Graf Wolfgang von Rotz

18. August 2008 05:45

Lieber Freund

Sicher haben Sie auch schon mal davon gehört, dass jemand wegen seines Glaubens bestraft und exkommuniziert wurde. Zwar gibt es im Lande noch immer so etwas wie die Religionsfreiheit, das heißt aber noch lange nicht dass es ohne Konsequenzen bleibt, wenn jemand glaubt seine Miete nicht bezahlen zu müssen oder gar glaubt seine kruden Ansichten und Thesen an die Tür nageln oder gar auf die Hauswand sprayern zu müssen.

Gleiches gilt auch für beitragszahlende Mitglieder von Glaubensgemeinschaften, die sich unter einem einst sozial-demokratischem Banner zusammengerottet haben, um gemäß ihrem göttlichen Auftrag, dem gläubigen Volk das Frohlocken am Opferstock einzubleuen. Die Mission scheint geglückt und sicher stünde die SPD ohne solche Leute wie Schröder, Clemens, Steinmeier, Schily, Müntefering, Eichel, Struck und Steinbrück nicht da wo sie heute steht.

All diesen Personen eigen ist der Glaube an die Agenda 2010, die Ahnung und die Vermutung über die Richtigkeit ihrer Mission, jedoch hapert es ganz offensichtlich erheblich mit der Erfahrung, dem Wissen und der Erkenntnis über deren Auswirkungen.
Doch um sich das Gewissen nicht unnötig zu belasten und sich selbst die Finger am zuschlagenden Tor zum Paradies nicht zu quetschen, ersetzt zunehmend die wortreiche Lüge eine möglicherweise noch sporadisch aufkeimende Reue.

Nun ist Reue, zumindest laut Wikipedia, “ein Gefühl der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über fehlerhaftes Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein (oder der Empfindung) von dessen Unwert und Unrecht sowie mit dem Willensvorsatz zur eventuellen Genugtuung und Besserung” und befällt in den Zeiten der rot-grünen und schwarz-roten Cholera die Menschen die gewahr werden, dass sie sich von den roten Priestern haben gutgläubig an der Nase herumführen lassen.

Daher kommt auch eine gewisse Häme auf, wenn es nun endlich einen der größten Schreier erwischte, der schon immer durch arrogant-markige Sprüche auffiel und sein eigenes Mäntelchen unter dem sozial-demokratischen Wimpel im wirtschaftlichen Reformwind hängen hatte.
Nun war das Maß voll, die Schonzeit vorbei und es durfte zum Halali geblasen werden, denn die Schiedskommission der SPD in Nordrhein-Westfalen hatte beschlossen, dem ehemaligen Ministerpräsidenten des gleichnamigen Bundeslandes und ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft, den Superwolli und Stinkefinger Wolfgang Clement wegen parteischädigendem Verhalten den Stuhl vor die Tür zu stellen.

Graf Rotz Leider kam diese Entscheidung um Jahre zu spät und es wäre der SPD sicher gut zu Gesicht gestanden, wenn sie die ganze Bande um Gentlemengangster Schröder gleich mit exkommuniziert hätte.

Wenn sich Wolfgang Clement nun als “Querdenker” outet und im Umgang mit ihm mehr “Sachlichkeit” einfordert, dann ist das nur noch lachhaft und ein gutes Beispiel wie getroffene Hunde beim Aufprall des ersten Steins am eigenen Leib zu fiepsen beginnen.

Doch Wolfgang Clement ist kein “Querdenker”, sondern wohl eher ein egomanischer “Querkopf” mit cholerischen Neigungen, der jahrelang sein autoritäres Verhalten als Autorität vermarktet hat. Wenn er sich nun aus dem politischen “Off” als Aufsichtsrat der RWE mitten im hessischen Wahlkampf zur Atompolitik der roten Andrea mit dem unaussprechlichen Namen äußert, dann wiegt das sicher schwerer als wenn er an der erfolglosen Gesundheitspolitik seiner Parteibuchkollegin Ulla Schmidt herumgemosert hätte, denn bei beiden Damen mit rotem Parteibuch sträuben sich dem geplagten Zeitgenossen nicht nur die Haare, sondern rollen sich auch noch gleichzeitig die Zehennägel ein.

Die Show, die in den Medien um die Person des Herrn Clement zelebriert wurde, erweckte den Eindruck, dass hier einem Menschen ein großes Unrecht geschah, das erhöhtes öffentliches Interesse erforderte um bleibende Schäden für die politische Meinungsbildung im Lande zu verhindern.
Vom Verbot der innerparteilichen eigenen Meinung war da gar die Rede, von Flügelkämpfen und vom falschen Umgang mit kritischen Geistern und der Demontage eines standhaften Mannes, der zum Besten gehöre das die SPD zu bieten haben, denn Wolfgang Clement gelte über die Parteigrenzen hinaus als Person mit Staatsräson, Wirtschaftsexpertise und Bürgersinn.
Er selbst “hätte es nie für möglich gehalten, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung in der Partei Willy Brandts so gering geschätzt wird.

Nicht nur, dass es einen großen Unterschied zwischen freier Meinungsäußerung und dem bestens honoriertem Auftragskläffen für einen Dienstherrn gibt, der rein zufälligerweise ein Atomkraftwerk im Bundesland Hessen sein eigen nennt.
Auch der von Wolfgang Clement zum Vergleich genötigte Willy Brandt hätte sich selbst noch als praktizierender Alkoholiker derart unverschämten Lobbyismus eines Parteimitgliedes verboten bevor Herbert Wehner die Gelegenheit genutzt hätte, sich so ein Großmaul wie Wolfgang Clement zur Brust zu nehmen um ihm in wenigen Worten klar zu machen wo in einer sozialen Demokratie der Hammer zu hängen hat.

Wenn Wolfgang Clement heute für sich Meinungsfreiheit einfordert und sachliche Auseinandersetzung mit seinen markigen Sprüchen, dann verbreitet das nur noch Übelkeit, denn unvergessen ist die Art und Weise wie sich dieses Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (ich musste das jetzt ausschreiben!) im Gefolge von Gerhard Schröder und einigen ebenfalls namentlich bekannter Personen mit diesem Parteibuch über das Land hergefallen sind. Keine Gelegenheit wurde unter dem Deckmäntelchen der Agenda2010 ausgelassen um den kleinen Leuten in die Eier zu treten und wer sich noch an die Pressekonferenzen und öffentlichen Auftritte von Wolfgang Clement erinnern kann, der weiß, dass gerade der keine Gelegenheit ausließ um sich, arrogant und Beifall heischend, persönlich im Sinne der INSM in Szene zu setzen.

Fast kann man das Gesülze dieses Mannes und die Glorifizierung seiner Person in den Medien nicht mehr ertragen, hat er doch die Basis der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands skrupellos als Trampolin für sich selbst und seine kruden Ideen benutzt.
Selbst jetzt noch benützt Wolfgang Clement die SPD für seine Zwecke, treibt sie fast nach Belieben vor sich her oder zerrt sie am Nasenring durch die Gegend. Fast so gekonnt wie Oskar Lafontaine, mit dem ihn einst das Parteibuch verband.
Traurig ist eigentlich nur, dass die Partei und deren “Führung” sich von Wolfgang Clement derart vorführen lässt und immer artig den Hampelmann macht.

Dabei ist man im Umgang mit anderen Parteimitgliedern, die ihre nicht parteikonforme “Meinung” in den Medien äußern, nicht so zimperlich wie im Falle von “Graf Wolfgang von Rotz”.
Aber das liegt vielleicht auch daran, dass das SPD-Mitglied Detlev von Larcher nicht über die geballte Kompetenz parteiinternen Lobbyisten und hochkarätigen Brüder im Geiste verfügt.

Doch nach dem ganzen Zeter und Mordio wird nun doch alles wieder gut, reichte doch eine einzige Presseerklärung von Superwolli Clement mit dem lauwarmen Hinweis “möglicherweise” falsch verstanden worden zu sein und schon freut sich die SPD wieder darüber, dass der Wolli sie doch noch ganz doll lieb hat und die Partei möglicherweise doch nicht ganz so tief wie befürchtet in der Scheiße steckt.
Und zur Verstärkung kommt jetzt auch noch „Münte“ zurück.
Da kann ja alles nur noch besser werden.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 18. August 2008 um 05:45:08 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

7 Antworten zu “Graf Wolfgang von Rotz”

  1. Jochen Hoff meint:

    Und wie recht du hast. Aber nun hat sich die Sache mit der SPD ja wohl bald erledigt. Münte gibt ihr den Rest.

    http://www.duckhome.de/tb/archives/3237-Dass-Grauen-kommt-zurueck-Muentefering-will-die-SPD-total-erledigen.html

  2. Machopan meint:

    So sehe ich das auch. Die alte SPD-Riege arbeitet sich in Richtung einer neuen GroKo, denn das ist noch ihre einzige Chance um nicht in der politischen Versenkung zu verschwinden und weiterhin einige lukrative Pöstchen besetzen zu können.
    Wer noch sozialdemokratisch denkt und sich noch traut das auch laut zu sagen und danach zu handeln, der ist entweder schon in die Boote gegangen oder sollte sich jetzt daran machen über die Reeling zu hüpfen. Zu einer Meuterei wird es auf diesem mit erheblicher Schieflage im Wasser liegenden “Bounty” wohl nicht mehr kommen.
    Nicht bei dem Steuermann!!!

  3. Fred Sky meint:

    Wer ist Clemens? - Ein unbedeutender Fiesling, aber mitverantwortlich für den Klimawandel zwischen Arm und Reich. Wenn das Parteienboot dadurch heftig schaukelt und die Insassen immer stärker links und rechts ins Volk (Wasser) kotzen, kocht das umso stärker. Das Boot ist voll mit Nichtsnutzen, sie werden umkippen.

    “Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen
    probiert ein jeder, was er mag …
    … So schreitet in dem engen Bretterhaus
    Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,
    Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle
    Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.”

  4. otti meint:

    Verbietet es sich eigentlich nicht, den Namen dieser Partei auszuschreiben, ihn überhaupt noch im Zusammenhang mit der genannten Person zu erwähnen? Für einen Sozialdemokraten ist die Partei, so wie sie heutzutage agiert, tot. Mausetot.

    Widerlich wird es, wenn solche Leute von Gerechtigkeit oder Anstand schwafeln. Eine grundgesetzlich geforderte Gleichheit vor dem Gesetz gibt es nicht mehr, wie die Ausschlussdiskussion um diesen Mann auf der einen und den abgeschlosssenen Fall von Larcher auf der anderen Seite zeigt.
    Der Rechtsstaat verkommt zum kriminellen Rechtsstaat.
    Das Grundgesetz wird im Namen neoliberalen Terrors zugunsten wirtschaftlicher Eliten ausgeweidet.
    Deutschland: die einen bereichern sich, die anderen werden abgezockt.
    Die Würde des Menschen bleibt auf der Strecke.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgungsbetreuung

    http://www.linksnet.de/de/artikel/23373

  5. han ich vergessen meint:

    Das gilt selbstverständlich auch für die sogenannten Christen,deren christliche Aufgaben darin besteht,den Bürger im Namen der Finanz und Waffenmafia auszurauben.
    Wann endlich entsorgen wir dieses Kartell auf friedlichem Wege ?

  6. otti meint:

    Seine Schamlosigkeit verdient Zorn.
    Aus dem Feuilleton (!) der FAZ.
    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EF932D296095C4A91AFC515456E268E78~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  7. Machopan meint:

    Danke Otti für den Link zur FAZ, den ich in dieser Form und in dieser Zeitung so nie für möglich gehalten hätte. Das Beste, das ich zum “Fall” Clement in den letzten Wochen in der Presse gelesen habe.
    Eigentlich müsste jedem selbstständig denkenden Menschen längst klar sein, das Wolfgang Clement genau da hin gehört, wo er seinen Initialen nach auch herkommt.
    Man muss nur endlich die Spülung ziehen.

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Graf Wolfgang von Rotz

18. August 2008 05:45

Lieber Freund

Sicher haben Sie auch schon mal davon gehört, dass jemand wegen seines Glaubens bestraft und exkommuniziert wurde. Zwar gibt es im Lande noch immer so etwas wie die Religionsfreiheit, das heißt aber noch lange nicht dass es ohne Konsequenzen bleibt, wenn jemand glaubt seine Miete nicht bezahlen zu müssen oder gar glaubt seine kruden Ansichten und Thesen an die Tür nageln oder gar auf die Hauswand sprayern zu müssen.

Gleiches gilt auch für beitragszahlende Mitglieder von Glaubensgemeinschaften, die sich unter einem einst sozial-demokratischem Banner zusammengerottet haben, um gemäß ihrem göttlichen Auftrag, dem gläubigen Volk das Frohlocken am Opferstock einzubleuen. Die Mission scheint geglückt und sicher stünde die SPD ohne solche Leute wie Schröder, Clemens, Steinmeier, Schily, Müntefering, Eichel, Struck und Steinbrück nicht da wo sie heute steht.

All diesen Personen eigen ist der Glaube an die Agenda 2010, die Ahnung und die Vermutung über die Richtigkeit ihrer Mission, jedoch hapert es ganz offensichtlich erheblich mit der Erfahrung, dem Wissen und der Erkenntnis über deren Auswirkungen.
Doch um sich das Gewissen nicht unnötig zu belasten und sich selbst die Finger am zuschlagenden Tor zum Paradies nicht zu quetschen, ersetzt zunehmend die wortreiche Lüge eine möglicherweise noch sporadisch aufkeimende Reue.

Nun ist Reue, zumindest laut Wikipedia, “ein Gefühl der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über fehlerhaftes Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein (oder der Empfindung) von dessen Unwert und Unrecht sowie mit dem Willensvorsatz zur eventuellen Genugtuung und Besserung” und befällt in den Zeiten der rot-grünen und schwarz-roten Cholera die Menschen die gewahr werden, dass sie sich von den roten Priestern haben gutgläubig an der Nase herumführen lassen.

Daher kommt auch eine gewisse Häme auf, wenn es nun endlich einen der größten Schreier erwischte, der schon immer durch arrogant-markige Sprüche auffiel und sein eigenes Mäntelchen unter dem sozial-demokratischen Wimpel im wirtschaftlichen Reformwind hängen hatte.
Nun war das Maß voll, die Schonzeit vorbei und es durfte zum Halali geblasen werden, denn die Schiedskommission der SPD in Nordrhein-Westfalen hatte beschlossen, dem ehemaligen Ministerpräsidenten des gleichnamigen Bundeslandes und ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft, den Superwolli und Stinkefinger Wolfgang Clement wegen parteischädigendem Verhalten den Stuhl vor die Tür zu stellen.

Graf Rotz Leider kam diese Entscheidung um Jahre zu spät und es wäre der SPD sicher gut zu Gesicht gestanden, wenn sie die ganze Bande um Gentlemengangster Schröder gleich mit exkommuniziert hätte.

Wenn sich Wolfgang Clement nun als “Querdenker” outet und im Umgang mit ihm mehr “Sachlichkeit” einfordert, dann ist das nur noch lachhaft und ein gutes Beispiel wie getroffene Hunde beim Aufprall des ersten Steins am eigenen Leib zu fiepsen beginnen.

Doch Wolfgang Clement ist kein “Querdenker”, sondern wohl eher ein egomanischer “Querkopf” mit cholerischen Neigungen, der jahrelang sein autoritäres Verhalten als Autorität vermarktet hat. Wenn er sich nun aus dem politischen “Off” als Aufsichtsrat der RWE mitten im hessischen Wahlkampf zur Atompolitik der roten Andrea mit dem unaussprechlichen Namen äußert, dann wiegt das sicher schwerer als wenn er an der erfolglosen Gesundheitspolitik seiner Parteibuchkollegin Ulla Schmidt herumgemosert hätte, denn bei beiden Damen mit rotem Parteibuch sträuben sich dem geplagten Zeitgenossen nicht nur die Haare, sondern rollen sich auch noch gleichzeitig die Zehennägel ein.

Die Show, die in den Medien um die Person des Herrn Clement zelebriert wurde, erweckte den Eindruck, dass hier einem Menschen ein großes Unrecht geschah, das erhöhtes öffentliches Interesse erforderte um bleibende Schäden für die politische Meinungsbildung im Lande zu verhindern.
Vom Verbot der innerparteilichen eigenen Meinung war da gar die Rede, von Flügelkämpfen und vom falschen Umgang mit kritischen Geistern und der Demontage eines standhaften Mannes, der zum Besten gehöre das die SPD zu bieten haben, denn Wolfgang Clement gelte über die Parteigrenzen hinaus als Person mit Staatsräson, Wirtschaftsexpertise und Bürgersinn.
Er selbst “hätte es nie für möglich gehalten, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung in der Partei Willy Brandts so gering geschätzt wird.

Nicht nur, dass es einen großen Unterschied zwischen freier Meinungsäußerung und dem bestens honoriertem Auftragskläffen für einen Dienstherrn gibt, der rein zufälligerweise ein Atomkraftwerk im Bundesland Hessen sein eigen nennt.
Auch der von Wolfgang Clement zum Vergleich genötigte Willy Brandt hätte sich selbst noch als praktizierender Alkoholiker derart unverschämten Lobbyismus eines Parteimitgliedes verboten bevor Herbert Wehner die Gelegenheit genutzt hätte, sich so ein Großmaul wie Wolfgang Clement zur Brust zu nehmen um ihm in wenigen Worten klar zu machen wo in einer sozialen Demokratie der Hammer zu hängen hat.

Wenn Wolfgang Clement heute für sich Meinungsfreiheit einfordert und sachliche Auseinandersetzung mit seinen markigen Sprüchen, dann verbreitet das nur noch Übelkeit, denn unvergessen ist die Art und Weise wie sich dieses Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (ich musste das jetzt ausschreiben!) im Gefolge von Gerhard Schröder und einigen ebenfalls namentlich bekannter Personen mit diesem Parteibuch über das Land hergefallen sind. Keine Gelegenheit wurde unter dem Deckmäntelchen der Agenda2010 ausgelassen um den kleinen Leuten in die Eier zu treten und wer sich noch an die Pressekonferenzen und öffentlichen Auftritte von Wolfgang Clement erinnern kann, der weiß, dass gerade der keine Gelegenheit ausließ um sich, arrogant und Beifall heischend, persönlich im Sinne der INSM in Szene zu setzen.

Fast kann man das Gesülze dieses Mannes und die Glorifizierung seiner Person in den Medien nicht mehr ertragen, hat er doch die Basis der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands skrupellos als Trampolin für sich selbst und seine kruden Ideen benutzt.
Selbst jetzt noch benützt Wolfgang Clement die SPD für seine Zwecke, treibt sie fast nach Belieben vor sich her oder zerrt sie am Nasenring durch die Gegend. Fast so gekonnt wie Oskar Lafontaine, mit dem ihn einst das Parteibuch verband.
Traurig ist eigentlich nur, dass die Partei und deren “Führung” sich von Wolfgang Clement derart vorführen lässt und immer artig den Hampelmann macht.

Dabei ist man im Umgang mit anderen Parteimitgliedern, die ihre nicht parteikonforme “Meinung” in den Medien äußern, nicht so zimperlich wie im Falle von “Graf Wolfgang von Rotz”.
Aber das liegt vielleicht auch daran, dass das SPD-Mitglied Detlev von Larcher nicht über die geballte Kompetenz parteiinternen Lobbyisten und hochkarätigen Brüder im Geiste verfügt.

Doch nach dem ganzen Zeter und Mordio wird nun doch alles wieder gut, reichte doch eine einzige Presseerklärung von Superwolli Clement mit dem lauwarmen Hinweis “möglicherweise” falsch verstanden worden zu sein und schon freut sich die SPD wieder darüber, dass der Wolli sie doch noch ganz doll lieb hat und die Partei möglicherweise doch nicht ganz so tief wie befürchtet in der Scheiße steckt.
Und zur Verstärkung kommt jetzt auch noch „Münte“ zurück.
Da kann ja alles nur noch besser werden.

Machopan
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  1. Jochen Hoff meint:

    Und wie recht du hast. Aber nun hat sich die Sache mit der SPD ja wohl bald erledigt. Münte gibt ihr den Rest.

    http://www.duckhome.de/tb/archives/3237-Dass-Grauen-kommt-zurueck-Muentefering-will-die-SPD-total-erledigen.html

  2. Machopan meint:

    So sehe ich das auch. Die alte SPD-Riege arbeitet sich in Richtung einer neuen GroKo, denn das ist noch ihre einzige Chance um nicht in der politischen Versenkung zu verschwinden und weiterhin einige lukrative Pöstchen besetzen zu können.
    Wer noch sozialdemokratisch denkt und sich noch traut das auch laut zu sagen und danach zu handeln, der ist entweder schon in die Boote gegangen oder sollte sich jetzt daran machen über die Reeling zu hüpfen. Zu einer Meuterei wird es auf diesem mit erheblicher Schieflage im Wasser liegenden “Bounty” wohl nicht mehr kommen.
    Nicht bei dem Steuermann!!!

  3. Fred Sky meint:

    Wer ist Clemens? - Ein unbedeutender Fiesling, aber mitverantwortlich für den Klimawandel zwischen Arm und Reich. Wenn das Parteienboot dadurch heftig schaukelt und die Insassen immer stärker links und rechts ins Volk (Wasser) kotzen, kocht das umso stärker. Das Boot ist voll mit Nichtsnutzen, sie werden umkippen.

    “Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen
    probiert ein jeder, was er mag …
    … So schreitet in dem engen Bretterhaus
    Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,
    Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle
    Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.”

  4. otti meint:

    Verbietet es sich eigentlich nicht, den Namen dieser Partei auszuschreiben, ihn überhaupt noch im Zusammenhang mit der genannten Person zu erwähnen? Für einen Sozialdemokraten ist die Partei, so wie sie heutzutage agiert, tot. Mausetot.

    Widerlich wird es, wenn solche Leute von Gerechtigkeit oder Anstand schwafeln. Eine grundgesetzlich geforderte Gleichheit vor dem Gesetz gibt es nicht mehr, wie die Ausschlussdiskussion um diesen Mann auf der einen und den abgeschlosssenen Fall von Larcher auf der anderen Seite zeigt.
    Der Rechtsstaat verkommt zum kriminellen Rechtsstaat.
    Das Grundgesetz wird im Namen neoliberalen Terrors zugunsten wirtschaftlicher Eliten ausgeweidet.
    Deutschland: die einen bereichern sich, die anderen werden abgezockt.
    Die Würde des Menschen bleibt auf der Strecke.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgungsbetreuung

    http://www.linksnet.de/de/artikel/23373

  5. han ich vergessen meint:

    Das gilt selbstverständlich auch für die sogenannten Christen,deren christliche Aufgaben darin besteht,den Bürger im Namen der Finanz und Waffenmafia auszurauben.
    Wann endlich entsorgen wir dieses Kartell auf friedlichem Wege ?

  6. otti meint:

    Seine Schamlosigkeit verdient Zorn.
    Aus dem Feuilleton (!) der FAZ.
    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EF932D296095C4A91AFC515456E268E78~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  7. Machopan meint:

    Danke Otti für den Link zur FAZ, den ich in dieser Form und in dieser Zeitung so nie für möglich gehalten hätte. Das Beste, das ich zum “Fall” Clement in den letzten Wochen in der Presse gelesen habe.
    Eigentlich müsste jedem selbstständig denkenden Menschen längst klar sein, das Wolfgang Clement genau da hin gehört, wo er seinen Initialen nach auch herkommt.
    Man muss nur endlich die Spülung ziehen.

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