Wucher

23. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie ein Schreiben Ihrer Bank erhalten in dem Ihnen kurz und knapp mitgeteilt wird, dass die Bank durch die Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt „gezwungen“ ist, Ihren Zinssatz anzupassen. Der Sollzins betrage nunmehr 13,250 % und der Überziehungszins 18,250 %, der Habenzins wird in dem Schreiben nicht erwähnt und auf Nachfrage stellt sich heraus, dass dieser im Rahmen des kundenseitig gewählten „Kontenmodells“ weiterhin bei 0,000 % verharren wird.

Anhand dieses Sachverhalts fiel mir spontan die Bezeichnung für ein ganz altes Gewerbe ein, das schon zu Jesus Zeiten sein Unwesen trieb und sogar in der Bibel Erwähnung fand.
Nein, ich meine jetzt nicht die Nutten, ähhhh die Prostituierten, sondern die Wucherer, ähhhh die Banken.

Sie glauben, die beiden Berufsgruppen hätten nichts miteinander zu tun, man könnte sie nicht im gleichen Atemzug nennen und schon gar nicht wären sie vergleichbar. Na, dann denken Sie mal scharf nach und sehr schnell werden Sie auf die erste Gemeinsamkeit kommen, denn für Geld machen die doch alles, oder fast alles. Und was dem einen Berufszweig der Beischlafdiebstahl oder der vorgetäuschte GV ist, ist beim anderen Berufszweig die Wertstellung und die Überziehungszinsen.
Außerdem wird in beiden Geschäftsmodellen die „Notlage“ des Kunden schamlos ausgenützt.

Das glauben Sie nicht?

Ach, Sie haben keine Erfahrung mit Prostituierten?
Ok, ok, aber rein statistisch gesehen müssten Sie welche haben, denn pro Tag sollen circa 1,2 Millionen Männer „freiwillig“ bei den etwa 400.000 „Sachbearbeiterinnen des horizontalen Gewerbes“ nach dem rechten sehen und danach befriedigt das Weite suchen.

Das kann man von der gleichen Anzahl von Konteninhabern nach einem Blick auf den aktuellen Kontostand sicher nicht sagen. Und was man(n) auch nicht vergessen sollte - beim Kontostand hilft kein Viagra.
Wobei von einem größeren Geldbetrag durchaus eine gewisse erotisierende Wirkung ausgehen soll.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Oktober 2007 um 05:45:42 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

Eine Antwort zu “Wucher”

  1. Hingucker meint:

    interessanter aspekt, den Sie da anführen. passend auf jeden fall.

    es gibt allerdings alternativ-banken. sie versuchen natürlich auch ihr geld zu verfielfachen und natürlich auch geld zu verdienen. allerdings nicht so unverschämt dreist, wie es viele allgemein bekannten und aktiven banken am markt derzeit machen.

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Wucher

23. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie ein Schreiben Ihrer Bank erhalten in dem Ihnen kurz und knapp mitgeteilt wird, dass die Bank durch die Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt „gezwungen“ ist, Ihren Zinssatz anzupassen. Der Sollzins betrage nunmehr 13,250 % und der Überziehungszins 18,250 %, der Habenzins wird in dem Schreiben nicht erwähnt und auf Nachfrage stellt sich heraus, dass dieser im Rahmen des kundenseitig gewählten „Kontenmodells“ weiterhin bei 0,000 % verharren wird.

Anhand dieses Sachverhalts fiel mir spontan die Bezeichnung für ein ganz altes Gewerbe ein, das schon zu Jesus Zeiten sein Unwesen trieb und sogar in der Bibel Erwähnung fand.
Nein, ich meine jetzt nicht die Nutten, ähhhh die Prostituierten, sondern die Wucherer, ähhhh die Banken.

Sie glauben, die beiden Berufsgruppen hätten nichts miteinander zu tun, man könnte sie nicht im gleichen Atemzug nennen und schon gar nicht wären sie vergleichbar. Na, dann denken Sie mal scharf nach und sehr schnell werden Sie auf die erste Gemeinsamkeit kommen, denn für Geld machen die doch alles, oder fast alles. Und was dem einen Berufszweig der Beischlafdiebstahl oder der vorgetäuschte GV ist, ist beim anderen Berufszweig die Wertstellung und die Überziehungszinsen.
Außerdem wird in beiden Geschäftsmodellen die „Notlage“ des Kunden schamlos ausgenützt.

Das glauben Sie nicht?

Ach, Sie haben keine Erfahrung mit Prostituierten?
Ok, ok, aber rein statistisch gesehen müssten Sie welche haben, denn pro Tag sollen circa 1,2 Millionen Männer „freiwillig“ bei den etwa 400.000 „Sachbearbeiterinnen des horizontalen Gewerbes“ nach dem rechten sehen und danach befriedigt das Weite suchen.

Das kann man von der gleichen Anzahl von Konteninhabern nach einem Blick auf den aktuellen Kontostand sicher nicht sagen. Und was man(n) auch nicht vergessen sollte - beim Kontostand hilft kein Viagra.
Wobei von einem größeren Geldbetrag durchaus eine gewisse erotisierende Wirkung ausgehen soll.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Oktober 2007 um 05:45:42 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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  1. Hingucker meint:

    interessanter aspekt, den Sie da anführen. passend auf jeden fall.

    es gibt allerdings alternativ-banken. sie versuchen natürlich auch ihr geld zu verfielfachen und natürlich auch geld zu verdienen. allerdings nicht so unverschämt dreist, wie es viele allgemein bekannten und aktiven banken am markt derzeit machen.

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