(W)Irre Iren?

16. Juni 2008 05:45

Lieber Freund

Wirre Iren irren!
Iren irren wirre!
Irren wirre Iren?

“860.000 Iren haben gegen die EU-Verfassung gestimmt und die Union in die Krise gestürzt”, schreibt der SPIEGEL, wogegen Beobachter der europäischen Szene jedoch eher die Meinung vertreten, dass die Hütchenspieler der EU einfach nur endlich mal in die Grube gefallen sind, die sie sich seit Jahren selber gegraben haben.

Die Reaktionen auf das “No” der Iren zum Reformvertrag von Lissabon lassen erkennen, dass die “Politiker” beim Entnationalisierungs- und Europäisierungsprozess einer Welt- und Wirtschaftsmacht nicht im Traum an eine Demokratisierung denken und der “Bürger” den Traum von seinem „Europa der Nationen“ wohl begraben kann, den auch hier geht die Schere auf, die letzendlich Länder zu Fürstentümern und Menschen zu Leibeigenen zurechtschneiden will.
Den Iren wird vorgeworfen, sie hätten den “Reformvertrag” gar nicht gelesen, dabei wird gerne übersehen, dass sie sich damit mit den meisten Politikern Europas in bester Gesellschaft befinden. Auch seien die Iren “undankbar”, denn die Subventionen Europas hätten sie gerne genommen, aber auch hier befinden sich die Iren auf Augenhöhe mit den Politkern anderer Länder, deren primäres und teilweise auch persönliches Interesse die üppig fließenden Geldströme der EU sind.

Vergessen wird auch gerne, dass die irischen Wähler nicht die Ersten sind, die “No” sagen, sondern sich vor ihnen schon die Begeisterung der Holländer, Franzosen, Norweger, Schweizer und Dänen für ein grenzenloses Europa und seine Bevormundung in Grenzen hielt.
Kein Wunder, wenn auf europäischer Ebene ein fauler Kompromiss nach dem anderen ausbaldowert und weniger Demokratie durch ein Mehr an Bürokratie ersetzt wird

Eigentlich sahen sich die Politiker auf gutem Kurs mit ihrem in Lissabon zusammengemauschelten “Reformvertrag von Lissabon”, hatten doch die Regierungen Europas versprochen, das Volk mit derartigen Lappalien nicht zu behelligen. Nur die Iren konnten das verfassungsrechtlich nicht hinbiegen und so kam es wie es kommen musste und sicher in manch anderen Land Europas auch so gekommen wäre.

Natürlich ist ein “Nein” nicht nur ein “Nein” zu dieser Art von Europa, sondern auch ein “So Nicht” an die nationalen Regierungen, die nicht müde werden nationales Teufelswerk mit europäischer Absolution anzupreisen. Und sobald etwas, was die nationalen Agrar- und Finanzminister, die Chefs der Umwelt-, Wirtschafts- oder Verkehrsressorts in Brüssel einvernehmlich ausbaldowert haben, zu Hause unpopulär wird, scheuen sie nicht davor zurück es anschließend schamlos als Machwerk “von denen in Brüssel” zu verdammen.
Optimal ergänzt, wenn nicht gar übertroffen, wird die Doppelzüngigkeit der Politiker durch die Taschenspielertricks der Eurokraten und die hochdotierten Beschäftigungsprogramme für abgehalfterte Landespolitiker.
Bestes Beispiel aus jüngster Zeit ist die Berufung von Edmund Stoiber zum Bürokratieabbaubeauftragten der EU oder die Absicht den gelernten Theologen, politischen Blasebalg und „Rote-Socken-Spezialisten“ Peter Hintze als EU-Kommissar nach Europa zu ver- und entsorgen, als ob dort nicht schon genug nach politischer Wichtigkeit und finanzieller Alimentierung hechelndes Bodenpersonal herumirren würde.

Wie das alles weitergeht steht in den Sternen, denn ständig wird die Karre in den Dreck gefahren und irgendwie nach irgendwo weitergezerrt.
Hauptsache es geht weiter, wohin ist eigentlich egal.

Die ehrlichste Option wäre es, sich mit dem Vertragswerk der europäischen Bevölkerung zu stellen und die Wähler in allen Ländern Europas am gleichen Tag abstimmen zu lassen.
Doch dazu wird es nicht kommen, denn neben den Landespolitkern scheuen auch die Europapolitiker den Wählerwillen wie der Teufel das Weihwasser. Außerdem wäre auch das 300-seitige Machwerk viel zu kompliziert und umständlich um den Wähler darüber abstimmen zu lassen :-) .
So wird man also weiter lügen, betrügen und täuschen um die wahren Absichten und eigenen Interessen zu verschleiern.

Während schwarzafrikanische Dikatorenund Despoten wenigsten noch den Mut haben die Wahlen zu fälschen oder ganz zu annulieren, werden Europas Politiker das irische “No” ignorieren, umdeuten und umgehen. Notfalls werden dazu auch Gesetze und Verfassungen im Schnellverfahren geändert.
Für die irischen Politiker, die das auf nationaler Ebene durchziehen, wird sich danach sicher ein lukrativer Posten in Brüssel finden lassen.

Auch wenn das irische “No” nur der Hauch einer Rebellion war und der irischen Tradition in keinster Weise gerecht wird, ruft so mancher Sympathisant vom Kontinent sein „Danke Irland“ in die politische Dunkelheit über Europa, denn wir hätten das gerne auch so gemacht - wenn es uns denn erlaubt gewesen wäre.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. Juni 2008 um 05:45:15 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

9 Antworten zu “(W)Irre Iren?”

  1. ALPHA meint:

    Mehr Fragen aufgeworfen als je Antworten zu finden wären !
    Was sind sie Ziele dieser arglistig durchgepeitschten “Reform” ? Wer steckt wirklich dahinter - wem wird es Nutzen bringen ? Wer regiert eigenlich Europa und die Welt ? Wie können sich -zig Mrd. aus US-ImmoKrediten privater Häuslebauer in Nichts auflösen - eine Bank verlangt/hat doch immer Sicherheiten und beleiht NIE die geamte Bausumme ? Oder wurden/werden hier von unserem starken Europa die expansionistischen US-Kriege bezahlt? Den Verlust könnte man damit erklären, daß es mit der versprochenen Beute (noch) nicht geklappt hat. Ein willfähriges, d.h. “reformiertes” Europa wäre für die noch schnellere Umsetzung/Finanzierung solcher Welteroberungspläne unbestritten außerordentlich hilfreich.

  2. mitdenker meint:

    Da haben wir es. Die Gegner von Volksentscheiden fühlen sich bestätigt, denn wie steht es dort (http://de.wikipedia.org/wiki/Volksentscheid ):
    Populismus: Das Volk ist unfähig, sinnvolle politische Entscheidungen zu treffen (emotionalisierter Unverstand, Populismus).
    Unwissenheit/Unmündigkeit/Fehlende Fachkompetenz: Das Volk ist nicht kompetent, sinnvolle politische Entscheidungen zu treffen.
    usw, usf.
    Wir sind und bleiben eben ein dummes Volk. Nur die Leistungsträger der Nationen haben alle erdenklichen Voraussetzungen, um derartige Entscheidungen zu treffen. Und immer natürlich ganz und gar uneigennützig.
    Wie war das vor grauer Urzeit? Alles mit dem Volk, Alles durch das Volk, Alles für das Volk. Jawohl.
    Äh, ich habe mich im Gesellschaftssystem geirrt? Wirklich?
    Aber zum Glück gibt es aktuell ja Spiele - für’s Volk….

  3. Pathologe meint:

    Nun, ist Irland nicht eine Insel? Und liegt Irland nicht auch sehr weit westlich, also quasi schon ausserhalb Europas? Sozusagen in Amerika? Und das Englisch, das dort gesprochen wird, ist ja auch schon fast amerikanisch. Also eigentlich sind das ja keine Europaeer und duerften damit gar nicht abstimmen. Oder so.

    Herr Mitdenker, wenn wir eben ein dummes Volk sind, woher rekrutieren sich dann unsere ach so intelligenten Volksvertreter? Ich meine, wenn sie aus unseren Reihen stammen, dann sind sie doch auch dumm, oder? Und wenn sie nicht aus unseren Reihen stammen, ergo so eine Art genmanipulierter, selbstlaufender Mais sind, dann koennen sie uns doch gar nicht vertreten? Weil sie ja nicht aus unserer Mitte stammen? Sondern nur aus unseren Laboren? Quasi Laborratten, die uns regieren? Wenn wir uns also von Laborratten regieren lassen, die nicht aus unserer Mitte stammen, muessen wir uns auch nicht wundern, wenn diese nicht unsere Interessen, sondern die Interessen der Labore vertreten, aus denen sie stammen. Also Industrielaborinteressen. Laboristen muessten sie sein. Ach, das Wort heisst Lobbyisten?

    So schliesst sich die Beweiskette wieder…

  4. mitdenker meint:

    @Pathologe
    Eine tolle Ableitung. Aber (immer dieses “aber”) das eine oder andere Mal hat man doch auch den Eindruck, dass Volksvertreter wie bei den Erb-Monarchien eine Art Erbenüberlassung ist wie bei der Familie Strauss, derer von Lambsdorff, der Familienministerin von der Layen, geborene Albrecht, der Familie de Maiziere und weiß der Geier, wer mit wem so verwandt und/oder verschwägert ist. Also seit Urzeiten bereits weit, ganz weit weg vom Volke. Desderwegen müssen auch Eliteschulen her und Eliteunis und all diese Dinge, damit dem Volk - uns - ganz klar gezeigt werden kann, wer wo steht und das (Mit-)Sagen hat.
    Und mit Europa hat man jetzt doch schliesslich die freie Wahl - je nachdem, welches Volk einem gerade besser gefällt.

  5. otti meint:

    Wahnsinn! Iren irre?
    Iren stoppen wirren EU-Vertrag.
    Machthaber total kirre.

    Menschen sagen Nein zu neoliberalem Dreck - aus “Anstand”! “Keine Frage, basta.” “Und das ist auch gut so.”

    Holt mir mal ‘ne Flasche Bier, ich hab’ was zu feiern hier, denn das Volk, das streikt jetzt hier!

  6. Pathologe meint:

    @Mitdenker
    Das mit dem Erben der Regierungstitel ist wie bei den Monarchien. Und die rotten sich ja durch Untereinanderheirat gentechnisch gesehen (da ist sie wieder, die Gentechnik) durch Inzucht aus. Oder verbloeden. Nur in der Monarchie ist man inzwischen schlau geworden und heiratet auch mal Buergerliche, um frisches Erbmaterial ins blaue Blut zu schleusen.
    In der Politik hingegen ist man noch nicht soweit. Da regiert noch das Stadium der erblich bedingten Verdummung. Und selbst das frische Gruen, das es vor einigen Jahrzehnten gab, ist inzwischen verdorrt oder per monetaerem Pestizid ausgerottet oder angepasst worden.
    IM hatte vor nicht allzu langer Zeit noch die Bedeutung des inoffiziellen Mitarbeiters, heutzutage kann man das Wort recyclen, heute bedeutet es inzestuoese Machtgierige.

  7. Fred Sky meint:

    Eine Welt ohne Grenzen mit einheitlicher Währung und einheitlichen Gesetzen wäre sehr gut, Europa wäre ein Anfang. Die Idee ist also gut, nur der Weg schlecht. Würde man bessere Straßen bauen, auf denen die Völker gerne mitlaufen, brauchte man keine Esel mehr, die den Karren ziehen.

  8. otti meint:

    Im Kapitalismus kann Demokratie nur zweite Wahl, also Ausschuss, sein. Diktatur ist wesentlich effizienter. Jeder Machthaber weiß davon sein Leid zu singen, äh , Lied zu singen, ausdrücklich und selbstverständlich, nee, unmissverständlich, natürlich.

  9. zdago meint:

    mir scheint, daß die Ablehnung eher den amtierenden Politikern und ihrem Verhalten gilt, nicht einem Zusammenschluß der europäischen Länder grundsätzlich.
    Und dieser Ablehnung kann ich nur beipflichten!
    mfg zdago

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(W)Irre Iren?

16. Juni 2008 05:45

Lieber Freund

Wirre Iren irren!
Iren irren wirre!
Irren wirre Iren?

“860.000 Iren haben gegen die EU-Verfassung gestimmt und die Union in die Krise gestürzt”, schreibt der SPIEGEL, wogegen Beobachter der europäischen Szene jedoch eher die Meinung vertreten, dass die Hütchenspieler der EU einfach nur endlich mal in die Grube gefallen sind, die sie sich seit Jahren selber gegraben haben.

Die Reaktionen auf das “No” der Iren zum Reformvertrag von Lissabon lassen erkennen, dass die “Politiker” beim Entnationalisierungs- und Europäisierungsprozess einer Welt- und Wirtschaftsmacht nicht im Traum an eine Demokratisierung denken und der “Bürger” den Traum von seinem „Europa der Nationen“ wohl begraben kann, den auch hier geht die Schere auf, die letzendlich Länder zu Fürstentümern und Menschen zu Leibeigenen zurechtschneiden will.
Den Iren wird vorgeworfen, sie hätten den “Reformvertrag” gar nicht gelesen, dabei wird gerne übersehen, dass sie sich damit mit den meisten Politikern Europas in bester Gesellschaft befinden. Auch seien die Iren “undankbar”, denn die Subventionen Europas hätten sie gerne genommen, aber auch hier befinden sich die Iren auf Augenhöhe mit den Politkern anderer Länder, deren primäres und teilweise auch persönliches Interesse die üppig fließenden Geldströme der EU sind.

Vergessen wird auch gerne, dass die irischen Wähler nicht die Ersten sind, die “No” sagen, sondern sich vor ihnen schon die Begeisterung der Holländer, Franzosen, Norweger, Schweizer und Dänen für ein grenzenloses Europa und seine Bevormundung in Grenzen hielt.
Kein Wunder, wenn auf europäischer Ebene ein fauler Kompromiss nach dem anderen ausbaldowert und weniger Demokratie durch ein Mehr an Bürokratie ersetzt wird

Eigentlich sahen sich die Politiker auf gutem Kurs mit ihrem in Lissabon zusammengemauschelten “Reformvertrag von Lissabon”, hatten doch die Regierungen Europas versprochen, das Volk mit derartigen Lappalien nicht zu behelligen. Nur die Iren konnten das verfassungsrechtlich nicht hinbiegen und so kam es wie es kommen musste und sicher in manch anderen Land Europas auch so gekommen wäre.

Natürlich ist ein “Nein” nicht nur ein “Nein” zu dieser Art von Europa, sondern auch ein “So Nicht” an die nationalen Regierungen, die nicht müde werden nationales Teufelswerk mit europäischer Absolution anzupreisen. Und sobald etwas, was die nationalen Agrar- und Finanzminister, die Chefs der Umwelt-, Wirtschafts- oder Verkehrsressorts in Brüssel einvernehmlich ausbaldowert haben, zu Hause unpopulär wird, scheuen sie nicht davor zurück es anschließend schamlos als Machwerk “von denen in Brüssel” zu verdammen.
Optimal ergänzt, wenn nicht gar übertroffen, wird die Doppelzüngigkeit der Politiker durch die Taschenspielertricks der Eurokraten und die hochdotierten Beschäftigungsprogramme für abgehalfterte Landespolitiker.
Bestes Beispiel aus jüngster Zeit ist die Berufung von Edmund Stoiber zum Bürokratieabbaubeauftragten der EU oder die Absicht den gelernten Theologen, politischen Blasebalg und „Rote-Socken-Spezialisten“ Peter Hintze als EU-Kommissar nach Europa zu ver- und entsorgen, als ob dort nicht schon genug nach politischer Wichtigkeit und finanzieller Alimentierung hechelndes Bodenpersonal herumirren würde.

Wie das alles weitergeht steht in den Sternen, denn ständig wird die Karre in den Dreck gefahren und irgendwie nach irgendwo weitergezerrt.
Hauptsache es geht weiter, wohin ist eigentlich egal.

Die ehrlichste Option wäre es, sich mit dem Vertragswerk der europäischen Bevölkerung zu stellen und die Wähler in allen Ländern Europas am gleichen Tag abstimmen zu lassen.
Doch dazu wird es nicht kommen, denn neben den Landespolitkern scheuen auch die Europapolitiker den Wählerwillen wie der Teufel das Weihwasser. Außerdem wäre auch das 300-seitige Machwerk viel zu kompliziert und umständlich um den Wähler darüber abstimmen zu lassen :-) .
So wird man also weiter lügen, betrügen und täuschen um die wahren Absichten und eigenen Interessen zu verschleiern.

Während schwarzafrikanische Dikatorenund Despoten wenigsten noch den Mut haben die Wahlen zu fälschen oder ganz zu annulieren, werden Europas Politiker das irische “No” ignorieren, umdeuten und umgehen. Notfalls werden dazu auch Gesetze und Verfassungen im Schnellverfahren geändert.
Für die irischen Politiker, die das auf nationaler Ebene durchziehen, wird sich danach sicher ein lukrativer Posten in Brüssel finden lassen.

Auch wenn das irische “No” nur der Hauch einer Rebellion war und der irischen Tradition in keinster Weise gerecht wird, ruft so mancher Sympathisant vom Kontinent sein „Danke Irland“ in die politische Dunkelheit über Europa, denn wir hätten das gerne auch so gemacht - wenn es uns denn erlaubt gewesen wäre.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. Juni 2008 um 05:45:15 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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  1. ALPHA meint:

    Mehr Fragen aufgeworfen als je Antworten zu finden wären !
    Was sind sie Ziele dieser arglistig durchgepeitschten “Reform” ? Wer steckt wirklich dahinter - wem wird es Nutzen bringen ? Wer regiert eigenlich Europa und die Welt ? Wie können sich -zig Mrd. aus US-ImmoKrediten privater Häuslebauer in Nichts auflösen - eine Bank verlangt/hat doch immer Sicherheiten und beleiht NIE die geamte Bausumme ? Oder wurden/werden hier von unserem starken Europa die expansionistischen US-Kriege bezahlt? Den Verlust könnte man damit erklären, daß es mit der versprochenen Beute (noch) nicht geklappt hat. Ein willfähriges, d.h. “reformiertes” Europa wäre für die noch schnellere Umsetzung/Finanzierung solcher Welteroberungspläne unbestritten außerordentlich hilfreich.

  2. mitdenker meint:

    Da haben wir es. Die Gegner von Volksentscheiden fühlen sich bestätigt, denn wie steht es dort (http://de.wikipedia.org/wiki/Volksentscheid ):
    Populismus: Das Volk ist unfähig, sinnvolle politische Entscheidungen zu treffen (emotionalisierter Unverstand, Populismus).
    Unwissenheit/Unmündigkeit/Fehlende Fachkompetenz: Das Volk ist nicht kompetent, sinnvolle politische Entscheidungen zu treffen.
    usw, usf.
    Wir sind und bleiben eben ein dummes Volk. Nur die Leistungsträger der Nationen haben alle erdenklichen Voraussetzungen, um derartige Entscheidungen zu treffen. Und immer natürlich ganz und gar uneigennützig.
    Wie war das vor grauer Urzeit? Alles mit dem Volk, Alles durch das Volk, Alles für das Volk. Jawohl.
    Äh, ich habe mich im Gesellschaftssystem geirrt? Wirklich?
    Aber zum Glück gibt es aktuell ja Spiele - für’s Volk….

  3. Pathologe meint:

    Nun, ist Irland nicht eine Insel? Und liegt Irland nicht auch sehr weit westlich, also quasi schon ausserhalb Europas? Sozusagen in Amerika? Und das Englisch, das dort gesprochen wird, ist ja auch schon fast amerikanisch. Also eigentlich sind das ja keine Europaeer und duerften damit gar nicht abstimmen. Oder so.

    Herr Mitdenker, wenn wir eben ein dummes Volk sind, woher rekrutieren sich dann unsere ach so intelligenten Volksvertreter? Ich meine, wenn sie aus unseren Reihen stammen, dann sind sie doch auch dumm, oder? Und wenn sie nicht aus unseren Reihen stammen, ergo so eine Art genmanipulierter, selbstlaufender Mais sind, dann koennen sie uns doch gar nicht vertreten? Weil sie ja nicht aus unserer Mitte stammen? Sondern nur aus unseren Laboren? Quasi Laborratten, die uns regieren? Wenn wir uns also von Laborratten regieren lassen, die nicht aus unserer Mitte stammen, muessen wir uns auch nicht wundern, wenn diese nicht unsere Interessen, sondern die Interessen der Labore vertreten, aus denen sie stammen. Also Industrielaborinteressen. Laboristen muessten sie sein. Ach, das Wort heisst Lobbyisten?

    So schliesst sich die Beweiskette wieder…

  4. mitdenker meint:

    @Pathologe
    Eine tolle Ableitung. Aber (immer dieses “aber”) das eine oder andere Mal hat man doch auch den Eindruck, dass Volksvertreter wie bei den Erb-Monarchien eine Art Erbenüberlassung ist wie bei der Familie Strauss, derer von Lambsdorff, der Familienministerin von der Layen, geborene Albrecht, der Familie de Maiziere und weiß der Geier, wer mit wem so verwandt und/oder verschwägert ist. Also seit Urzeiten bereits weit, ganz weit weg vom Volke. Desderwegen müssen auch Eliteschulen her und Eliteunis und all diese Dinge, damit dem Volk - uns - ganz klar gezeigt werden kann, wer wo steht und das (Mit-)Sagen hat.
    Und mit Europa hat man jetzt doch schliesslich die freie Wahl - je nachdem, welches Volk einem gerade besser gefällt.

  5. otti meint:

    Wahnsinn! Iren irre?
    Iren stoppen wirren EU-Vertrag.
    Machthaber total kirre.

    Menschen sagen Nein zu neoliberalem Dreck - aus “Anstand”! “Keine Frage, basta.” “Und das ist auch gut so.”

    Holt mir mal ‘ne Flasche Bier, ich hab’ was zu feiern hier, denn das Volk, das streikt jetzt hier!

  6. Pathologe meint:

    @Mitdenker
    Das mit dem Erben der Regierungstitel ist wie bei den Monarchien. Und die rotten sich ja durch Untereinanderheirat gentechnisch gesehen (da ist sie wieder, die Gentechnik) durch Inzucht aus. Oder verbloeden. Nur in der Monarchie ist man inzwischen schlau geworden und heiratet auch mal Buergerliche, um frisches Erbmaterial ins blaue Blut zu schleusen.
    In der Politik hingegen ist man noch nicht soweit. Da regiert noch das Stadium der erblich bedingten Verdummung. Und selbst das frische Gruen, das es vor einigen Jahrzehnten gab, ist inzwischen verdorrt oder per monetaerem Pestizid ausgerottet oder angepasst worden.
    IM hatte vor nicht allzu langer Zeit noch die Bedeutung des inoffiziellen Mitarbeiters, heutzutage kann man das Wort recyclen, heute bedeutet es inzestuoese Machtgierige.

  7. Fred Sky meint:

    Eine Welt ohne Grenzen mit einheitlicher Währung und einheitlichen Gesetzen wäre sehr gut, Europa wäre ein Anfang. Die Idee ist also gut, nur der Weg schlecht. Würde man bessere Straßen bauen, auf denen die Völker gerne mitlaufen, brauchte man keine Esel mehr, die den Karren ziehen.

  8. otti meint:

    Im Kapitalismus kann Demokratie nur zweite Wahl, also Ausschuss, sein. Diktatur ist wesentlich effizienter. Jeder Machthaber weiß davon sein Leid zu singen, äh , Lied zu singen, ausdrücklich und selbstverständlich, nee, unmissverständlich, natürlich.

  9. zdago meint:

    mir scheint, daß die Ablehnung eher den amtierenden Politikern und ihrem Verhalten gilt, nicht einem Zusammenschluß der europäischen Länder grundsätzlich.
    Und dieser Ablehnung kann ich nur beipflichten!
    mfg zdago

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