staates sicher ebenso große Sorgen gemacht wie Wolfgang Schäuble.

  9. JFK meint:

    Mir ist vollkommen bewusst was hier abläuft und die Vorgänge sind mir durchaus gut bekannt.
    Nicht umsonst verheimlicht die GROKO die Zahl derer die jährlich ins Ausland abwandern. Die Zahlen die offiziel den Bürgern mitgeteilt werden, sind geschönt. Die die es begriffen haben sind schon weg oder gerade im Begriff zu gehen.
    Manchmal ist es besser von aussen mitzuwirken als zu bleiben und gegrillt zu werden!

  10. Minotaurus meint:

    Nun, eine Abwanderung ins Ausland kann sehr viele Gründe haben und nicht ALLE müssen politisch motiviert sein.
    Das können sowohl familientechnische und/oder arbeitstechnische Gründe, aber auch nur der Wunsch nach Selbstverwirklichung in Alaska oder einfach nur der Wunsch nach Sonne auf Mallorca sein. Von daher sehe ich in solchen Zahlen keinen verläßlichen Indikator für die politische Stimmung in unserem Lande.
    Allerdings halte ich es für einen Trugschluß, zu glauben, daß man gewisse Entwicklungen aus dem Ausland besser beeinflussen kann als vor Ort. So lange Arme hat kein Mensch, auch nicht im Zeitalter der modernen Medien.
    Jeder Handwerker weiß um dieses “Geheimnis der persönlichen Anwesenheit” bei bestimmten Vorgängen.

    Übrigens: Gegrillt werden kannst du auch im Ausland, das hat nicht immer etwas mit der Sonne auf Mallorca zu tun und ertrinken kann man nicht nur im Mittelmeer, sondern sogar in Schweizer Badewannen.
    Uwe Barschel durfte diese Erfahrung bereits machen, man erinnere sich.

    Historische Grüße vom Mino

  11. zdago meint:

    Schade, sie Haben sich um die Antwort gedrückt. Es ist ja schön, daß sie darauf hoffen, daß die Situation nie eintritt, da hoffe ich mit Ihnen mit.
    Aber, Herr Machopan, von Ihnen habe ich mehr erwartet. Ich habe daraus gelernt, daß ich mich durch die lockere Schreibe habe ablenken lassen und zu unkritisch war.
    Für dieses Lehrstück vielen Dank, ansonsten - hoffentlich haben Sie recht. Sonst müssen sie sich vielen Politikern und managern anschließen und sich mit Ahnungslosigkeit und Inkompetenz entschuldigen !

    mfg zdago

  12. Machopan meint:

    @zdago.
    Ich habe mich nicht um eine Antwort gedrückt, sondern vorher Ihre Frage analysiert. Und Fakt ist, dass heute keine A380 im Anflug auf München sein kann. Auch passen keine 1000 Kinder in eine A380.
    Vielleicht könnten wir uns ja auch auf eine Boeing 737 mit 200 Sitzplätzen einigen, in deren Cockpit zwei Männern in grünen Kleidung mit roten Stirnbändern zu sehen sind. Flugzeit bis München 3 Minuten.

    Ich würde dennoch die Maschine nicht abschießen lassen. Und das nicht nur, weil das BVG einen derartigen Abschuss untersagt hat.

  13. zdago meint:

    Dann sollen Sie auch die Antwort ahben. Typ der Maschine, Anzahl und Art der Passagiere sind wirklich irrelevant, ob 50 oder 1000.
    Da sie die Boeing nicht abschießen lassen, schlägt sie die Allianz-Arena in München ein, wo gerade 69.901 Zuschauer ein Spiel Bayern München gegen REAL Madrid sehen.
    Zur Belohnung erhalten sie erstens eine tolle Sondersendung mit einem 3 minuten langen Originalbericht über die letzten Minuten von Spielern, Zuschauern und Passagieren und dürfen zusätzlich knapp 70000 Familiern erklären, warum ihre Väter oder Söhne jetzt beim Fußballspiel verbrannt sind oder, wenn sie viel Glück hatten, den Rest ihres Lebens von Brandwunden aller Art an dieses Spiel erinnert werden.
    Haben sie eigentlich Fans von bayern München in der Familie. Vielleicht waren die auch unter den Zuschauern.

    Ohne jede Bewertung !

    Wollen Sie noch einmal :
    also wieder : eine maschine usw usw s.o.
    3 Minuten Flugzeit bis zur Stadtmitte !

    Was tun Sie ?

    mfg zdago

  14. otti meint:

    Was tun Sie ?
    Auf’s Grundgesetz scheißen?!

  15. zdago meint:

    Zum Grundgesetz könnte man einiges sagen, ich will mich auf drei Stadements beschränken:
    1. Jedes Gesetz/Regel/Vorschrift hat Möglichkeiten und Grenzen, in denen es angewendet werden muß, wenn es sinnvoll sein soll. Das gilt auch hier - und die hier vorausgesetzte ganz spezielle Situation gehört nicht in ein gesetz, es kann nur unpassend sein. Im übrigen kann man mit den richtigen Juristen alles legal machen auch Raub und Mord. Erinnern sie sich an Hugfenotten, Templer, die Hexenverbrennungen - alles legal.
    2. zu jeder Handlung gehört eine Vorgeschichte ebenso wie daraus folgende Konsequenzen, die man sinnvollerweise beachten sollte. Darum ging es hier - hat nichts mit dem Grundgesetz zu tun.
    3.Ihr Grundgesetz aht ganau einen Paragraphen, der rest ist Juristengeschwätz. Zeigen sie, daß sie das Grundgesetz kenn und nennen sie diesen Paragraphen!

    - und etwas weniger ordinär - bitte !

    mfg zdago

  16. zdago meint:

    Zu dem Grundgesetz könnte man einiges sagen, ich will mich auf drei Statements beschränken:
    1. Jedes Gesetz/Regel/Vorschrift hat einen Rahmen, in dem es sinnvoll angewendet wird, außerhalb dieses Rahmens verliert es seine Funktion. Und die hier besprochene ganz spezielle Situation gehört in kein Gesetz, das verleitet nur zur Manipulation.
    Im übrigen kann man mit den richtigen Juristen alles juristich legal machen, erinnern Sie sich an die Hugenotten, die Templer, die Hexenverbrennungen, usw (kann beliebig fortgesetzt werden). Alles Juristisch völlig legal !

    2. Unsere derzeitige Herrschaftskaste hat selbst keinen Respekt vor dem Grundgesetz, sie wendet es nur als Machtmittel an, daß sie sich je nach den Erfordernissen immer so hinbiegt, wie es gerade notwendig ist, um die Gläubigen zum Mitmachen zu bewegen. Die dauernden Änderungsansprüche sind selbsterklärend !

    3. Dieses Grundgesetz besteht nur aus einem Paragraphen, der Rest ist Juristengewäsch und dient nur der Ablenkung - sozusagen der “Fog of War”. Zweigen Sie, daß sie das Grundgesetz kennen und nennen sie den Paragraphen.

    mfg zdago

  17. Minotaurus meint:

    Noch ein Abschuß:

    Nachdem Verteidigungsminister Jung und Innenminister Schäuble für den Abschuss von entführten Passagierflugzeugen plädieren, möchte der bayerische Innenminister Beckstein weitergehende Maßnahmen. Auch ein Angriff von See durch mit Sprengstoff beladene Schiffe sei denkbar.

    Der scheidende bayerische Ministerpräsident Stoiber warnt indes vor Anschlägen mit Briefbomben und fordert, den privaten Postzustelldienst TNT genauer überwachen zu lassen.

    Die Warnung vor mit Sprengstoff bepackten Brieftauben zog Stoiber am Abend wieder zurück. “Das war, äh… ein Denkfehler, die fliegen, ähh, ja zu den Terroristen zurück, ähh, hahah, geht ja so gar nicht, wie ich dachte…!”

    (Meldung von Spiegel.de)

  18. mitdenker meint:

    Och, die armen Bayern. Überall umzingelt vom Meer. Da muß ein bayrischer Innenminister doch tatsächlich etwas gegen tun. Wo das Wasser des Persischen Golfs ihm doch schon die Füße wegzuspülen droht.

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