Kreuzwege

8. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Irgendwann im Leben kommt jeder Mensch mal an eine Stelle, wo er sich entscheiden muss.
Mit wichtigen Entscheidungen quält man sich manchmal Tage, Wochen, Monate und Jahre. Andere Entscheidungen trifft man aus der Situation, aus dem Bauch oder einer Laune heraus, instinktiv, spontan und auch unbewusst.
Im täglichen Leben ist das laufend so.
Zum Beispiel trifft man vor jeder Verkehrsampel die gerade auf „Gelb“ wechselt in Sekundenbruchteilen eine möglicherweise folgenschwere Entscheidung.
War es die falsche Entscheidung, dann wird man dafür bestraft und hat die Folgen zu tragen.
Im Falle der „hellgelben“ Verkehrsampel kann das eine Geldstrafe sein, die Eintragung in ein Punkteregister, der Entzug der Fahrerlaubnis, die finanzielle Wiedergutmachung des Schadens oder, in besonders schweren Fällen, auch der Freiheitsentzug.

Diese Regelwerke gelten als allgemein und von Kindesbeinen an bekannt und betreffen jeden Verkehrsteilnehmer, egal ob er zu Fuß oder mit irgendeinem Vehikel auf den Straßen unterwegs ist.

Über den Vorschlag zur Unfallprävention ein zentrales Register aller Verkehrsteilnehmer einzuführen, um mögliche Verkehrssünder bereits vor dem Überfahren einer roten Ampel erkennen und aus dem Verkehr ziehen zu können, würde man, nicht nur angesichts des gigantischen Gefährdungspotentials, in schallendes Gelächter ausbrechen.

So gar nicht zum Lachen, sind jedoch die Vorschläge des Unionsfraktionsvize Bosbach, der zur Gefahrenabwehr den Aufbau eines Zentralregisters fordert, da es bei den „Gefährdern“ der Sicherheit immer weniger klare Täterprofile gebe.
Nun wird man den Herrn Bosbach nicht unbedingt als „Verkehrsexperten“ bezeichnen können, auch wenn aus seinen Äußerungen entnommen werden kann, das wohl jeder Teilnehmer am Verkehr das Gefährdungspotential zum Überfahren einer roten Ampel in sich trägt. Da es außerdem genügend Regelwerke gibt, die sich nach der erfolgreichen Überfahrt automatisch in Bewegung setzen, kann man durchaus die Meinung vertreten, dass die präventive Erfassung von möglichen Rotlichtsündern wenig zur Erhöhung der Sicherheit auf bundesdeutschen Kreuzungen beitragen wird.

Doch Herr Bosbach hat sich in der Sendung „Münchner Runde“, ausgestrahlt vom Bayerischen Rundfunk nicht zur Sicherheit im und beim Verkehr geäußert, sondern zur „inneren Sicherheit unseres Gemein- und Gesellschaftswesen’s “.
Das muss man sich als Zuhörer verinnerlichen um den folgenden Worten Bosbach’s die notwendige Würdigung zukommen zu lassen, denn Bosbach forderte, dass „alle, die den Islam als neue Religion annehmen, in einem Register geführt werden. Das ist kein Generalverdacht, sondern Gefahrenabwehr. Denn wir wissen, dass sich einige nach dem Übertritt radikalisieren lassen.
Bosbach fuhr fort, dass „er wisse, dass seine Meinung nicht überall auf Gegenliebe stoße“, aber so Bosbach weiter, „ ich bin nicht bereit, aus lauter politischer Korrektheit die Augen vor der Realität zu verschließen.

Das muss der Herr Bosbach auch nicht, schließlich haben wir schon genügend blind durch die Republik irrende Politiker. Aber als ersten Schritt zur Besserung würde es sicher vollkommen genügen, wenn er sich dazu entscheiden könnte, einfach mal das Brett vor dem Kopf zu entfernen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. Oktober 2007 um 05:45:02 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

Eine Antwort zu “Kreuzwege”

  1. Minotaurus meint:

    Was hast Du denn? Hier befindet sich der Herr Bosbach doch in bestem Konsens mit einem durchgedrehten Innenminister, der nicht nur die Konvertiten, sondern gleich ein ganzes Volk unter Generalverdacht stellen möchte.

    Kuckstu hier:
    http://www.razyboard.com/system/morethread-stopptschaeubleunddievorratsdatenspeicherung-kunst_werk-1345919-4836176-0.html

    Solche Spinner hat es immer gegeben, das Eigenartige daran ist nur, daß es anscheinend niemanden mehr zu interessieren scheint.
    Ganz nach dem Motto: “Was kümmert es mich? Mich betrifft es ja nicht.”
    Es mutet schon fast wie eine Satire an, daß trotzdem eine Umfrage des Politbarometer vom 14. September 2007 ergab, daß (angeblich) 65 Prozent der Bundesbürger die Online-Durchsuchung für richtig halten.
    Wie bitte???
    Wenn diese Meldung nicht getürkt ist, dann sind die Deutschen noch viel blöder als ich dachte. Ich würde nur zu gerne wissen, welcher ausgewählte Personenkreis dazu “befragt” wurde.

    So, das war wieder ein wenig “liberaldemokratisches Herzblut” und “politischer Stammtisch-Schwachsinn.”
    Gerne darf darüber gelacht werden. Es fragt sich nur, wie lange noch.

    Ja, wir sind vielleicht ein träges Volk. Aber später ist immer noch Zeit genug, die Hände in den Schoß zu legen und lautstark zu lamentieren, wieso sich die Demokratie nicht selbst erwehren konnte. Oder warum andere Bürger nichts dagegen getan haben.
    Auch dieser Vorgang ist aus der Deutschen Geschichte bestens bekannt, ich wünsche viel Spaß dabei.
    Allen anderen Bürgern würde ich raten, sich an der Verfassungsbeschwerde (siehe Link) zu beteiligen und die Augen offenzuhalten.

    Historische Grüße vom Mino.

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Kreuzwege

8. Oktober 2007 05:45

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Irgendwann im Leben kommt jeder Mensch mal an eine Stelle, wo er sich entscheiden muss.
Mit wichtigen Entscheidungen quält man sich manchmal Tage, Wochen, Monate und Jahre. Andere Entscheidungen trifft man aus der Situation, aus dem Bauch oder einer Laune heraus, instinktiv, spontan und auch unbewusst.
Im täglichen Leben ist das laufend so.
Zum Beispiel trifft man vor jeder Verkehrsampel die gerade auf „Gelb“ wechselt in Sekundenbruchteilen eine möglicherweise folgenschwere Entscheidung.
War es die falsche Entscheidung, dann wird man dafür bestraft und hat die Folgen zu tragen.
Im Falle der „hellgelben“ Verkehrsampel kann das eine Geldstrafe sein, die Eintragung in ein Punkteregister, der Entzug der Fahrerlaubnis, die finanzielle Wiedergutmachung des Schadens oder, in besonders schweren Fällen, auch der Freiheitsentzug.

Diese Regelwerke gelten als allgemein und von Kindesbeinen an bekannt und betreffen jeden Verkehrsteilnehmer, egal ob er zu Fuß oder mit irgendeinem Vehikel auf den Straßen unterwegs ist.

Über den Vorschlag zur Unfallprävention ein zentrales Register aller Verkehrsteilnehmer einzuführen, um mögliche Verkehrssünder bereits vor dem Überfahren einer roten Ampel erkennen und aus dem Verkehr ziehen zu können, würde man, nicht nur angesichts des gigantischen Gefährdungspotentials, in schallendes Gelächter ausbrechen.

So gar nicht zum Lachen, sind jedoch die Vorschläge des Unionsfraktionsvize Bosbach, der zur Gefahrenabwehr den Aufbau eines Zentralregisters fordert, da es bei den „Gefährdern“ der Sicherheit immer weniger klare Täterprofile gebe.
Nun wird man den Herrn Bosbach nicht unbedingt als „Verkehrsexperten“ bezeichnen können, auch wenn aus seinen Äußerungen entnommen werden kann, das wohl jeder Teilnehmer am Verkehr das Gefährdungspotential zum Überfahren einer roten Ampel in sich trägt. Da es außerdem genügend Regelwerke gibt, die sich nach der erfolgreichen Überfahrt automatisch in Bewegung setzen, kann man durchaus die Meinung vertreten, dass die präventive Erfassung von möglichen Rotlichtsündern wenig zur Erhöhung der Sicherheit auf bundesdeutschen Kreuzungen beitragen wird.

Doch Herr Bosbach hat sich in der Sendung „Münchner Runde“, ausgestrahlt vom Bayerischen Rundfunk nicht zur Sicherheit im und beim Verkehr geäußert, sondern zur „inneren Sicherheit unseres Gemein- und Gesellschaftswesen’s “.
Das muss man sich als Zuhörer verinnerlichen um den folgenden Worten Bosbach’s die notwendige Würdigung zukommen zu lassen, denn Bosbach forderte, dass „alle, die den Islam als neue Religion annehmen, in einem Register geführt werden. Das ist kein Generalverdacht, sondern Gefahrenabwehr. Denn wir wissen, dass sich einige nach dem Übertritt radikalisieren lassen.
Bosbach fuhr fort, dass „er wisse, dass seine Meinung nicht überall auf Gegenliebe stoße“, aber so Bosbach weiter, „ ich bin nicht bereit, aus lauter politischer Korrektheit die Augen vor der Realität zu verschließen.

Das muss der Herr Bosbach auch nicht, schließlich haben wir schon genügend blind durch die Republik irrende Politiker. Aber als ersten Schritt zur Besserung würde es sicher vollkommen genügen, wenn er sich dazu entscheiden könnte, einfach mal das Brett vor dem Kopf zu entfernen.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. Oktober 2007 um 05:45:02 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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  1. Minotaurus meint:

    Was hast Du denn? Hier befindet sich der Herr Bosbach doch in bestem Konsens mit einem durchgedrehten Innenminister, der nicht nur die Konvertiten, sondern gleich ein ganzes Volk unter Generalverdacht stellen möchte.

    Kuckstu hier:
    http://www.razyboard.com/system/morethread-stopptschaeubleunddievorratsdatenspeicherung-kunst_werk-1345919-4836176-0.html

    Solche Spinner hat es immer gegeben, das Eigenartige daran ist nur, daß es anscheinend niemanden mehr zu interessieren scheint.
    Ganz nach dem Motto: “Was kümmert es mich? Mich betrifft es ja nicht.”
    Es mutet schon fast wie eine Satire an, daß trotzdem eine Umfrage des Politbarometer vom 14. September 2007 ergab, daß (angeblich) 65 Prozent der Bundesbürger die Online-Durchsuchung für richtig halten.
    Wie bitte???
    Wenn diese Meldung nicht getürkt ist, dann sind die Deutschen noch viel blöder als ich dachte. Ich würde nur zu gerne wissen, welcher ausgewählte Personenkreis dazu “befragt” wurde.

    So, das war wieder ein wenig “liberaldemokratisches Herzblut” und “politischer Stammtisch-Schwachsinn.”
    Gerne darf darüber gelacht werden. Es fragt sich nur, wie lange noch.

    Ja, wir sind vielleicht ein träges Volk. Aber später ist immer noch Zeit genug, die Hände in den Schoß zu legen und lautstark zu lamentieren, wieso sich die Demokratie nicht selbst erwehren konnte. Oder warum andere Bürger nichts dagegen getan haben.
    Auch dieser Vorgang ist aus der Deutschen Geschichte bestens bekannt, ich wünsche viel Spaß dabei.
    Allen anderen Bürgern würde ich raten, sich an der Verfassungsbeschwerde (siehe Link) zu beteiligen und die Augen offenzuhalten.

    Historische Grüße vom Mino.

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