Übergesetzlicher Notstand

9. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Sie müssen sich den derzeit so viel gepriesenen „übergesetzlichen Notstand“ ungefähr so vorstellen wie den „übernatürlichen Harndrang“, denn in beiden Fällen besteht dringender Handlungsbedarf zur Vermeidung einer Katastrophe.
Bundesminister Jung verteidigt ja noch seinen „Notstand“, der unter Gewohnheitstrinkern und Quartalsäufern auch als „Wasserlatte“ bestens bekannt ist und von Angehörigen des anderen Geschlechts häufig und fälschlicherweise als Zeichen besonderer männlicher Potenz interpretiert wird.

In einen solchen Zustand der „visuellen Erregung“ kann man(n) sich auf zwei verschiedene Arten bringen. Entweder man(n) säuft zuviel oder man(n) pinkelt zu wenig. In beiden Fällen führt dies zu einer Dehnung der Nieren, der Harnblase und der Harnleiter. In extremen Situationen kann es auch zur Übersäuerung des Gehirns und oraler Urinabsonderung kommen.
Lachen Sie jetzt nicht!
Wenn Sie sich im Süden Deutschland aufhalten, haben Sie sicher schon die Bemerkung „was redet denn der für einen Seich“ gehört, wobei das Wort „Seich“ auch den auf Hochdeutsch abgesonderten Urin mit einschließt.

Mediziner wissen, dass dieser durch Harnstau verursachte Zustand von „Tremens urinae “ extremst gefährlich ist und den Betroffenen meist den Verstand kostet.
Motorisch erkennbar ist der beginnende „Tremens Urinae“ an kleiner werdenden Schritten der betroffenen Person. Danach folgen kreisförmige Trippelschritte, die sich meist um einen bestimmten Ort drehen, wobei eine verstärkte Tendenz zur X-Beinigkeit festzustellen ist. In Abhängigkeit von der Stärke des harnleiterseitigen Schließmuskels, kommt es bereits in diesem Stadium meist zu einem ersten, noch willkürlichen, Abtröpfeln oder aber abrupten Drehbewegungen des Betroffenen, die akustisch von tiefem Stöhnen und heftigem Schnaufen, ähnlich der vorgeburtlichen Presswehen im Kreißsaal, begleitet werden.

Nun ist aus der Presse ja zu erfahren, dass unser Bundesinnenverteidigungsminister Jung mit neuen Methoden zur Landesverteidigung schon länger schwanger ging, aber so recht konnte er eigentlich niemand verklickern und es konnte sich auch keiner vorstellen, was er da ausbrütete.
Jetzt kann vermutet werden, dass es sich gar nie nicht um eine Sache mit Hand und Fuß gehandelt hat, sondern dass der gute Mann die ganze Zeit über einfach nur zuviel gesoffen hat.
Und dann hat er sich in einem Interview dazu hinreißen lassen, die durch mangelndes Urinieren zwangsläufig entstandene Wasserlatte als Ausdruck besonderer Männlichkeit und Tatkraft darzustellen.
In einem ähnlich „erregten“ Zustand hatte einst Ernst August Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg (es handelt sich um ein und dieselbe Person) im Jahr 2000 auf der Weltausstellung in Hannover seinen Seich am türkischen Pavillon „abgeschlagen“ … und gut war. Wenn dann die BILD-Zeitung und die „Pinkelprinz“-Kampagne nicht gewesen wären.
Heutzutage wäre der zwischenzeitlich wegen schwerer Körperverletzung vorbestrafte Prinz sicher wegen Verunglimpfung des Propheten und aller Muslime mit einer Fatwa belegt worden.

Ganz anders liegt der Fall des Bundesinnenverteidigungsministers, denn der fand es eben „männlich“ der Presse zu verklickern, dass er im, wie er es nannte „übergesetzlichen Notstand“, auch die Eier hätte ein Flugzeug abzuschießen, wobei jeder Mann weiß, dass das selbst mit dem stärksten Harnstrahl nicht möglich ist.

Notstand

Tja und jetzt hüpft und trippelt der Herr Minister im oben beschrieben Zustand des „Tremens Urinae“ von einem Bein auf das andere und sucht nach einer Gesetzeslücke, in die er sich mitsamt seiner Blase entleeren kann.
Übrigens leiden auch Rollstuhlfahrer, neben ihrer Lähmung, ebenso oft unter dem Ausfall wichtiger Körperorgane, was selbst in leichten Fällen zu völlig unkontrolliertem Stuhl- und Urinabgang führen kann.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 9. Oktober 2007 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

5 Antworten zu “Übergesetzlicher Notstand”

  1. JFK meint:

    Also dieser Bericht gefällt mir wieder äußerst gut! Besonders der letzte Absatz mit dem Vergleich eines uns bekannten Rollstuhlfahrers. Für die beiden gilt das alte Sprichwort”beide in einen Sack und Knüppel auf den Sack”. Wobei die Bezeichnung Sack den beiden alten Säcken wirklich nahe kommt. Besonders dem Herrn Jung sei ans Herz gelegt”Schuster bleib bei deinen Leisten”. Wer nix ist und nix kann geht zu Post oder Bundesbahn……oh Verzeihung, in Zeiten wie diesen sollte man darüber nun wirklich keine Scherze machen sonst versteht mich noch jemand wieder falsch so wie im Falle Osthoff, gell Herr Steinmeier? Manchmal ist es ja nun wirklich nur ein Wortspiel in dem irgend jemand wieder nur etwas falsch verstanden oder gar gedeutet hat. Deswegen bin ich mir sicher…….wir haben den Herrn Jung bis jetzt nur falsch verstanden! Ich hoffe für Herrn Jung das wir niemals in die Lage versetzt werde das es sein Flieger dort am Himmel ist der umgehend von diesem geholt werden muß…ich höre ihn schon durch die direkt Leitung schreien…..neeeeiiin tun Sie es nicht…ich glaube dann hab ich auch gute Lust genau in diesem Moment ein Wortspiel zu spielen alla Podolski: Häääääääh isch kann disch nit hööööhre du Drecksack. In diesem Sinne: Einer für alle und alle für einen und weiter so!

  2. Fred Sky meint:

    Oft führt auch rektaler Genuß zum Notstand. Was die beiden CDU-Minister da genommen haben? “Aggressiv und uneinsichtig.” Die SPD versucht, sich des Hartz-Rotweines zu entledigen, sicherlich mit Rektumperforation.

    http://www.medical-tribune.de/patienten/news/11594/?print=true

  3. bigbang meint:

    Also ich für meinen Teil hab mich gerade erstmal bepisst vor Lachen. So hat die unkontrollierte Urinabgabe auch was Positives. Danke Machopan!

  4. Hartmut meint:

    Wiedereinmal abartig gut geschrieben ! Ziehe meinen Hut vor dem Meister :-)

  5. Hingucker meint:

    es ist wahrlich faszinierend, wieviel notstands-nonsens sich der deutsch e michel gefallen lässt. warum steht niemand auf, warum drückt niemand beiden oder einem von beiden auf die notwendige stelle (unterhalb des bauchnabels), damit sie sich endlich verpissen?

    wie ist es nur möglich, dass solche kreaturen ein amt inne haben, uns regieren können. waren die meisten besoffen, als sie zur wahl gingen oder ganz eilig unterwegs, weil sie anschließend noch dringend wohin mussten? (wird das eigentlich bei wahlen statisitsch erfasst?).

    dieses kapser-kabinett, diese unbrauchbaren bundestagsnarren könnten doch einfach auch weggespart werden. personalkosten sind doch die höchsten. entlassen wir sie ins universum.

    bieten wir denen doch eine unendliche reise in den phantatischen orbit an, unvorstellbare weiten …. viel spass und tschöööö.

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Übergesetzlicher Notstand

9. Oktober 2007 05:45

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Bundesminister Jung verteidigt ja noch seinen „Notstand“, der unter Gewohnheitstrinkern und Quartalsäufern auch als „Wasserlatte“ bestens bekannt ist und von Angehörigen des anderen Geschlechts häufig und fälschlicherweise als Zeichen besonderer männlicher Potenz interpretiert wird.

In einen solchen Zustand der „visuellen Erregung“ kann man(n) sich auf zwei verschiedene Arten bringen. Entweder man(n) säuft zuviel oder man(n) pinkelt zu wenig. In beiden Fällen führt dies zu einer Dehnung der Nieren, der Harnblase und der Harnleiter. In extremen Situationen kann es auch zur Übersäuerung des Gehirns und oraler Urinabsonderung kommen.
Lachen Sie jetzt nicht!
Wenn Sie sich im Süden Deutschland aufhalten, haben Sie sicher schon die Bemerkung „was redet denn der für einen Seich“ gehört, wobei das Wort „Seich“ auch den auf Hochdeutsch abgesonderten Urin mit einschließt.

Mediziner wissen, dass dieser durch Harnstau verursachte Zustand von „Tremens urinae “ extremst gefährlich ist und den Betroffenen meist den Verstand kostet.
Motorisch erkennbar ist der beginnende „Tremens Urinae“ an kleiner werdenden Schritten der betroffenen Person. Danach folgen kreisförmige Trippelschritte, die sich meist um einen bestimmten Ort drehen, wobei eine verstärkte Tendenz zur X-Beinigkeit festzustellen ist. In Abhängigkeit von der Stärke des harnleiterseitigen Schließmuskels, kommt es bereits in diesem Stadium meist zu einem ersten, noch willkürlichen, Abtröpfeln oder aber abrupten Drehbewegungen des Betroffenen, die akustisch von tiefem Stöhnen und heftigem Schnaufen, ähnlich der vorgeburtlichen Presswehen im Kreißsaal, begleitet werden.

Nun ist aus der Presse ja zu erfahren, dass unser Bundesinnenverteidigungsminister Jung mit neuen Methoden zur Landesverteidigung schon länger schwanger ging, aber so recht konnte er eigentlich niemand verklickern und es konnte sich auch keiner vorstellen, was er da ausbrütete.
Jetzt kann vermutet werden, dass es sich gar nie nicht um eine Sache mit Hand und Fuß gehandelt hat, sondern dass der gute Mann die ganze Zeit über einfach nur zuviel gesoffen hat.
Und dann hat er sich in einem Interview dazu hinreißen lassen, die durch mangelndes Urinieren zwangsläufig entstandene Wasserlatte als Ausdruck besonderer Männlichkeit und Tatkraft darzustellen.
In einem ähnlich „erregten“ Zustand hatte einst Ernst August Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg (es handelt sich um ein und dieselbe Person) im Jahr 2000 auf der Weltausstellung in Hannover seinen Seich am türkischen Pavillon „abgeschlagen“ … und gut war. Wenn dann die BILD-Zeitung und die „Pinkelprinz“-Kampagne nicht gewesen wären.
Heutzutage wäre der zwischenzeitlich wegen schwerer Körperverletzung vorbestrafte Prinz sicher wegen Verunglimpfung des Propheten und aller Muslime mit einer Fatwa belegt worden.

Ganz anders liegt der Fall des Bundesinnenverteidigungsministers, denn der fand es eben „männlich“ der Presse zu verklickern, dass er im, wie er es nannte „übergesetzlichen Notstand“, auch die Eier hätte ein Flugzeug abzuschießen, wobei jeder Mann weiß, dass das selbst mit dem stärksten Harnstrahl nicht möglich ist.

Notstand

Tja und jetzt hüpft und trippelt der Herr Minister im oben beschrieben Zustand des „Tremens Urinae“ von einem Bein auf das andere und sucht nach einer Gesetzeslücke, in die er sich mitsamt seiner Blase entleeren kann.
Übrigens leiden auch Rollstuhlfahrer, neben ihrer Lähmung, ebenso oft unter dem Ausfall wichtiger Körperorgane, was selbst in leichten Fällen zu völlig unkontrolliertem Stuhl- und Urinabgang führen kann.

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(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 9. Oktober 2007 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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  1. JFK meint:

    Also dieser Bericht gefällt mir wieder äußerst gut! Besonders der letzte Absatz mit dem Vergleich eines uns bekannten Rollstuhlfahrers. Für die beiden gilt das alte Sprichwort”beide in einen Sack und Knüppel auf den Sack”. Wobei die Bezeichnung Sack den beiden alten Säcken wirklich nahe kommt. Besonders dem Herrn Jung sei ans Herz gelegt”Schuster bleib bei deinen Leisten”. Wer nix ist und nix kann geht zu Post oder Bundesbahn……oh Verzeihung, in Zeiten wie diesen sollte man darüber nun wirklich keine Scherze machen sonst versteht mich noch jemand wieder falsch so wie im Falle Osthoff, gell Herr Steinmeier? Manchmal ist es ja nun wirklich nur ein Wortspiel in dem irgend jemand wieder nur etwas falsch verstanden oder gar gedeutet hat. Deswegen bin ich mir sicher…….wir haben den Herrn Jung bis jetzt nur falsch verstanden! Ich hoffe für Herrn Jung das wir niemals in die Lage versetzt werde das es sein Flieger dort am Himmel ist der umgehend von diesem geholt werden muß…ich höre ihn schon durch die direkt Leitung schreien…..neeeeiiin tun Sie es nicht…ich glaube dann hab ich auch gute Lust genau in diesem Moment ein Wortspiel zu spielen alla Podolski: Häääääääh isch kann disch nit hööööhre du Drecksack. In diesem Sinne: Einer für alle und alle für einen und weiter so!

  2. Fred Sky meint:

    Oft führt auch rektaler Genuß zum Notstand. Was die beiden CDU-Minister da genommen haben? “Aggressiv und uneinsichtig.” Die SPD versucht, sich des Hartz-Rotweines zu entledigen, sicherlich mit Rektumperforation.

    http://www.medical-tribune.de/patienten/news/11594/?print=true

  3. bigbang meint:

    Also ich für meinen Teil hab mich gerade erstmal bepisst vor Lachen. So hat die unkontrollierte Urinabgabe auch was Positives. Danke Machopan!

  4. Hartmut meint:

    Wiedereinmal abartig gut geschrieben ! Ziehe meinen Hut vor dem Meister :-)

  5. Hingucker meint:

    es ist wahrlich faszinierend, wieviel notstands-nonsens sich der deutsch e michel gefallen lässt. warum steht niemand auf, warum drückt niemand beiden oder einem von beiden auf die notwendige stelle (unterhalb des bauchnabels), damit sie sich endlich verpissen?

    wie ist es nur möglich, dass solche kreaturen ein amt inne haben, uns regieren können. waren die meisten besoffen, als sie zur wahl gingen oder ganz eilig unterwegs, weil sie anschließend noch dringend wohin mussten? (wird das eigentlich bei wahlen statisitsch erfasst?).

    dieses kapser-kabinett, diese unbrauchbaren bundestagsnarren könnten doch einfach auch weggespart werden. personalkosten sind doch die höchsten. entlassen wir sie ins universum.

    bieten wir denen doch eine unendliche reise in den phantatischen orbit an, unvorstellbare weiten …. viel spass und tschöööö.

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