Mutterkreuzzug

20. September 2007 05:45

Lieber Freund

Das, zwischenzeitlich zum bundesrepublikanischen Mengenproblem gewordene Peter-Prinzip in Politik und Wirtschaft, gesellt sich jetzt auch noch eine weitere Variante, bei der sich die Inkompetenz mit der Intoleranz zu einer gefährlichen Allianz gegen alles verbündet, das sich als störend für die eigene Gesinnung erweisen könnte.

Nun hat dieses Prinzip der allergischen Reaktion auf „nicht systemkonforme Meinungsäußerungen“ ein neues, diesmal prominentes, Opfer gefunden, denn, wie der SPIEGEL schreibt: „Was zuviel ist, ist zuviel“.

Weil sich die schriftstellerische Ambitionen der Fernsehmoderatorin Eva Herman und ihre öffentlichen Äußerungen zum Thema „Die Rolle von Familie, Müttern und Frauen in unserem Gesellschaft“ nicht (mehr) mit ihrer Tätigkeit als Fernsehmoderatorin für den Norddeutschen Rundfunk vereinbar sind, habe man sich mit sofortiger Wirkung von ihr getrennt“, erklärte Volker Herres, der Fernsehprogrammdirektor des NDR, „dies ist nach ihren Äußerungen anlässlich einer Buchpräsentation in der vergangenen Woche deutlich geworden.
Frau Herman habe dabei erklärt, dass “Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft“.

Und diese Äußerung hat jetzt den bundesrepublikanischen Meinungs- und Stimmungsmachern den Boden des übergelaufenen Fasses ins Gesicht geschlagen, denn was zuviel ist, ist zuviel.
Frau Herman steht es frei, ihren ‘Mutterkreuzzug’ fortzusetzen, aber mit der Rolle einer NDR-Fernsehmoderatorin ist dies nicht länger zu vereinbaren“, erklärte NDR-Programmdirektor Herres, „das Ergebnis spürt unsere Redaktion: Gäste sagen ihren Auftritt bei ‘Herman und Tietjen’ ab oder stehen von vornherein nicht zur Verfügung. Einer solchen Entwicklung könne man nicht tatenlos zusehen.

Dass aber in der von Frau Christiansen bei der ARD auf Tele-Tappi-Niveau moderierten politischen Talkshow als Gäste auch immer die gleichen Verdächtigen rumhingen, hat der Herr Programmdirektor vom NDR wohl gerade verdrängt.
Und solange sich noch Gesprächspartner für das „Gesabbel und Geseiere“ vom froschäugigen Moderator Friedman auf N24 finden lassen, das sich als Zuschauer ja auch nur in ähnlich alkoholisiertem Zustand ertragen lässt, kann die Lage für die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten ja noch nicht so existenzbedrohend sein.

Nun hat die Frau Herman sicher nicht ganz Unrecht, wenn sie darauf hinweist, dass die Nazis wirklich die „Familie“ gefördert haben, denn es war schließlich Teil ihrer Ideologie die Familie als Mittel zum Zweck und Keimzelle für ein „gesundes Volk“ zu verwenden um den Globus mit möglichst gleich großen, blonden und blauäugigen Menschen zu überschwemmen.
Die Kinderkrippen in der DDR waren übrigens auch besser als das was die Bundesrepublik Deutschland bisher auf diesem Sektor zustande gebracht hat, auch wenn es aus bundesrepublikanischer Einheitssicht nur dazu diente um den Werktätigen die Erfüllung des Plansolls abzuverlangen.

Am Rande erwähnenswert ist vielleicht auch noch die Tatsache, dass sich aus der so viel geschmähten und verdammten NAZI-Zeit, die auch nur zu erwähnen einer Gotteslästerung und Volksverhetzung gleichgesetzt wird, viel mehr Dinge in die bundesrepublikanische Gesellschaft herübergerettet haben, als sich die missionarischen Eiferer mit ihren Totschlagargumenten träumen lassen.
Nein, ich werde jetzt nicht die Autobahn anführen, deren bloße Erwähnung vermutlich als nächstes auf den Index der Selbstverwirklicher und Gutmenschenmacher unserer freiheitlich-demokratischen Republik gesetzt werden wird.
Ich werde auch keine Geschichtsklitterung oder gar Geschichtsverfälschung betreiben und vollen Ernstes behaupten, dass die NAZI’s 1933 den Muttertag zur Ehrung der „Gebärmutter“ und für die „Früchte ihres Leibes“ das Kindergeld erfunden haben.
Aber diesen eifrigen Zeitgenossen, denen die Zeit vor 1945 lediglich als „Geburtsstunde der 1000-jährigen Erblast“ dient, sollten auch mal einen Blick in die aktuelle deutsche Gesetzgebung riskieren. Zum Beispiel in die Eingangsformel für das „Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndG)“ auf den Webseiten des Bundesministeriums der Justiz. Dort heißt es, auch heute noch, wörtlich: „Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird“.
Und in §14 wird dieses Gesetz „mit Wirkung vom 1. Januar 1938 in Kraft“ gesetzt und daran hat sich seitdem nichts geändert.
Die Frage, ob auch die am 17. August 1938 vom Reichsminister des Innern und vom Reichminister der Justiz unterzeichnete „Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“ ebenfalls noch Rechtskraft besitzt, müssten eigentlich die bundesdeutschen Nachfolger im Amte, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries beantworten können. Natürlich nur, wenn ihnen dazu neben der Bespitzelung der Bürger und der Beschneidung der Bürgerrechte überhaupt noch Zeit verbleibt.

Sicher unstrittig und sogar bei Wikipedia nachlesbar, ist aber, dass die Parteileitung der NSDAP, ebenfalls im Jahre 1938 das „Mutterkreuz“, als Auszeichnung für kinderreiche „arische“ Mütter gestiftet hat: „Es (das Mutterkreuz) wurde in drei Stufen verliehen: Stufe 3 in Bronze ab 4 Kinder, Stufe 2 in Silber ab 6 Kinder und Stufe 1 in Gold ab 8 Kinder. Schon 1939 gab es für 3 Millionen Frauen diese Auszeichnung. Das Kreuz wurde an einem Band getragen und brachte für die Trägerin einige Vorteile im öffentlichen Leben mit sich. So musste ihr in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Sitzplatz angeboten werden. Auf Ämtern und Behörden wurde sie bevorzugt behandelt.

Ist die bloße Erwähnung dieser Tatsache etwa schlecht und zeigt den tiefbraunen Abgrund nationalsozialistischen Gedankenguts?
Ist nicht ein viel diskutiertes und staatsgefährdendes Problem unserer Gesellschaft, dass sich die meisten Frauen heute nicht mehr für die Medaillenränge qualifizieren (wollen) und sogar im staatlichen Interesse mit stattlichen Geldprämien zur Vermehrung animiert werden müssen.
Muss man die gesellschaftliche Bedeutung von Familien, Kindern und damit auch von Müttern immer wieder in die Hirne der „Feministinnen“ und „Frauenrechtlerinnen“ trommeln, damit auch von diesen verstanden werden kann, dass „Kinderlosigkeit“ kein Zeichen von „Selbstverwirklichung“ ist?
Solange das „Klonen“ noch nicht die „Entbindung“ ersetzt hat, wird sich das Problem der „Kinderlosen“ samt ihrer irrigen Lebensphilosophie der Selbstverwirklichung nach spätestens einer Generation selbst erledigt.

Ist es verboten, auf diese Tatsache hinzuweisen und die Würdigung einzufordern, die der Rolle der Mutter, der Kinder und der Familie zusteht und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung entspricht?
Ist es falsch dazu eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu äußern?
Sicher nicht!
Und eine demokratisch-freiheitliche Gesellschaftsordnung wird durch derartige Äußerungen sicher auch nicht in ihrer Existenz gefährdet.

Eher scheint Frau Herman mit ihren vergleichenden Rollenspielen einen empfindlichen Nerv der Mainstreamideologen getroffen zu haben. Denn nur so sind doch die heftigen Reaktionen zu erklären, die der „Mutterkreuzzug“ der Eva Herman in einigen Bevölkerungsbereichen ausgelöst hat.
Nun kann nun wirklich niemand guten Gewissens behaupten, dass es mit der Situation der Familie und Mutter und Kind in unserer Gesellschaft zum Besten bestellt ist.
Natürlich kann man die Fakten ignorieren und die Situation schönreden, wie das von den Verantwortlichen gerne getan wird um sich aus der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung zu stehlen.

Und durch ihre „Aussagen zur NAZI-Zeit“ (Orginalton Spiegel-Online) hat Frau Herman nun das Fass zum Überlaufen gebracht und wie es scheint „die Furien in Rage“ versetzt, wobei auffällt, dass die kinderlosen unter den Furien auf lautesten aufheulen.
Frauenpolitikerinnen begrüßen die Kündigung und geißeln Hermans Geschichtsklitterung“, schreibt der Spiegel weiter und zitiert ausgerechnet die selbsternannte Frauenrechtlerin und Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast mit den Worten „bei Eva Herman wünscht man sich selbst als Frauenrechtlerin, sie möge doch bitte heim an den Herd gehen.
Nun ist ja Frau Künast ja genau eine dieser ledigen und kinderlosen Familien- und Mutterschaftsexpertinnen, die sich so große Sorgen um die Rolle der Frau in einer modernen Industriegesellschaft machen.

Familiär ähnlich erfolgreich ist die Schriftstellerin und Moderatorin Thea Dorn, die von sich selbst sagt, sie „habe schlicht null mütterliche Gefühle und finde die Vorstellung mich an ein Wesen zu binden, das rationaler Ansprache mehrere Jahre nicht zugänglich ist, befremdlich“, was sie als Frau vom Fach jedoch nicht daran hindert, sich mit ihren Beiträgen „zu einer neuen, ideologiefreien Geschlechter- und Feminismusdebatte“ in die vermeintliche Bresche der Geschlechter zu werfen. Auch lässt ihr im Spiegel als Abgesang auf Eva Herman erschienenes Essay mit dem Titel „Zeit für Apfelkuchen“, im Stile einer geifernden „Steinigt-Sie-Ruferin“ deutliche Mangelerscheinungen an freiheitlich-demokratischen Denkens und Toleranz gegenüber anderen Meinungen erkennen.

Die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Elke Ferner, nahm den familienpolitischen Vergleich der Eva Herman postwendend zum Anlass, an das Schicksal jüdischer Familien und anderer Verfolgter während der NS-Zeit zu erinnern, denn „in dieser Zeit der verquasten Mütterideologie wurde den Frauen das passive Wahlrecht genommen und sie wurden aus den Universitäten getrieben“.
Dabei muss ihr allerdings entgangen sein, dass die von den Rot-Grünen und Schwarz-Roten betriebene Politik in ihren Auswirkungen auf Familien mit Kindern nun wirklich um kein Haar besser ist.

Die NDR-Rundfunkrätin Sara-Ruth Schumann, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Oldenburg, sagte, von einer “intelligenten Moderatorin erwarte ich, dass sie sauber formuliert. Für jüdische Mütter und Frauen, die mit jüdischen Männern verheiratet gewesen seien, habe das damals alles nicht gegolten.
Und von der Rundfunkrätin einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt darf man sicher erwarten, dass sie genau zuhört und auch klarstellt in welcher ihrer Funktionen sie sich zur Sache äußert. Möglichst bevor sie Dinge aus dem geschichtlichen Zusammenhang nimmt und „Geschichtsverfälschung“ betreibt, denn alle Frauen und Mütter, die mit „nichtarischen“ Männern verheiratet waren, haben unter dem damaligen System schwer gelitten.

Das Verwaltungsratsmitglied des NDR, Michael Fürst, zugleich Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hannover, sagte: „Wenn sie (Frau Herman) diesen verquasten Unsinn so gesagt hat, spricht das für ein sehr schlichtes Gemüt und ist historisch unverantwortlich.

Wie es einem solch „schlichten Gemüt“ aber mehr als 20 Jahre gelang, als Sprecherin der Tagesschau und beliebte Moderatorin ihre wahre politische Gesinnung vor dem Verwaltungsrat zu verbergen, wird wohl noch die Geschichtsschreiber kommender Generationen beschäftigen und die vorwurfsvolle Frage aufwerfen „Warum habt Ihr denn damals nicht bemerkt, dass ihr eine Mutterkreuznatter an eurem Busen hegt?

Sicher eine gute Frage, der wir uns aber nur stellen müssen, wenn die gebärfähigen Frauen der Nation zukünftig ihrer biologischen Aufgabe gemäß Herman nachkommen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. September 2007 um 05:45:29 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Kultur | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

12 Antworten zu “Mutterkreuzzug”

  1. JFK meint:

    Schade das man einer gewissen Gruppe unserer Mitbürger immer wieder in manchen Dingen nachhelfen muss…….es ist ja so bequem und einfach die Dinge zu vertuschen oder gar darüber hinweg zu sehen.
    Wieder einmal exakt dokumentiert, toll.
    Mich persönlich würde interessieren ob und wieviele unserer Politiker das Peter Prinzip eigentlich kennen. Auch würde mich die Reaktion auf diesen Bericht gewisser Personen interessieren…….Diese Regierung wie auch die vorherige ist Experte im verwischen von Spuren und ich hab einfach keine Lust mehr wie ein Indianer an der Nase herumgeführt zu werden damit ich einfach nicht den richtigen Weg finde….einen schönen Gruß nach Berlin!

  2. Machopan meint:

    Es sind immer die gleichen Totschlagargumente, die die Toleranz vor der Meinung des Anderen ersetzen. Wenn jemand behauptet, dass unter Adolf alls besser gewesen sei, dann kann ich mich doch als freier Bürger mit einer eigenen Meinung einfach umdrehen und sagen: “Arschloch”.
    Was soll dieser Schachsinnsparagraph der “Volksverhetzung” im Strafgesetzbuch? Ein Volk kann man doch nur verhetzen, wenn man es über eine längere Zeit bis zur Erschöpfung vor sich her und in die gewünschte Richtung treiben kann. Dazu braucht man doch viele Treiber und Jäger und natürlich ein dummes Wild, das es mit sich machen lässt.
    Oder hat es schon mal eine Hyäne gegeben, die sich vor eine Elefantenherde hinstellt und sagt: “ergebt euch, ihr seid umzingelt”?
    Dazu braucht man ein ganzes Rudel von Hyänen, eine friedlich grasende Herde und ein gezielt ausgelöste Stampede.
    Dazu muss man erst mal alle aufmerksamen Tiere aus der Herde absondern. Wie im vorliegenden Fall die Mutterkuh Herman.
    Hauptsache die Herde bleibt ruhig.

  3. Minotaurus meint:

    FDeutschland, die Juden und die Nazis.

    NDR-Moderatorin Eva Herman gefeuert.

    Am Wochenende hatten mehrere Zeitungen berichtet, Herman habe den Umgang der Nationalsozialisten mit Werten wie “Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt” als “das, was gut war” bezeichnet.
    Herman habe dem NDR ihre dazu in der “Bild am Sonntag” zitierte Aussage bestätigt, erklärte Herres. Sie habe darin erklärt, dass “Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft.”

    Hier der Bericht:
    http://www.n-tv.de/850236.html

    Um es klar zu sagen: Es geht mir nicht darum, dem braunen Gesindel das Wort zu reden. Mir stellt sich dabei vielmehr die Frage, was in Deutschland überhaupt noch gesagt werden darf, ohne daß man dabei in irgendeine radikale (in diesem Falle rechtsradikale) Ecke gedrängt wird.
    Darf man noch sagen, daß es damals überhaupt irgend etwas gegeben hat, was gut war?
    Neigen wir Deutschen dazu, das Kind mit dem Bade auszuschütten?

    Nicht, daß ich die Zeit zwischen .33 und .45 schönreden möchte, ganz gewiß nicht, aber ich denke, nach über 60 Jahren müßte es endlich einmal genug sein mit diesem Unsinn!
    Seit dem Einzug der ersten Referendare der 68er Generation in den Schuldienst ist es bei uns Sitte geworden, sich bei jedem Wort, was nur irgendwie an die Zeit des III. Reiches erinnern könnte, dreimal an die Brust zu klopfen und “mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa” zu murmeln.

    Nicht, daß ich das damals Geschehene (den Holocaust und weitere Kriegsverbrechen) verharmlosen möchte, aber sind wir wirklich eine Nation von Mördern?
    Mit dem Begriff der “Erbsünde” kann ich jedenfalls herzlich wenig anfangen. Ich sehe eher eine moralische Verpflichtung, damit sich solche Verbrechen nicht wiederholen und ich sehe diese Verpflichtung nicht als Deutscher, sondern als Mensch und Träger liberalen Gedankengutes.

    Dazu noch ein kleiner Denkanstoß: Wie groß ist die vermeintliche “Meinungsfreiheit” in Deutschland und wie stark ist unsere Medienlandschaft von jüdischen Einflüssen geprägt?
    Über die Macht dieser Medien muß sicher nicht großartig diskutiert werden, aber über andere Diskussionen zu diesem Thema würde ich mich freuen.
    Und zwar völlig unabhängigig zum “Fall Eva Herman.”

    Dazu gibt es seit dem 17.09. auch bei KUNST-WERK einen Thread, der den Titel “Deutschland, die Juden und die Nazis” trägt.
    Kuckstu: http://www.razyboard.com/system/morethread-deutschlanddiejudenunddienazis-kunst_werk-1345919-4806888-0.html

    Was unsere Gesetze angeht, so finde ich es ebenfalls für ausgemachten Blödsinn, das Rad immer wieder neu erfinden zu wollen, nur weil die vorhergehende Regierung andere Ansichten vertreten hatte.
    Es gibt in Deutschland noch genügend Gesetze, die stammen nicht aus der Zeit des Dritten Reiches, sondern noch aus der Kaiserzeit von 1871.
    Und? Was ist dabei? Gewisse Moralbegriffe, Regeln und deren Rechtsbrüche sind unabhängig von der jeweiligen, politischen Gesinnung.

    Kritische Grüße vom Mino.

  4. Minotaurus meint:

    Nachtrag:

    Und hier noch ein entsprechender Thread mit dem Titel “Nazialarm” beim Autorennetz:
    http://autorennetz.kostenlose-foren.org/nazialarm-t1380.html
    Auch der behandelt das Thema Eva Herman und den Umgang mit dieser Thematik.

    Vielseitige Grüße vom Mino

  5. JFK meint:

    Diese Regierung weiß einfach sich richtig in Szene zu setzen und damit die Bürger dieser Republik entscheidend zu beinflussen. Und da dieses Volk ja reichlich mit sich selbst beschäftigt ist und wird, nämlich den Bedürfnissen und Vorlagen unserer Politiker nach zu kommen damit die gut leben, können diese die Warheit von der Lüge nicht mehr unterscheiden. Frei nach dem Prinzip: Wenn du Sie nicht überzeugen kannst dann verwirr Sie. Nie war es einfacher ein ganzes Volk der Art zu beinflussen als heute und das ist der Punkt. Dies wird schamlos ausgenutzt und keiner will es zugeben. Dieses aussortieren aus einer Herde wie Sie es benennen hat schon vor geraumer Zeit durch die Bundesregierung “merklich” zugenommen……..eigentlich hat es nie aufgehört. Besten Gruß nach Bonn in die immer widerkehrende Skatrunde am Donnerstag.

  6. Minotaurus meint:

    @ JFK,
    ja, aber auch eine andere Regierung in Deutschland hatte es geschafft, sich ganz hervorragend in Szene zu setzen um die Bürger damit zu beeinflussen. Das ist bereits viele Jahre her.
    Der EHEMALIGE Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels würde vermutlich vor Neid erblassen, wenn er noch mitbekommen hätte, welche Fortschritte sein HEUTIGER Zögling “IM Zweirad” in Sachen Volksverdummung gemacht hat.
    Dabei verbindet diese beiden wesentlich mehr als nur eine körperliche Behinderung und der dringende Wunsch, einmal in ihrem Leben Kanzler zu werden.
    Es sind vielmehr geistige Gemeinsamkeiten, die sie mit ihrem dritten Zwillingsbruder - US-Senator Joseph McCarthy - teilen.
    In geschlossenen Anstalten wird diese Phobie allgemein als “Verfolgungswahn” bezeichnet und entsprechend behandelt. In der Politik hingegen dürfen solche Typen frei herumlaufen.

    Medi-zynische Grüße vom Mino

  7. mitdenker meint:

    @machopan
    Ich oute mich mal und gebe zu, dass ich zur Äußerung der Frau Hermann ähnliche Ansichten hatte wie die aufgebrachten Politiker, Programmdirektoren und andere. Nach lesen deines Artikels habe ich tatsächlich jetzt eine andere Sicht, obwohl ich mit dieser Frau und ihren Meinungen weiterhin nichts anzufangen weiß. Aber als OSSI hat man da erlebnisbedingt ein ganz anderes Verhältnis zur Rolle von Frauen, Kindern, Heim und Herd und all diesen (für mich) bundesrepublikanischen Ansichten des vorigen Jahrtausends. Da sind wahrscheinlich die Meinungen (älterer) OSSIS und WESSIS äonen Welten auseinander. Was für uns selbstverständlich war ist in dieser tumpen Rebbublik gleich eine Ungeheuerlichkeit (Frauen, Arbeit, Kinderkrippen und -plätze, Ganztagsschulen und dann noch Ethik statt Religion usw.) und soll an den Grundfesten dieses Staates rütteln. Man, sind das Sorgen…
    Aber zurück - mich hat dieser Artikel überzeugt - und auch nachdenklicher gemacht.

    @Minotaurus
    Dies ist kein Angriff, ich betone das! aber: in Kommentaren vor einigen Tagen las sich das noch ganz anders, von wegen “Mir stellt sich dabei vielmehr die Frage, was in Deutschland überhaupt noch gesagt werden darf, ohne daß man dabei in irgendeine (radikale) Ecke gedrängt wird.” Wie war das doch? “Auch die Verteilung von roten Ideologien könnte man damit wieder dorthin verlagern, wohin sie eigentlich gehören: In das Panoptikum der Geschichte.” Nun gut, ich habe noch nie etwas von roten Ideologien gehört (siehe unter anderem http://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie), es sei denn als Synonym. Aber das sei jetzt alles dahingestellt. Darum geht es (mir) jetzt auch nicht. Es geht mir viel mehr darum, vielleicht in diesem Ländle für eine Mehrheit einen gemeinsamen Nenner zu finden, um dieser “Titanik” Deutschland und deren Kapitänen schon mal den Eisberg Visionär zu zeigen, auf den Sie zusteuern. Und bekannterweise sind Rettungsboote immer knapp und kentern leicht. Dummerweise sind wir alle Passagiere…
    Ach, und weil ich nur mitdenke (also aus dem Wissen und Erfahrungen anderer lerne) und dann dieses gelernte einschließlich eigener Erfahrungen auf eine konkrete Situation anwende und eben nicht so gut bin und alles SELBST “erdenke”, deshalb nur ein kleiner Hinweis: Es wird nie einen dritten Zwillingsbruder geben, weil nach Adam Ries nach Eins und Zwei wohl die Drei kommt - hat man mir jedenfalls im vorigen Jahrtausend, also vor vielen, vielen Jahren erzählt. Und das habe ich zugegebener Weise auch nicht selbst erdacht…Ist das deshalb vielleicht falsch? Um Himmels Willen, was hat man da nur mit mir angestellt.
    So bin ich eben mit diesen großen und kleinen Schwächen…
    Beste Grüße vom “nur” Mitdenker an dieses kleine zänkische Bergvolk weit hinter dem Thüringer Wald als natürliche Grenze zwischen…ach, lassen wir das.
    Aber über den Satz: “Kommunismus pur funktioniert leider nicht, wie uns die Geschichte lehrt und VOLKSvermögen wird IMMER durch Andere erwirtschaftet..” könne wir noch einmal diskutieren. Weil - es funktioniert bzw. hat schon einmal funktioniert. Ist aber schon ein paar zehntausend Jahre her. Kann man sogar heute noch anschauen, vereinzelt: im Amazonas. Wobei es in der Tierwelt immer noch funktioniert, nur eben nicht beim angeblich mit Verstand ausgestatteten Menschen.
    In diesem Sinne.

  8. Machopan meint:

    @mitdenker
    Ich habe die Bücher von Frau Herman nicht gelesen, denn ihre Ansichten sind mir reichlich egal. Wer wie ich Kinder hat und diese durch Höhen und Tiefen bis in die Selbständigigkeit brachte, der weiß dass das Leben aus vielen Phasen besteht. Jede Familie reagiert auf diese Veränderungen und sucht den für sich besten Weg, wobei es durchaus vorteilhaft ist, wenn man mehrere Möglichkeiten hat. Eine Standardlösung für alle Lebenslagen gibt es nicht. Mir ist aber Flexibilität lieber als das sture Nachhecheln einer Doktrin, oder das Nachmachen von Konzepten ideologischer Vorturner.

    Nicht nur im Fall Herman stört es mich maßlos, wenn jemand seine Meinung äußert und sofort kommen diese oberlehrerhaften Besserwisser aus ihren Löchern geschossen und pochen auf die Einhaltung ihrer Regelwerke. Und genau diese Nulltoleranz und diesen missionarischen Eifer kann ich nicht ausstehen. Gleiches gilt für einige Zeitgenossen und “Sprecher” gewisser etnischer Minderheiten, die zu allem was passiert reflexartig den Schnabel aufreissen müssen um ihre Empörung zu äußern und Konsequenzen fordern.

    Wenn jemand meint, dass bei den Nazis nicht alles schlecht war, dann ist das seine Meinung und er wird seine Gründe dafür haben. Solange er nicht versucht mich davon zu überzeugen, dass seine Meinung die einzig richtige ist und ich seine Meinung annehmen soll, komme ich bestens mit ihm aus.
    Denn ich habe meine eigene Meinung und ändere diese erst wenn es mir passt und nicht wenn jemand meint, dass meine Meinung falsch ist oder nicht dem Zeitgeist entspricht.
    Deshalb kann von mir aus, die Frau Herman erzählen und schreiben was sie will.
    Ich mach (meist) was ich will und manchmal auch das, was die Beste aller Frauen will

  9. Minotaurus meint:

    @ Mitdenker,

    natürlich hast Du völlig recht, daß es keinen dritten Zwillingsbruder geben kann. Aber ich hatte gehofft, daß Du auch diese Metapher verstehen wirst, ebenso wie Du die mit den “roten Socken” und den “roten Ideologien” offensichtlich verstanden hast.

    Wir kennen uns nicht persönlich, sondern nur auf Grund geschriebener Worte und auch daraus kann man nicht zwangsläufig erkennen, ob jemand Ossi oder Wessi ist, bzw. war. Bestenfalls noch an der besseren Grammatik von (älteren) Ossis.
    Aber das spielt heute keine Rolle mehr. Auch wenn wir in verschiedenen Systemen aufgewachsen sind und somit zu vielen Dingen möglicherweise eine völlig andere Einstellung haben, so sollten wir - zumindest meiner Meinung nach - den Blick doch lieber gemeinsam nach vorne richten, statt uns in irgendwelchen, blödsinnigen Stellungskriegen und Ideologien zu verzetteln.
    Was gestern war, können wir ohnehin nicht mehr ändern, auch wenn wir sehr vieles aus unserer jeweiligen, aber auch gemeinsamen Geschichte für die Zukunft lernen können. Die Probleme der heutigen Zeit liegen woanders, wie die vergangenen Diskussionen hier zeigen.

    In erster (biologischer) Line bin ich Mensch mit liberaler Gesinnung, in zweiter (kultureller) Linie Europäer und heimatverbundener Bayer. Erst in dritter oder gar vierter (nationaler) Linie würde ich mich als Deutscher betrachten, aber das sollte jeder so halten wie er möchte.
    Und zwar ohne weitere Rechenexempel, was sein kann und was nicht.
    Vielleicht kommen wir DAMIT zu einem gemeinsamen Nenner?

    Ob der Kommunismus in der Tierwelt oder im Dschungel am Amazonas funktioniert, würde ich ebenso bezweifeln wie in grauer Vorzeit oder im “real existierenden Sozialismus” von Erich & Erich.
    Lediglich bei Menschen, die NICHT mit Verstand ausgestattet sind, scheint er problemlos zu funktionieren. Aber auch das sollte jeder so halten, wie er es gerne möchte. (N)Ostalgie kann ja auch sehr schön sein, nicht wahr?

    Im Übrigen ist ein Kommunist ebenso ein Mensch wie ein Nazi, ein Sozialist, ein Grüner oder ein Liberaler. Zumindest biologisch.
    Auch darüber sollten wir - in Bezug auf gemeinsame Nenner - ruhig einmal nachdenken.

    Viele Grüße von dem zänkischen, kleinen Bergvolk weit hinter dem Thüringer Wald.

  10. Machopan meint:

    Die Vergangenheit, aus der man eigentlich lernen sollte, vergoldet sich im Quadrat zu ihrer Entfernung. Die Zukunft ist meist rosig bis trübe, hat aber den Vorteil, dass man sie gestalten kann.
    Wenn man noch darf.
    Und genau darum geht es in widerlich vereinten BRddr.
    Die Ossis hatten sich ihre Zukunft sicher anders vorgestellt, nachdem sie ihre politischen Pappnasen mit “wir sind das Volk” und dem “Rübermachen” aus dem Sattel gekippt hatten.
    Und die Wessi haben den Stuß von den “blühenden Landschaften” im Osten und dass es uns allen besser gehen würde, gerne geglaubt.
    Dann haben wir geglaubt, dass die Massenarbeitslosigkeit halbiert wird nun glauben wir an den Aufschwung, damit es uns wieder besser geht.
    Und nun glauben wir, dass es sicher der inneren Sicherheit dienlich ist, wenn wir ein paar Flugzeuge abschießen und auf den Festplatten rumsuchen können.
    Entweder sind wir alle sehr gläubig oder schlicht und einfach unheimlich bescheuert.
    Die einzige Hoffnung ist, dass die Zahl der politischen Konvertiten, die an gar nichts mehr glauben, jeden Tag größer wird.
    Aber das haben die Jungs von der CDU auch schon bemerkt und werden sicher bald Abhilfe schaffen, auch wenn man dafür wieder irgendeinen Paragraphen im Grundgesetz umbiegen muss.

  11. mitdenker meint:

    @minotaurus
    “…gemeinsam den Blick nach vornrichten,…”
    Volle Zustimmung von meiner Seite. Ich provoziere hier tatsächlich auch nur mit dem Ziel, vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle tiefer, weiter, mehr über eine Sache nachzudenken und eigene Denkmuster (ja, auch meine Eigenen) vielleicht aufbrechen zu können. Demzufolge wird Ideologie bei mir auch im ursprünglichen Sinne verstanden. Ein Beispiel?
    Was heißt “…ein liberaler Mensch…” ? Echt nach Definition (lat. liber: frei, lat. liberalis: die Freiheit betreffend, freiheitlich)? Ich habe da so ein kleines Problem. Wenn man Menschen erkärt, was Syntax ist und was Semantik (Wortbedeutungslehre), kommt man auf ein unlösbares Problem: was ist Freiheit, wie unterschiedlich wird das Wort Gott interpretiert, was ist Recht usw. usf. Es gibt in der Semantik keine Gesetzmäßigkeiten, sie beruht eben nur auf einer Vereinbarung der Menschen, eben das ein Baum ein Baum ist und kein Strauch. Aber genau deshalb kommt es zwischen den Menschen zu Konflikten. Wie oft hat man schon etwas gesagt und der Gegenüber hat auf einmal so komisch reagiert, weil er es ganz anders interpretiert hat, als man es selbst meinte. Deshalb ist es eigentlich auch müßig, sich über Begriffe wie Kommunismus heiß zu reden (wie gesagt, was versteht der Einzelne darunter und wie interpretiert er es). Es ist auch vollkommen egal, wie wir Menschen Dinge benennen - es ist nur unsere ureigenste Erfindung.
    Worum es mir wirklich geht, ist mehr Humanität (http://de.wikipedia.org/wiki/Humanit%C3%A4t) in dieser Welt, in diesem Land, in dem ich lebe.
    Und Entschuldigung wegen dieses Metapher (kleines zänkisches Bergvolk und so). So sind wir “Saupreußen” manchmal.

  12. otti meint:

    Hitler-Vergleiche haben in der Regel die Tendenz, in die Hose bzw. in den Slip, Tanga oder String zu gehen, auch wenn man sich nur auf einzelne ‘Errungenschaften’ des damaligen Regimes bezieht. Die Glaubwürdigkeit und Relevanz von Eva Herman erschließt sich aus ihrem bisherigen Tun und dem nun von ihr verbreiteten (Un)sinn. Beides ist nicht in Übereinstimmung zu bringen.

    Das in der gesamten Welt einmalige Rechtsberatungsgesetz, auch eine Errungenschaft des Hitler-Regimes, das in veränderter Form noch heute gilt - zu wessen Nutzen wohl? - wird von der herrschenden Kaste dagegen nicht in Frage gestellt.

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Mutterkreuzzug

20. September 2007 05:45

Lieber Freund

Das, zwischenzeitlich zum bundesrepublikanischen Mengenproblem gewordene Peter-Prinzip in Politik und Wirtschaft, gesellt sich jetzt auch noch eine weitere Variante, bei der sich die Inkompetenz mit der Intoleranz zu einer gefährlichen Allianz gegen alles verbündet, das sich als störend für die eigene Gesinnung erweisen könnte.

Nun hat dieses Prinzip der allergischen Reaktion auf „nicht systemkonforme Meinungsäußerungen“ ein neues, diesmal prominentes, Opfer gefunden, denn, wie der SPIEGEL schreibt: „Was zuviel ist, ist zuviel“.

Weil sich die schriftstellerische Ambitionen der Fernsehmoderatorin Eva Herman und ihre öffentlichen Äußerungen zum Thema „Die Rolle von Familie, Müttern und Frauen in unserem Gesellschaft“ nicht (mehr) mit ihrer Tätigkeit als Fernsehmoderatorin für den Norddeutschen Rundfunk vereinbar sind, habe man sich mit sofortiger Wirkung von ihr getrennt“, erklärte Volker Herres, der Fernsehprogrammdirektor des NDR, „dies ist nach ihren Äußerungen anlässlich einer Buchpräsentation in der vergangenen Woche deutlich geworden.
Frau Herman habe dabei erklärt, dass “Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft“.

Und diese Äußerung hat jetzt den bundesrepublikanischen Meinungs- und Stimmungsmachern den Boden des übergelaufenen Fasses ins Gesicht geschlagen, denn was zuviel ist, ist zuviel.
Frau Herman steht es frei, ihren ‘Mutterkreuzzug’ fortzusetzen, aber mit der Rolle einer NDR-Fernsehmoderatorin ist dies nicht länger zu vereinbaren“, erklärte NDR-Programmdirektor Herres, „das Ergebnis spürt unsere Redaktion: Gäste sagen ihren Auftritt bei ‘Herman und Tietjen’ ab oder stehen von vornherein nicht zur Verfügung. Einer solchen Entwicklung könne man nicht tatenlos zusehen.

Dass aber in der von Frau Christiansen bei der ARD auf Tele-Tappi-Niveau moderierten politischen Talkshow als Gäste auch immer die gleichen Verdächtigen rumhingen, hat der Herr Programmdirektor vom NDR wohl gerade verdrängt.
Und solange sich noch Gesprächspartner für das „Gesabbel und Geseiere“ vom froschäugigen Moderator Friedman auf N24 finden lassen, das sich als Zuschauer ja auch nur in ähnlich alkoholisiertem Zustand ertragen lässt, kann die Lage für die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten ja noch nicht so existenzbedrohend sein.

Nun hat die Frau Herman sicher nicht ganz Unrecht, wenn sie darauf hinweist, dass die Nazis wirklich die „Familie“ gefördert haben, denn es war schließlich Teil ihrer Ideologie die Familie als Mittel zum Zweck und Keimzelle für ein „gesundes Volk“ zu verwenden um den Globus mit möglichst gleich großen, blonden und blauäugigen Menschen zu überschwemmen.
Die Kinderkrippen in der DDR waren übrigens auch besser als das was die Bundesrepublik Deutschland bisher auf diesem Sektor zustande gebracht hat, auch wenn es aus bundesrepublikanischer Einheitssicht nur dazu diente um den Werktätigen die Erfüllung des Plansolls abzuverlangen.

Am Rande erwähnenswert ist vielleicht auch noch die Tatsache, dass sich aus der so viel geschmähten und verdammten NAZI-Zeit, die auch nur zu erwähnen einer Gotteslästerung und Volksverhetzung gleichgesetzt wird, viel mehr Dinge in die bundesrepublikanische Gesellschaft herübergerettet haben, als sich die missionarischen Eiferer mit ihren Totschlagargumenten träumen lassen.
Nein, ich werde jetzt nicht die Autobahn anführen, deren bloße Erwähnung vermutlich als nächstes auf den Index der Selbstverwirklicher und Gutmenschenmacher unserer freiheitlich-demokratischen Republik gesetzt werden wird.
Ich werde auch keine Geschichtsklitterung oder gar Geschichtsverfälschung betreiben und vollen Ernstes behaupten, dass die NAZI’s 1933 den Muttertag zur Ehrung der „Gebärmutter“ und für die „Früchte ihres Leibes“ das Kindergeld erfunden haben.
Aber diesen eifrigen Zeitgenossen, denen die Zeit vor 1945 lediglich als „Geburtsstunde der 1000-jährigen Erblast“ dient, sollten auch mal einen Blick in die aktuelle deutsche Gesetzgebung riskieren. Zum Beispiel in die Eingangsformel für das „Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndG)“ auf den Webseiten des Bundesministeriums der Justiz. Dort heißt es, auch heute noch, wörtlich: „Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird“.
Und in §14 wird dieses Gesetz „mit Wirkung vom 1. Januar 1938 in Kraft“ gesetzt und daran hat sich seitdem nichts geändert.
Die Frage, ob auch die am 17. August 1938 vom Reichsminister des Innern und vom Reichminister der Justiz unterzeichnete „Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“ ebenfalls noch Rechtskraft besitzt, müssten eigentlich die bundesdeutschen Nachfolger im Amte, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries beantworten können. Natürlich nur, wenn ihnen dazu neben der Bespitzelung der Bürger und der Beschneidung der Bürgerrechte überhaupt noch Zeit verbleibt.

Sicher unstrittig und sogar bei Wikipedia nachlesbar, ist aber, dass die Parteileitung der NSDAP, ebenfalls im Jahre 1938 das „Mutterkreuz“, als Auszeichnung für kinderreiche „arische“ Mütter gestiftet hat: „Es (das Mutterkreuz) wurde in drei Stufen verliehen: Stufe 3 in Bronze ab 4 Kinder, Stufe 2 in Silber ab 6 Kinder und Stufe 1 in Gold ab 8 Kinder. Schon 1939 gab es für 3 Millionen Frauen diese Auszeichnung. Das Kreuz wurde an einem Band getragen und brachte für die Trägerin einige Vorteile im öffentlichen Leben mit sich. So musste ihr in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Sitzplatz angeboten werden. Auf Ämtern und Behörden wurde sie bevorzugt behandelt.

Ist die bloße Erwähnung dieser Tatsache etwa schlecht und zeigt den tiefbraunen Abgrund nationalsozialistischen Gedankenguts?
Ist nicht ein viel diskutiertes und staatsgefährdendes Problem unserer Gesellschaft, dass sich die meisten Frauen heute nicht mehr für die Medaillenränge qualifizieren (wollen) und sogar im staatlichen Interesse mit stattlichen Geldprämien zur Vermehrung animiert werden müssen.
Muss man die gesellschaftliche Bedeutung von Familien, Kindern und damit auch von Müttern immer wieder in die Hirne der „Feministinnen“ und „Frauenrechtlerinnen“ trommeln, damit auch von diesen verstanden werden kann, dass „Kinderlosigkeit“ kein Zeichen von „Selbstverwirklichung“ ist?
Solange das „Klonen“ noch nicht die „Entbindung“ ersetzt hat, wird sich das Problem der „Kinderlosen“ samt ihrer irrigen Lebensphilosophie der Selbstverwirklichung nach spätestens einer Generation selbst erledigt.

Ist es verboten, auf diese Tatsache hinzuweisen und die Würdigung einzufordern, die der Rolle der Mutter, der Kinder und der Familie zusteht und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung entspricht?
Ist es falsch dazu eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu äußern?
Sicher nicht!
Und eine demokratisch-freiheitliche Gesellschaftsordnung wird durch derartige Äußerungen sicher auch nicht in ihrer Existenz gefährdet.

Eher scheint Frau Herman mit ihren vergleichenden Rollenspielen einen empfindlichen Nerv der Mainstreamideologen getroffen zu haben. Denn nur so sind doch die heftigen Reaktionen zu erklären, die der „Mutterkreuzzug“ der Eva Herman in einigen Bevölkerungsbereichen ausgelöst hat.
Nun kann nun wirklich niemand guten Gewissens behaupten, dass es mit der Situation der Familie und Mutter und Kind in unserer Gesellschaft zum Besten bestellt ist.
Natürlich kann man die Fakten ignorieren und die Situation schönreden, wie das von den Verantwortlichen gerne getan wird um sich aus der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung zu stehlen.

Und durch ihre „Aussagen zur NAZI-Zeit“ (Orginalton Spiegel-Online) hat Frau Herman nun das Fass zum Überlaufen gebracht und wie es scheint „die Furien in Rage“ versetzt, wobei auffällt, dass die kinderlosen unter den Furien auf lautesten aufheulen.
Frauenpolitikerinnen begrüßen die Kündigung und geißeln Hermans Geschichtsklitterung“, schreibt der Spiegel weiter und zitiert ausgerechnet die selbsternannte Frauenrechtlerin und Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast mit den Worten „bei Eva Herman wünscht man sich selbst als Frauenrechtlerin, sie möge doch bitte heim an den Herd gehen.
Nun ist ja Frau Künast ja genau eine dieser ledigen und kinderlosen Familien- und Mutterschaftsexpertinnen, die sich so große Sorgen um die Rolle der Frau in einer modernen Industriegesellschaft machen.

Familiär ähnlich erfolgreich ist die Schriftstellerin und Moderatorin Thea Dorn, die von sich selbst sagt, sie „habe schlicht null mütterliche Gefühle und finde die Vorstellung mich an ein Wesen zu binden, das rationaler Ansprache mehrere Jahre nicht zugänglich ist, befremdlich“, was sie als Frau vom Fach jedoch nicht daran hindert, sich mit ihren Beiträgen „zu einer neuen, ideologiefreien Geschlechter- und Feminismusdebatte“ in die vermeintliche Bresche der Geschlechter zu werfen. Auch lässt ihr im Spiegel als Abgesang auf Eva Herman erschienenes Essay mit dem Titel „Zeit für Apfelkuchen“, im Stile einer geifernden „Steinigt-Sie-Ruferin“ deutliche Mangelerscheinungen an freiheitlich-demokratischen Denkens und Toleranz gegenüber anderen Meinungen erkennen.

Die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Elke Ferner, nahm den familienpolitischen Vergleich der Eva Herman postwendend zum Anlass, an das Schicksal jüdischer Familien und anderer Verfolgter während der NS-Zeit zu erinnern, denn „in dieser Zeit der verquasten Mütterideologie wurde den Frauen das passive Wahlrecht genommen und sie wurden aus den Universitäten getrieben“.
Dabei muss ihr allerdings entgangen sein, dass die von den Rot-Grünen und Schwarz-Roten betriebene Politik in ihren Auswirkungen auf Familien mit Kindern nun wirklich um kein Haar besser ist.

Die NDR-Rundfunkrätin Sara-Ruth Schumann, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Oldenburg, sagte, von einer “intelligenten Moderatorin erwarte ich, dass sie sauber formuliert. Für jüdische Mütter und Frauen, die mit jüdischen Männern verheiratet gewesen seien, habe das damals alles nicht gegolten.
Und von der Rundfunkrätin einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt darf man sicher erwarten, dass sie genau zuhört und auch klarstellt in welcher ihrer Funktionen sie sich zur Sache äußert. Möglichst bevor sie Dinge aus dem geschichtlichen Zusammenhang nimmt und „Geschichtsverfälschung“ betreibt, denn alle Frauen und Mütter, die mit „nichtarischen“ Männern verheiratet waren, haben unter dem damaligen System schwer gelitten.

Das Verwaltungsratsmitglied des NDR, Michael Fürst, zugleich Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hannover, sagte: „Wenn sie (Frau Herman) diesen verquasten Unsinn so gesagt hat, spricht das für ein sehr schlichtes Gemüt und ist historisch unverantwortlich.

Wie es einem solch „schlichten Gemüt“ aber mehr als 20 Jahre gelang, als Sprecherin der Tagesschau und beliebte Moderatorin ihre wahre politische Gesinnung vor dem Verwaltungsrat zu verbergen, wird wohl noch die Geschichtsschreiber kommender Generationen beschäftigen und die vorwurfsvolle Frage aufwerfen „Warum habt Ihr denn damals nicht bemerkt, dass ihr eine Mutterkreuznatter an eurem Busen hegt?

Sicher eine gute Frage, der wir uns aber nur stellen müssen, wenn die gebärfähigen Frauen der Nation zukünftig ihrer biologischen Aufgabe gemäß Herman nachkommen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. September 2007 um 05:45:29 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Kultur | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

12 Antworten zu “Mutterkreuzzug”

  1. JFK meint:

    Schade das man einer gewissen Gruppe unserer Mitbürger immer wieder in manchen Dingen nachhelfen muss…….es ist ja so bequem und einfach die Dinge zu vertuschen oder gar darüber hinweg zu sehen.
    Wieder einmal exakt dokumentiert, toll.
    Mich persönlich würde interessieren ob und wieviele unserer Politiker das Peter Prinzip eigentlich kennen. Auch würde mich die Reaktion auf diesen Bericht gewisser Personen interessieren…….Diese Regierung wie auch die vorherige ist Experte im verwischen von Spuren und ich hab einfach keine Lust mehr wie ein Indianer an der Nase herumgeführt zu werden damit ich einfach nicht den richtigen Weg finde….einen schönen Gruß nach Berlin!

  2. Machopan meint:

    Es sind immer die gleichen Totschlagargumente, die die Toleranz vor der Meinung des Anderen ersetzen. Wenn jemand behauptet, dass unter Adolf alls besser gewesen sei, dann kann ich mich doch als freier Bürger mit einer eigenen Meinung einfach umdrehen und sagen: “Arschloch”.
    Was soll dieser Schachsinnsparagraph der “Volksverhetzung” im Strafgesetzbuch? Ein Volk kann man doch nur verhetzen, wenn man es über eine längere Zeit bis zur Erschöpfung vor sich her und in die gewünschte Richtung treiben kann. Dazu braucht man doch viele Treiber und Jäger und natürlich ein dummes Wild, das es mit sich machen lässt.
    Oder hat es schon mal eine Hyäne gegeben, die sich vor eine Elefantenherde hinstellt und sagt: “ergebt euch, ihr seid umzingelt”?
    Dazu braucht man ein ganzes Rudel von Hyänen, eine friedlich grasende Herde und ein gezielt ausgelöste Stampede.
    Dazu muss man erst mal alle aufmerksamen Tiere aus der Herde absondern. Wie im vorliegenden Fall die Mutterkuh Herman.
    Hauptsache die Herde bleibt ruhig.

  3. Minotaurus meint:

    FDeutschland, die Juden und die Nazis.

    NDR-Moderatorin Eva Herman gefeuert.

    Am Wochenende hatten mehrere Zeitungen berichtet, Herman habe den Umgang der Nationalsozialisten mit Werten wie “Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt” als “das, was gut war” bezeichnet.
    Herman habe dem NDR ihre dazu in der “Bild am Sonntag” zitierte Aussage bestätigt, erklärte Herres. Sie habe darin erklärt, dass “Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft.”

    Hier der Bericht:
    http://www.n-tv.de/850236.html

    Um es klar zu sagen: Es geht mir nicht darum, dem braunen Gesindel das Wort zu reden. Mir stellt sich dabei vielmehr die Frage, was in Deutschland überhaupt noch gesagt werden darf, ohne daß man dabei in irgendeine radikale (in diesem Falle rechtsradikale) Ecke gedrängt wird.
    Darf man noch sagen, daß es damals überhaupt irgend etwas gegeben hat, was gut war?
    Neigen wir Deutschen dazu, das Kind mit dem Bade auszuschütten?

    Nicht, daß ich die Zeit zwischen .33 und .45 schönreden möchte, ganz gewiß nicht, aber ich denke, nach über 60 Jahren müßte es endlich einmal genug sein mit diesem Unsinn!
    Seit dem Einzug der ersten Referendare der 68er Generation in den Schuldienst ist es bei uns Sitte geworden, sich bei jedem Wort, was nur irgendwie an die Zeit des III. Reiches erinnern könnte, dreimal an die Brust zu klopfen und “mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa” zu murmeln.

    Nicht, daß ich das damals Geschehene (den Holocaust und weitere Kriegsverbrechen) verharmlosen möchte, aber sind wir wirklich eine Nation von Mördern?
    Mit dem Begriff der “Erbsünde” kann ich jedenfalls herzlich wenig anfangen. Ich sehe eher eine moralische Verpflichtung, damit sich solche Verbrechen nicht wiederholen und ich sehe diese Verpflichtung nicht als Deutscher, sondern als Mensch und Träger liberalen Gedankengutes.

    Dazu noch ein kleiner Denkanstoß: Wie groß ist die vermeintliche “Meinungsfreiheit” in Deutschland und wie stark ist unsere Medienlandschaft von jüdischen Einflüssen geprägt?
    Über die Macht dieser Medien muß sicher nicht großartig diskutiert werden, aber über andere Diskussionen zu diesem Thema würde ich mich freuen.
    Und zwar völlig unabhängigig zum “Fall Eva Herman.”

    Dazu gibt es seit dem 17.09. auch bei KUNST-WERK einen Thread, der den Titel “Deutschland, die Juden und die Nazis” trägt.
    Kuckstu: http://www.razyboard.com/system/morethread-deutschlanddiejudenunddienazis-kunst_werk-1345919-4806888-0.html

    Was unsere Gesetze angeht, so finde ich es ebenfalls für ausgemachten Blödsinn, das Rad immer wieder neu erfinden zu wollen, nur weil die vorhergehende Regierung andere Ansichten vertreten hatte.
    Es gibt in Deutschland noch genügend Gesetze, die stammen nicht aus der Zeit des Dritten Reiches, sondern noch aus der Kaiserzeit von 1871.
    Und? Was ist dabei? Gewisse Moralbegriffe, Regeln und deren Rechtsbrüche sind unabhängig von der jeweiligen, politischen Gesinnung.

    Kritische Grüße vom Mino.

  4. Minotaurus meint:

    Nachtrag:

    Und hier noch ein entsprechender Thread mit dem Titel “Nazialarm” beim Autorennetz:
    http://autorennetz.kostenlose-foren.org/nazialarm-t1380.html
    Auch der behandelt das Thema Eva Herman und den Umgang mit dieser Thematik.

    Vielseitige Grüße vom Mino

  5. JFK meint:

    Diese Regierung weiß einfach sich richtig in Szene zu setzen und damit die Bürger dieser Republik entscheidend zu beinflussen. Und da dieses Volk ja reichlich mit sich selbst beschäftigt ist und wird, nämlich den Bedürfnissen und Vorlagen unserer Politiker nach zu kommen damit die gut leben, können diese die Warheit von der Lüge nicht mehr unterscheiden. Frei nach dem Prinzip: Wenn du Sie nicht überzeugen kannst dann verwirr Sie. Nie war es einfacher ein ganzes Volk der Art zu beinflussen als heute und das ist der Punkt. Dies wird schamlos ausgenutzt und keiner will es zugeben. Dieses aussortieren aus einer Herde wie Sie es benennen hat schon vor geraumer Zeit durch die Bundesregierung “merklich” zugenommen……..eigentlich hat es nie aufgehört. Besten Gruß nach Bonn in die immer widerkehrende Skatrunde am Donnerstag.

  6. Minotaurus meint:

    @ JFK,
    ja, aber auch eine andere Regierung in Deutschland hatte es geschafft, sich ganz hervorragend in Szene zu setzen um die Bürger damit zu beeinflussen. Das ist bereits viele Jahre her.
    Der EHEMALIGE Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels würde vermutlich vor Neid erblassen, wenn er noch mitbekommen hätte, welche Fortschritte sein HEUTIGER Zögling “IM Zweirad” in Sachen Volksverdummung gemacht hat.
    Dabei verbindet diese beiden wesentlich mehr als nur eine körperliche Behinderung und der dringende Wunsch, einmal in ihrem Leben Kanzler zu werden.
    Es sind vielmehr geistige Gemeinsamkeiten, die sie mit ihrem dritten Zwillingsbruder - US-Senator Joseph McCarthy - teilen.
    In geschlossenen Anstalten wird diese Phobie allgemein als “Verfolgungswahn” bezeichnet und entsprechend behandelt. In der Politik hingegen dürfen solche Typen frei herumlaufen.

    Medi-zynische Grüße vom Mino

  7. mitdenker meint:

    @machopan
    Ich oute mich mal und gebe zu, dass ich zur Äußerung der Frau Hermann ähnliche Ansichten hatte wie die aufgebrachten Politiker, Programmdirektoren und andere. Nach lesen deines Artikels habe ich tatsächlich jetzt eine andere Sicht, obwohl ich mit dieser Frau und ihren Meinungen weiterhin nichts anzufangen weiß. Aber als OSSI hat man da erlebnisbedingt ein ganz anderes Verhältnis zur Rolle von Frauen, Kindern, Heim und Herd und all diesen (für mich) bundesrepublikanischen Ansichten des vorigen Jahrtausends. Da sind wahrscheinlich die Meinungen (älterer) OSSIS und WESSIS äonen Welten auseinander. Was für uns selbstverständlich war ist in dieser tumpen Rebbublik gleich eine Ungeheuerlichkeit (Frauen, Arbeit, Kinderkrippen und -plätze, Ganztagsschulen und dann noch Ethik statt Religion usw.) und soll an den Grundfesten dieses Staates rütteln. Man, sind das Sorgen…
    Aber zurück - mich hat dieser Artikel überzeugt - und auch nachdenklicher gemacht.

    @Minotaurus
    Dies ist kein Angriff, ich betone das! aber: in Kommentaren vor einigen Tagen las sich das noch ganz anders, von wegen “Mir stellt sich dabei vielmehr die Frage, was in Deutschland überhaupt noch gesagt werden darf, ohne daß man dabei in irgendeine (radikale) Ecke gedrängt wird.” Wie war das doch? “Auch die Verteilung von roten Ideologien könnte man damit wieder dorthin verlagern, wohin sie eigentlich gehören: In das Panoptikum der Geschichte.” Nun gut, ich habe noch nie etwas von roten Ideologien gehört (siehe unter anderem http://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie), es sei denn als Synonym. Aber das sei jetzt alles dahingestellt. Darum geht es (mir) jetzt auch nicht. Es geht mir viel mehr darum, vielleicht in diesem Ländle für eine Mehrheit einen gemeinsamen Nenner zu finden, um dieser “Titanik” Deutschland und deren Kapitänen schon mal den Eisberg Visionär zu zeigen, auf den Sie zusteuern. Und bekannterweise sind Rettungsboote immer knapp und kentern leicht. Dummerweise sind wir alle Passagiere…
    Ach, und weil ich nur mitdenke (also aus dem Wissen und Erfahrungen anderer lerne) und dann dieses gelernte einschließlich eigener Erfahrungen auf eine konkrete Situation anwende und eben nicht so gut bin und alles SELBST “erdenke”, deshalb nur ein kleiner Hinweis: Es wird nie einen dritten Zwillingsbruder geben, weil nach Adam Ries nach Eins und Zwei wohl die Drei kommt - hat man mir jedenfalls im vorigen Jahrtausend, also vor vielen, vielen Jahren erzählt. Und das habe ich zugegebener Weise auch nicht selbst erdacht…Ist das deshalb vielleicht falsch? Um Himmels Willen, was hat man da nur mit mir angestellt.
    So bin ich eben mit diesen großen und kleinen Schwächen…
    Beste Grüße vom “nur” Mitdenker an dieses kleine zänkische Bergvolk weit hinter dem Thüringer Wald als natürliche Grenze zwischen…ach, lassen wir das.
    Aber über den Satz: “Kommunismus pur funktioniert leider nicht, wie uns die Geschichte lehrt und VOLKSvermögen wird IMMER durch Andere erwirtschaftet..” könne wir noch einmal diskutieren. Weil - es funktioniert bzw. hat schon einmal funktioniert. Ist aber schon ein paar zehntausend Jahre her. Kann man sogar heute noch anschauen, vereinzelt: im Amazonas. Wobei es in der Tierwelt immer noch funktioniert, nur eben nicht beim angeblich mit Verstand ausgestatteten Menschen.
    In diesem Sinne.

  8. Machopan meint:

    @mitdenker
    Ich habe die Bücher von Frau Herman nicht gelesen, denn ihre Ansichten sind mir reichlich egal. Wer wie ich Kinder hat und diese durch Höhen und Tiefen bis in die Selbständigigkeit brachte, der weiß dass das Leben aus vielen Phasen besteht. Jede Familie reagiert auf diese Veränderungen und sucht den für sich besten Weg, wobei es durchaus vorteilhaft ist, wenn man mehrere Möglichkeiten hat. Eine Standardlösung für alle Lebenslagen gibt es nicht. Mir ist aber Flexibilität lieber als das sture Nachhecheln einer Doktrin, oder das Nachmachen von Konzepten ideologischer Vorturner.

    Nicht nur im Fall Herman stört es mich maßlos, wenn jemand seine Meinung äußert und sofort kommen diese oberlehrerhaften Besserwisser aus ihren Löchern geschossen und pochen auf die Einhaltung ihrer Regelwerke. Und genau diese Nulltoleranz und diesen missionarischen Eifer kann ich nicht ausstehen. Gleiches gilt für einige Zeitgenossen und “Sprecher” gewisser etnischer Minderheiten, die zu allem was passiert reflexartig den Schnabel aufreissen müssen um ihre Empörung zu äußern und Konsequenzen fordern.

    Wenn jemand meint, dass bei den Nazis nicht alles schlecht war, dann ist das seine Meinung und er wird seine Gründe dafür haben. Solange er nicht versucht mich davon zu überzeugen, dass seine Meinung die einzig richtige ist und ich seine Meinung annehmen soll, komme ich bestens mit ihm aus.
    Denn ich habe meine eigene Meinung und ändere diese erst wenn es mir passt und nicht wenn jemand meint, dass meine Meinung falsch ist oder nicht dem Zeitgeist entspricht.
    Deshalb kann von mir aus, die Frau Herman erzählen und schreiben was sie will.
    Ich mach (meist) was ich will und manchmal auch das, was die Beste aller Frauen will

  9. Minotaurus meint:

    @ Mitdenker,

    natürlich hast Du völlig recht, daß es keinen dritten Zwillingsbruder geben kann. Aber ich hatte gehofft, daß Du auch diese Metapher verstehen wirst, ebenso wie Du die mit den “roten Socken” und den “roten Ideologien” offensichtlich verstanden hast.

    Wir kennen uns nicht persönlich, sondern nur auf Grund geschriebener Worte und auch daraus kann man nicht zwangsläufig erkennen, ob jemand Ossi oder Wessi ist, bzw. war. Bestenfalls noch an der besseren Grammatik von (älteren) Ossis.
    Aber das spielt heute keine Rolle mehr. Auch wenn wir in verschiedenen Systemen aufgewachsen sind und somit zu vielen Dingen möglicherweise eine völlig andere Einstellung haben, so sollten wir - zumindest meiner Meinung nach - den Blick doch lieber gemeinsam nach vorne richten, statt uns in irgendwelchen, blödsinnigen Stellungskriegen und Ideologien zu verzetteln.
    Was gestern war, können wir ohnehin nicht mehr ändern, auch wenn wir sehr vieles aus unserer jeweiligen, aber auch gemeinsamen Geschichte für die Zukunft lernen können. Die Probleme der heutigen Zeit liegen woanders, wie die vergangenen Diskussionen hier zeigen.

    In erster (biologischer) Line bin ich Mensch mit liberaler Gesinnung, in zweiter (kultureller) Linie Europäer und heimatverbundener Bayer. Erst in dritter oder gar vierter (nationaler) Linie würde ich mich als Deutscher betrachten, aber das sollte jeder so halten wie er möchte.
    Und zwar ohne weitere Rechenexempel, was sein kann und was nicht.
    Vielleicht kommen wir DAMIT zu einem gemeinsamen Nenner?

    Ob der Kommunismus in der Tierwelt oder im Dschungel am Amazonas funktioniert, würde ich ebenso bezweifeln wie in grauer Vorzeit oder im “real existierenden Sozialismus” von Erich & Erich.
    Lediglich bei Menschen, die NICHT mit Verstand ausgestattet sind, scheint er problemlos zu funktionieren. Aber auch das sollte jeder so halten, wie er es gerne möchte. (N)Ostalgie kann ja auch sehr schön sein, nicht wahr?

    Im Übrigen ist ein Kommunist ebenso ein Mensch wie ein Nazi, ein Sozialist, ein Grüner oder ein Liberaler. Zumindest biologisch.
    Auch darüber sollten wir - in Bezug auf gemeinsame Nenner - ruhig einmal nachdenken.

    Viele Grüße von dem zänkischen, kleinen Bergvolk weit hinter dem Thüringer Wald.

  10. Machopan meint:

    Die Vergangenheit, aus der man eigentlich lernen sollte, vergoldet sich im Quadrat zu ihrer Entfernung. Die Zukunft ist meist rosig bis trübe, hat aber den Vorteil, dass man sie gestalten kann.
    Wenn man noch darf.
    Und genau darum geht es in widerlich vereinten BRddr.
    Die Ossis hatten sich ihre Zukunft sicher anders vorgestellt, nachdem sie ihre politischen Pappnasen mit “wir sind das Volk” und dem “Rübermachen” aus dem Sattel gekippt hatten.
    Und die Wessi haben den Stuß von den “blühenden Landschaften” im Osten und dass es uns allen besser gehen würde, gerne geglaubt.
    Dann haben wir geglaubt, dass die Massenarbeitslosigkeit halbiert wird nun glauben wir an den Aufschwung, damit es uns wieder besser geht.
    Und nun glauben wir, dass es sicher der inneren Sicherheit dienlich ist, wenn wir ein paar Flugzeuge abschießen und auf den Festplatten rumsuchen können.
    Entweder sind wir alle sehr gläubig oder schlicht und einfach unheimlich bescheuert.
    Die einzige Hoffnung ist, dass die Zahl der politischen Konvertiten, die an gar nichts mehr glauben, jeden Tag größer wird.
    Aber das haben die Jungs von der CDU auch schon bemerkt und werden sicher bald Abhilfe schaffen, auch wenn man dafür wieder irgendeinen Paragraphen im Grundgesetz umbiegen muss.

  11. mitdenker meint:

    @minotaurus
    “…gemeinsam den Blick nach vornrichten,…”
    Volle Zustimmung von meiner Seite. Ich provoziere hier tatsächlich auch nur mit dem Ziel, vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle tiefer, weiter, mehr über eine Sache nachzudenken und eigene Denkmuster (ja, auch meine Eigenen) vielleicht aufbrechen zu können. Demzufolge wird Ideologie bei mir auch im ursprünglichen Sinne verstanden. Ein Beispiel?
    Was heißt “…ein liberaler Mensch…” ? Echt nach Definition (lat. liber: frei, lat. liberalis: die Freiheit betreffend, freiheitlich)? Ich habe da so ein kleines Problem. Wenn man Menschen erkärt, was Syntax ist und was Semantik (Wortbedeutungslehre), kommt man auf ein unlösbares Problem: was ist Freiheit, wie unterschiedlich wird das Wort Gott interpretiert, was ist Recht usw. usf. Es gibt in der Semantik keine Gesetzmäßigkeiten, sie beruht eben nur auf einer Vereinbarung der Menschen, eben das ein Baum ein Baum ist und kein Strauch. Aber genau deshalb kommt es zwischen den Menschen zu Konflikten. Wie oft hat man schon etwas gesagt und der Gegenüber hat auf einmal so komisch reagiert, weil er es ganz anders interpretiert hat, als man es selbst meinte. Deshalb ist es eigentlich auch müßig, sich über Begriffe wie Kommunismus heiß zu reden (wie gesagt, was versteht der Einzelne darunter und wie interpretiert er es). Es ist auch vollkommen egal, wie wir Menschen Dinge benennen - es ist nur unsere ureigenste Erfindung.
    Worum es mir wirklich geht, ist mehr Humanität (http://de.wikipedia.org/wiki/Humanit%C3%A4t) in dieser Welt, in diesem Land, in dem ich lebe.
    Und Entschuldigung wegen dieses Metapher (kleines zänkisches Bergvolk und so). So sind wir “Saupreußen” manchmal.

  12. otti meint:

    Hitler-Vergleiche haben in der Regel die Tendenz, in die Hose bzw. in den Slip, Tanga oder String zu gehen, auch wenn man sich nur auf einzelne ‘Errungenschaften’ des damaligen Regimes bezieht. Die Glaubwürdigkeit und Relevanz von Eva Herman erschließt sich aus ihrem bisherigen Tun und dem nun von ihr verbreiteten (Un)sinn. Beides ist nicht in Übereinstimmung zu bringen.

    Das in der gesamten Welt einmalige Rechtsberatungsgesetz, auch eine Errungenschaft des Hitler-Regimes, das in veränderter Form noch heute gilt - zu wessen Nutzen wohl? - wird von der herrschenden Kaste dagegen nicht in Frage gestellt.

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