Kindererziehung

8. Mai 2006 05:45

“Seid fruchtbar und mehret Euch” ist nach “lasset die Kindlein zu mir kommen” und der Mär von der “unbefleckten Empfängnis” so ziemlich das Einzigste, was mir persönlich aus der von einem Geistlichen undefinierten Geschlechts durchgeführten “Religionsunterrichtung” im Gedächtnis geblieben ist. Dumpf kann ich mich auch noch an unaussprechbare Dinge erinnern, denen man(n) sich aber erst hingeben durfte, wenn man sich vor den Altar getraut hat.

Im Kindergarten selbst hatte ich es als Kleinkind überwiegend mit “Tante Lore” und ihrer Helferin “Ilse Billse niemand willse, kommt der Koch und holt se doch” zu tun. Bis heute ist es mir völlig gleichgültig geblieben, ob es sich damals um einen katholischen Kindergarten, einen evangelischen Kindergarten oder gar um einen konfessionslosen Kindergarten gehandelt hat. Auch in der Schule fand das Fach Religion, bei dem die anderen Ungläubigen aus dem Raum gehen mussten, noch weniger Beachtung als die gemeinsame Ersatzbefriedigung “Ethik”.

Heute im hohen Alter, das ich als konfessionsloser Bürger dieses Landes erreicht und so ganz nebenbei vier Kinder erfolgreich durch die verordneten Widrigkeiten unseres Schul- und Verblödungssystems manövriert habe, muss ich mich wundern wie unsere Bundesfamilienministerin, Ulla von der ewigen Leier, auf die Idee kommt ausgerechnet die Kirchen zu ihrem “Bündnis für Erziehung” einzuladen.

Dass der Papst jetzt endlich farbige Kondome in den Nachttischschubladen erlaubt, kann ja wohl alleine nicht den Ausschlag gegeben haben. Und weil mit Benny dem XVI ein Deutscher der weltweit größten Schwulenorganisation vorsteht, qualifiziert diese Organisation auch nicht gerade zur Mitarbeit bei einem Thema, bei dem es primär um “Kinder” und nicht um „Lustknaben“ geht.

Über das Aufheulen der bei der Einladung übergangen „Zentralräte“ diverser Organisationen und Interessenverbände möchte ich mich jetzt lieber nicht auslassen. Eigentlich aber verständlich, dass man Organisationen in deren Führungsspitzen Junkies und Bordellbesucher sitzen, nicht unbedingt ein Mitspracherecht über die ordnungsgemäße Erziehung von Kindern einräumen muss.

Viel besser wäre es doch wenn die Frau Ministerin für die möglichen Ausbildungswege zum Erwachsenen einfach mal die große Zahl der Eltern und Großeltern einladen würde, die den Tagesablauf und die vielfältigen Probleme einer Familie jeden Tag ganz ohne Super-Nanni meistern.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. Mai 2006 um 05:45:22 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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8. Mai 2006 05:45

“Seid fruchtbar und mehret Euch” ist nach “lasset die Kindlein zu mir kommen” und der Mär von der “unbefleckten Empfängnis” so ziemlich das Einzigste, was mir persönlich aus der von einem Geistlichen undefinierten Geschlechts durchgeführten “Religionsunterrichtung” im Gedächtnis geblieben ist. Dumpf kann ich mich auch noch an unaussprechbare Dinge erinnern, denen man(n) sich aber erst hingeben durfte, wenn man sich vor den Altar getraut hat.

Im Kindergarten selbst hatte ich es als Kleinkind überwiegend mit “Tante Lore” und ihrer Helferin “Ilse Billse niemand willse, kommt der Koch und holt se doch” zu tun. Bis heute ist es mir völlig gleichgültig geblieben, ob es sich damals um einen katholischen Kindergarten, einen evangelischen Kindergarten oder gar um einen konfessionslosen Kindergarten gehandelt hat. Auch in der Schule fand das Fach Religion, bei dem die anderen Ungläubigen aus dem Raum gehen mussten, noch weniger Beachtung als die gemeinsame Ersatzbefriedigung “Ethik”.

Heute im hohen Alter, das ich als konfessionsloser Bürger dieses Landes erreicht und so ganz nebenbei vier Kinder erfolgreich durch die verordneten Widrigkeiten unseres Schul- und Verblödungssystems manövriert habe, muss ich mich wundern wie unsere Bundesfamilienministerin, Ulla von der ewigen Leier, auf die Idee kommt ausgerechnet die Kirchen zu ihrem “Bündnis für Erziehung” einzuladen.

Dass der Papst jetzt endlich farbige Kondome in den Nachttischschubladen erlaubt, kann ja wohl alleine nicht den Ausschlag gegeben haben. Und weil mit Benny dem XVI ein Deutscher der weltweit größten Schwulenorganisation vorsteht, qualifiziert diese Organisation auch nicht gerade zur Mitarbeit bei einem Thema, bei dem es primär um “Kinder” und nicht um „Lustknaben“ geht.

Über das Aufheulen der bei der Einladung übergangen „Zentralräte“ diverser Organisationen und Interessenverbände möchte ich mich jetzt lieber nicht auslassen. Eigentlich aber verständlich, dass man Organisationen in deren Führungsspitzen Junkies und Bordellbesucher sitzen, nicht unbedingt ein Mitspracherecht über die ordnungsgemäße Erziehung von Kindern einräumen muss.

Viel besser wäre es doch wenn die Frau Ministerin für die möglichen Ausbildungswege zum Erwachsenen einfach mal die große Zahl der Eltern und Großeltern einladen würde, die den Tagesablauf und die vielfältigen Probleme einer Familie jeden Tag ganz ohne Super-Nanni meistern.

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