Schmusekurs

22. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Am Freitag den 19. Oktober 2007 ging die Meldung über den Ticker, dass die Deutsche Bahn ihre Verhandlungen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA über eine neue Einkommensstruktur für den Konzern fortsetzt.

«Transnet und GDBA forderten von der Bahn ein Bekenntnis zu einem neuen Entgeltsystem für die 135.000 Tarifkräfte. ‘Insgesamt muss die Lohnfindung gerechter werden’, erklärten die Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel vor den Gesprächen
Seit Start der Bahnreform sei den Beschäftigten immer mehr abverlangt worden. Die Eingruppierung sei aber seit 15 Jahren unverändert. Über die Neugestaltung des Entgeltsystems wird seit Jahresbeginn verhandelt. Auch der aktuelle Tarifkonflikt mit der GDL dürfte bei dem Treffen auch erörtert werden, hieß es bei Transnet
»

Ei guck a mol do!

Da wundert man sich nur, warum die GDL nicht auch gleich an den Gesprächen teilnimmt. Letztendlich muss es doch allen Gewerkschaften um die Arbeits- und Entgeltbedingungen ihrer Mitglieder gehen. Da würde es durchaus Sinn machen, wenn man nicht über, sondern miteinander redet und die Gewerkschaften gemeinsam - und vor allem im Interesse ihrer Mitglieder - an einem Strang ziehen würden.

So aber kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es neben Volkswagen und Siemens wohl noch andere Unternehmen gibt, die sich seit Jahren der konspirativen Kooperation „ihrer“ Gewerkschaft durch koordinierte Finanzierung und unentgeltliche Kopulation vergewissern.
Natürlich haben Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens davon keinen blassen Schimmer und auch die Gewerkschaftsfunktionäre sind sich keiner Schuld bewußt.

Auch wenn, wie in diesem Fall, der Schein nicht trügt.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Oktober 2007 um 05:45:42 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

Eine Antwort zu “Schmusekurs”

  1. otti meint:

    Bei dieser Geschichte stellt sich nur eine einzige Frage: Wie war in den letzten Jahren die Lohnentwicklung bei den Managern und wie bei den abhängig Beschäftigten?
    Hier geht es schlicht und einfach um Gerechtigkeit.

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Schmusekurs

22. Oktober 2007 05:45

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Am Freitag den 19. Oktober 2007 ging die Meldung über den Ticker, dass die Deutsche Bahn ihre Verhandlungen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA über eine neue Einkommensstruktur für den Konzern fortsetzt.

«Transnet und GDBA forderten von der Bahn ein Bekenntnis zu einem neuen Entgeltsystem für die 135.000 Tarifkräfte. ‘Insgesamt muss die Lohnfindung gerechter werden’, erklärten die Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel vor den Gesprächen
Seit Start der Bahnreform sei den Beschäftigten immer mehr abverlangt worden. Die Eingruppierung sei aber seit 15 Jahren unverändert. Über die Neugestaltung des Entgeltsystems wird seit Jahresbeginn verhandelt. Auch der aktuelle Tarifkonflikt mit der GDL dürfte bei dem Treffen auch erörtert werden, hieß es bei Transnet
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Da wundert man sich nur, warum die GDL nicht auch gleich an den Gesprächen teilnimmt. Letztendlich muss es doch allen Gewerkschaften um die Arbeits- und Entgeltbedingungen ihrer Mitglieder gehen. Da würde es durchaus Sinn machen, wenn man nicht über, sondern miteinander redet und die Gewerkschaften gemeinsam - und vor allem im Interesse ihrer Mitglieder - an einem Strang ziehen würden.

So aber kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es neben Volkswagen und Siemens wohl noch andere Unternehmen gibt, die sich seit Jahren der konspirativen Kooperation „ihrer“ Gewerkschaft durch koordinierte Finanzierung und unentgeltliche Kopulation vergewissern.
Natürlich haben Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens davon keinen blassen Schimmer und auch die Gewerkschaftsfunktionäre sind sich keiner Schuld bewußt.

Auch wenn, wie in diesem Fall, der Schein nicht trügt.

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  1. otti meint:

    Bei dieser Geschichte stellt sich nur eine einzige Frage: Wie war in den letzten Jahren die Lohnentwicklung bei den Managern und wie bei den abhängig Beschäftigten?
    Hier geht es schlicht und einfach um Gerechtigkeit.

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