Gelöbnis

11. August 2008 05:45

Lieber Freund

Es ist wieder soweit!
Die historischen Ereignisse in der Bundeshauptstadt überschlugen sich.
Während die Massen dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama vor der nationalsozialistisch vorbelasteten Siegessäule lauschten um zu erfahren wie man mit noch mehr Waffengewalt den Irakern und Afghanen ein Demokratieverständnis nach westlichem Vorbild einbleut, legten fast zeitgleich, jedoch weitgehendst unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstmals Rekruten der Deutschen Bundeswehr vor dem nationalsozialistisch völlig unbelasteten Reichstag ihr Gelöbnis ab.
Zum Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 bekannten 500 junge Soldaten am Sonntag ihre Treue zur Werteordnung des Grundgesetzes und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sprach von einem „historischen Tag“.

Einem guten Deutschen, der demütig und gebückt unter der drückenden Erblast seiner Väter durchs Leben zu gehen hat, muss sich ob einer solch widerlichen Verlogenheit der Magen umdrehen.
Es sind gleichen Sprüche, es sind die gleichen Argumente und es sind charakterlich die gleichen Personen, die unter dem Deckmäntelchen des Gedenkens an Widerstand und unter dem stetigen Hinweis der inneren und äußere Sicherheit zu dienen, nichts anderes im Schilde führen als ihre perfiden Visionen einer wirtschaftlichen und militärischen Großmacht zu realisieren.

Stück für Stück wird aus den Grundrechten herausgebrochen, Stein um Stein werden die Fundamente der Demokratie zu Festungen und Gefängnissen umgebaut, und keine Gelegenheit wird ausgelassen um das Volk auf die passende Ideologie einzuschwören.
Jedes Mittel ist dazu recht, sei es mangelnde Bildung, hohe Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Ausbeutung, zunehmende Überwachung, militärische Stärke und Präsenz, zunehmender Personenkult und -last but not least- eine Häufung symbolträchtiger Handlungen und historischer Ereignisse.
So werden hier ein paar militärische Orden für Tapferkeit vor dem Feind wiederbelebt und im demokratiefreien befriedeten Bezirk vor dem Reichstag werden 500 Rekruten der Bundeswehr vereidigt
Gesichert wurde die Feier auf dem weiträumig abgesperrten Terrain von rund 1800 Polizisten. Mannschaftswagen standen dicht an dicht, Polizeiboote patrouillierten auf der nahen Spree.

Dieses „historische Ereignis“ legt man dann exakt auf den Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler und lässt die jungen Soldaten ihr “feierliches Gelöbnis” sprechen: “Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.
Weigert sich ein Rekrut jedoch, dieses Gelöbnis abzulegen, so ist er für den Rest der Dienstzeit von Beförderungen ausgeschlossen. Es gibt eben doch noch gewisse demokratiefreie Bereiche in der Bundesrepublik Deutschland in denen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) keine Anwendung findet.

Da die tapfere Verteidigung der Republik zunehmend außerhalb der Landesgrenzen stattfindet, muss ein solcher Rekrut damit rechnen, dass ihm post mortem die neue Tapferkeitsmedaille an die kalte Brust geheftet wird. Und in der Tagespresse erscheinen wieder die Todesanzeigen, in denen der Obergefreite Gefreite Maier, Träger des Tapferkeitsordens am Bande, im heroischen Kampf für Kanzlerin, Volk und Vaterland sein Leben lassen musste. Wir werden ihn nie vergessen!
Echt, man könnte kotzen, am besten gleich von der Glaskuppel des Reichtagsgebäudes aus gleich runter in den Bundestag.

Damit ich es nicht vergesse und man mir volksverhetzende Geschichtsverfälschung vorwerfen könnte, möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass die Bundesregierung bei obigem „historischen Ereignis“ die Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Gewaltregime als Vorbilder für heute ausdrücklich gewürdigt hat.

Bundesaußenminister Steinmeier war sogar persönlich anwesend um schon mal die Schlagkraft seiner außenpolitischen Argumente in Augenschein zu nehmen.
Und Bundesverteidigungsminister Jung ermahnte die jungen Soldaten, dass vom Widerstand der Auftrag ausgehe, das Handeln der Soldaten immer an das Grundgesetz zu binden, denn “der 20. Juli 1944 war als Aufstand des Gewissens eine befreiende Tat.”
Jung ließ es sich zudem nicht nehmen zusammen mit der ebenfalls persönlich anwesenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, die Ehrenformation abzuschreiten.

Auch die CDU wollte an so einem historischen Tag nicht zurückstehen und ließ über ihren Generalsekretär Ronald Pofalla verkünden, dass auch die Christlichen-Demokraten die Kämpfer gegen das Nazi-Regime würdigen: “Wir verneigen uns vor ihnen angesichts der Opfer, die sie gebracht haben“, erklärte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla in einer Mitteilung. “Sie bezahlten für ihre Überzeugungen mit ihrem Leben.”

Da die Regierung der Bundesrepublik Deutschland aus der Geschichte offensichtlich nichts lernen will, hielt Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) es schon mal für notwendig den Soldaten der 5. und 6. Kompanie des Wachbataillons zu versichern: «Ihr könnt Euch darauf verlassen: Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen.»
Selbst wer den aktiven Wehrdienst bereits hinter sich hat und bestenfalls noch als “Kanonenfutter” oder für den “Landsturm” taugt, sollte sich nicht auf solche Sprüche verlassen

Daher “gelobe ich, dass ich mit allen mir in einem demokratischen Gesellschaftssystem zur Verfügung stehenden Mitteln gegen all jene Personen stellen werde, die eine Militarisierung der deutschen Außenpolitik und den Aufbau eines innerstaatlichen Überwachungssystems betreiben, fördern, zulassen oder zumindest billigend in Kauf nehmen.
Als bekennender Atheist werde ich das allerdings wohl ohne Gottes Hilfe tun müssen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 11. August 2008 um 05:45:51 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

2 Antworten zu “Gelöbnis”

  1. zdago meint:

    @Schlagkraft seiner außenpolitischen Argumente
    Da wird der Gute hoffentlich noch einmal sein steilstes Teil etwas in Deckung bringen. Dem Vernehmen nach wurden die georgischen Soldaten von der Bundeswehr ausgebildet - es gibt da verschiedene Meldungen dazu - und die für Deutsche politisch korrekten Kenntnisse in Rückzug, Flucht und Desertation waren wohl nicht sehr überzeugend.
    Na ja, auf der anderen Seite wird der Gute ja auch nicht persönlich zuschlagen, sondern aus tausend Kilometer Entfernung am Bildschirm das schießen befehlen - sozusagen als Hardcore-Killerspieler! Und wenn die Ziele dann einmal so blöde sind, sich zu wehren - Pech für die dumen Hartz-IV-Zwangssoldaten. Es wird inzwischen auch berichtet, daß ein Hartz-IV-Empfänger den Dienst an der Gewinnspanne nicht verweigern darf.
    mfg zdago

  2. Fred Sky meint:

    “Der Landsturm bezeichnete im deutschen Militärwesen seit dem 19. Jahrhundert das ‘letzte Aufgebot’ aller Wehrpflichtigen, welche weder dem Landheer noch der Marine angehören, zur Abwehr eines feindlichen Einfalls.”
    Die Einfälle unserer Regierigen und ihrer Hintermänner sind oft sehr feindlich und produzieren Verlierer des Systems, die neuen Wehrpflichtigen des neuen Landsturms, die zunehmend auch die Mittelschicht stellt. Warum also Fördern und Fordern durch Sozialfahnder nur erdulden, nein, mitmachen und die Sauereien dieser selbst ernannten “Förderer und Forderer” ans Tageslicht fördern und die Bestrafung fordern. Alle Verlierer stellen eine große Zahl “Sozialfahnder” dar und sollten prüfen, wohin das “Soziale” denn entschwunden ist. Früher gab es den Zirkel schreibender Arbeiter, heute ersetzt duch arbeitslose Schreiber im Internet. Hier fehlt ein literarisch wertvolles Portal, in welchem jeder seine Erfahrungen und Kenntnisse in Romanform bzw. künstlerisch gestalteter evtl. utopischer Kurzgeschichten darbieten kann. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich völlig ausgeschlossen, auf Aktenzeichen muß verzichtet werden. Auch als lehrreiche Märchen wären Geschichten nützlich, so z.B.:
    Es war einmal der Chef einer AWG (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft), der bekam ein Luxusauto gewonnen. Alle Gasgeräte aller Wohnungen wurden daraufhin ausgetauscht und der umfangreiche Ersatzteilstock weggeworfen. Die Mieter freuten sich über die Modernisierung und höhere Miete. Dann waren die Fenster dran, die Haustüren, die Briefkästen, die Badewannen …
    oder das Märchen vom goldenen Esel, einer Jugendherberge im Eigentum der Stadt, vorbildlich vom Arbeitsamt nur mit kostenlosen ABM-Arbeitskräften bestückt, aber teuer an den Betreiber vermietet. Die Geldwäsche läuft wie geschmiert…
    Ähnliche Geschichten kennt jeder, und wir sollten sie nach dem Vorbild der Brüder Grimm sammeln. Die “Einschaltquote” würde sicherlich die “Nachdenkseiten” übertreffen, und es wäre eine Fundgrube für künftige Manager, es noch besser zu machen.
    Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott.

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Gelöbnis

11. August 2008 05:45

Lieber Freund

Es ist wieder soweit!
Die historischen Ereignisse in der Bundeshauptstadt überschlugen sich.
Während die Massen dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama vor der nationalsozialistisch vorbelasteten Siegessäule lauschten um zu erfahren wie man mit noch mehr Waffengewalt den Irakern und Afghanen ein Demokratieverständnis nach westlichem Vorbild einbleut, legten fast zeitgleich, jedoch weitgehendst unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstmals Rekruten der Deutschen Bundeswehr vor dem nationalsozialistisch völlig unbelasteten Reichstag ihr Gelöbnis ab.
Zum Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 bekannten 500 junge Soldaten am Sonntag ihre Treue zur Werteordnung des Grundgesetzes und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sprach von einem „historischen Tag“.

Einem guten Deutschen, der demütig und gebückt unter der drückenden Erblast seiner Väter durchs Leben zu gehen hat, muss sich ob einer solch widerlichen Verlogenheit der Magen umdrehen.
Es sind gleichen Sprüche, es sind die gleichen Argumente und es sind charakterlich die gleichen Personen, die unter dem Deckmäntelchen des Gedenkens an Widerstand und unter dem stetigen Hinweis der inneren und äußere Sicherheit zu dienen, nichts anderes im Schilde führen als ihre perfiden Visionen einer wirtschaftlichen und militärischen Großmacht zu realisieren.

Stück für Stück wird aus den Grundrechten herausgebrochen, Stein um Stein werden die Fundamente der Demokratie zu Festungen und Gefängnissen umgebaut, und keine Gelegenheit wird ausgelassen um das Volk auf die passende Ideologie einzuschwören.
Jedes Mittel ist dazu recht, sei es mangelnde Bildung, hohe Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Ausbeutung, zunehmende Überwachung, militärische Stärke und Präsenz, zunehmender Personenkult und -last but not least- eine Häufung symbolträchtiger Handlungen und historischer Ereignisse.
So werden hier ein paar militärische Orden für Tapferkeit vor dem Feind wiederbelebt und im demokratiefreien befriedeten Bezirk vor dem Reichstag werden 500 Rekruten der Bundeswehr vereidigt
Gesichert wurde die Feier auf dem weiträumig abgesperrten Terrain von rund 1800 Polizisten. Mannschaftswagen standen dicht an dicht, Polizeiboote patrouillierten auf der nahen Spree.

Dieses „historische Ereignis“ legt man dann exakt auf den Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler und lässt die jungen Soldaten ihr “feierliches Gelöbnis” sprechen: “Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.
Weigert sich ein Rekrut jedoch, dieses Gelöbnis abzulegen, so ist er für den Rest der Dienstzeit von Beförderungen ausgeschlossen. Es gibt eben doch noch gewisse demokratiefreie Bereiche in der Bundesrepublik Deutschland in denen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) keine Anwendung findet.

Da die tapfere Verteidigung der Republik zunehmend außerhalb der Landesgrenzen stattfindet, muss ein solcher Rekrut damit rechnen, dass ihm post mortem die neue Tapferkeitsmedaille an die kalte Brust geheftet wird. Und in der Tagespresse erscheinen wieder die Todesanzeigen, in denen der Obergefreite Gefreite Maier, Träger des Tapferkeitsordens am Bande, im heroischen Kampf für Kanzlerin, Volk und Vaterland sein Leben lassen musste. Wir werden ihn nie vergessen!
Echt, man könnte kotzen, am besten gleich von der Glaskuppel des Reichtagsgebäudes aus gleich runter in den Bundestag.

Damit ich es nicht vergesse und man mir volksverhetzende Geschichtsverfälschung vorwerfen könnte, möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass die Bundesregierung bei obigem „historischen Ereignis“ die Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Gewaltregime als Vorbilder für heute ausdrücklich gewürdigt hat.

Bundesaußenminister Steinmeier war sogar persönlich anwesend um schon mal die Schlagkraft seiner außenpolitischen Argumente in Augenschein zu nehmen.
Und Bundesverteidigungsminister Jung ermahnte die jungen Soldaten, dass vom Widerstand der Auftrag ausgehe, das Handeln der Soldaten immer an das Grundgesetz zu binden, denn “der 20. Juli 1944 war als Aufstand des Gewissens eine befreiende Tat.”
Jung ließ es sich zudem nicht nehmen zusammen mit der ebenfalls persönlich anwesenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, die Ehrenformation abzuschreiten.

Auch die CDU wollte an so einem historischen Tag nicht zurückstehen und ließ über ihren Generalsekretär Ronald Pofalla verkünden, dass auch die Christlichen-Demokraten die Kämpfer gegen das Nazi-Regime würdigen: “Wir verneigen uns vor ihnen angesichts der Opfer, die sie gebracht haben“, erklärte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla in einer Mitteilung. “Sie bezahlten für ihre Überzeugungen mit ihrem Leben.”

Da die Regierung der Bundesrepublik Deutschland aus der Geschichte offensichtlich nichts lernen will, hielt Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) es schon mal für notwendig den Soldaten der 5. und 6. Kompanie des Wachbataillons zu versichern: «Ihr könnt Euch darauf verlassen: Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen.»
Selbst wer den aktiven Wehrdienst bereits hinter sich hat und bestenfalls noch als “Kanonenfutter” oder für den “Landsturm” taugt, sollte sich nicht auf solche Sprüche verlassen

Daher “gelobe ich, dass ich mit allen mir in einem demokratischen Gesellschaftssystem zur Verfügung stehenden Mitteln gegen all jene Personen stellen werde, die eine Militarisierung der deutschen Außenpolitik und den Aufbau eines innerstaatlichen Überwachungssystems betreiben, fördern, zulassen oder zumindest billigend in Kauf nehmen.
Als bekennender Atheist werde ich das allerdings wohl ohne Gottes Hilfe tun müssen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 11. August 2008 um 05:45:51 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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  1. zdago meint:

    @Schlagkraft seiner außenpolitischen Argumente
    Da wird der Gute hoffentlich noch einmal sein steilstes Teil etwas in Deckung bringen. Dem Vernehmen nach wurden die georgischen Soldaten von der Bundeswehr ausgebildet - es gibt da verschiedene Meldungen dazu - und die für Deutsche politisch korrekten Kenntnisse in Rückzug, Flucht und Desertation waren wohl nicht sehr überzeugend.
    Na ja, auf der anderen Seite wird der Gute ja auch nicht persönlich zuschlagen, sondern aus tausend Kilometer Entfernung am Bildschirm das schießen befehlen - sozusagen als Hardcore-Killerspieler! Und wenn die Ziele dann einmal so blöde sind, sich zu wehren - Pech für die dumen Hartz-IV-Zwangssoldaten. Es wird inzwischen auch berichtet, daß ein Hartz-IV-Empfänger den Dienst an der Gewinnspanne nicht verweigern darf.
    mfg zdago

  2. Fred Sky meint:

    “Der Landsturm bezeichnete im deutschen Militärwesen seit dem 19. Jahrhundert das ‘letzte Aufgebot’ aller Wehrpflichtigen, welche weder dem Landheer noch der Marine angehören, zur Abwehr eines feindlichen Einfalls.”
    Die Einfälle unserer Regierigen und ihrer Hintermänner sind oft sehr feindlich und produzieren Verlierer des Systems, die neuen Wehrpflichtigen des neuen Landsturms, die zunehmend auch die Mittelschicht stellt. Warum also Fördern und Fordern durch Sozialfahnder nur erdulden, nein, mitmachen und die Sauereien dieser selbst ernannten “Förderer und Forderer” ans Tageslicht fördern und die Bestrafung fordern. Alle Verlierer stellen eine große Zahl “Sozialfahnder” dar und sollten prüfen, wohin das “Soziale” denn entschwunden ist. Früher gab es den Zirkel schreibender Arbeiter, heute ersetzt duch arbeitslose Schreiber im Internet. Hier fehlt ein literarisch wertvolles Portal, in welchem jeder seine Erfahrungen und Kenntnisse in Romanform bzw. künstlerisch gestalteter evtl. utopischer Kurzgeschichten darbieten kann. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich völlig ausgeschlossen, auf Aktenzeichen muß verzichtet werden. Auch als lehrreiche Märchen wären Geschichten nützlich, so z.B.:
    Es war einmal der Chef einer AWG (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft), der bekam ein Luxusauto gewonnen. Alle Gasgeräte aller Wohnungen wurden daraufhin ausgetauscht und der umfangreiche Ersatzteilstock weggeworfen. Die Mieter freuten sich über die Modernisierung und höhere Miete. Dann waren die Fenster dran, die Haustüren, die Briefkästen, die Badewannen …
    oder das Märchen vom goldenen Esel, einer Jugendherberge im Eigentum der Stadt, vorbildlich vom Arbeitsamt nur mit kostenlosen ABM-Arbeitskräften bestückt, aber teuer an den Betreiber vermietet. Die Geldwäsche läuft wie geschmiert…
    Ähnliche Geschichten kennt jeder, und wir sollten sie nach dem Vorbild der Brüder Grimm sammeln. Die “Einschaltquote” würde sicherlich die “Nachdenkseiten” übertreffen, und es wäre eine Fundgrube für künftige Manager, es noch besser zu machen.
    Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott.

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