Eine gute Frage

26. Januar 2009 05:45

Lieber Freund

Mit “wann ist der Staat eigentlich pleite?” stellt der SPIEGEL in seiner Ausgabe 5/2009 eine gute Frage und ist auf den folgenden Seiten wie üblich darum bemüht das System der bunten Republik schön zu schreiben, kleinere Mängel aufzuzeigen und zu dem Schluss zu kommen, dass es kein besseres System geben könne, wenn man denn einige Auswüchse der jüngeren Nachkriegsgeschichte „korrigieren“ würde.

Man kann dieses, überwiegend aus abgelutschten Durchhalteparolen und tumben Endsieggeplapper bestehende Propagandageschreibsel durchaus mit dem Staatsjournalismus des Dritten Reiches und der ebenfalls wenig ruhmreich untergegangenen DDR vergleichen.

An den Untergang des „Tausendjährigen Reiches“ erinnern sich nur noch Wenige, einige Unbeirrbare wollen es, unbeachtet der Tatsache, dass es vielen Menschen das Leben gekostet hat, sogar wieder glorifizieren und zu neuem Leben erwecken.
Mit dem Ende der DDR ist es ähnlich, denn die hat sich ja wohl auch nicht aus parteiübergreifenden Dummheit und persönlicher Ignoranz ihrer Regierenden von der Landkarte getilgt, sondern wurde im Rahmen einer feindlichen Übernahme vom Staatsfeind im Westen über die Mauer in den Kapitalismus gezerrt.
Dumm eben nur, dass sich im Westen der neoliberale Kapitalismus mit den ostdeutschen Bespitzelungsmethoden verbündete und die politischen Parteien im Westen sich an dem Regierungsmodell der ostdeutschen Einheitspartei zur kontinuierlichen Volksverarschung geradezu berauschten.

Und so kommt es, dass die BRD nun in etwa da steht, wo die DDR vor etwa 20 Jahren stand und der “Schwarze Kanal” des Spiegels nunmehr für Gesamtdeutschland die Frage stellt, “wann ist der Staat eigentlich pleite?”.

Dazu muss man jetzt nicht lange rätseln oder langatmige Erklärungen verfassen, denn der Staat und seine Parteien “haben dann fertig” wenn das Volk das Spiel nicht länger mitmacht, weil es zuviel mitgemacht hat.
Die Frage ist also nicht, wann ein Staat pleite ist, sondern wann ein Staat so kaputt ist, dass es die erste Bürgerspflicht ist, die dafür Verantwortlichen in den Mülleimer der Geschichte zu treten.
Nun wird sich die Frau Merkel in ihrem Führerbunker ja nicht gleich das Leben nehmen, oder der Herr Schäuble vor ein Mikrofon rollen und weinerlich erklären, dass er ja eigentlich doch “alle lieb hat“.
Auch der Bundesfinanzminister, von dem neben seinen großen Sprüchen auch die größte Neuverschuldung des Landes nach dem Ende der Nazi-Regentschaft in die Geschichte eingehen wird, wird sich nicht durch Republikflucht vom Acker machen. Denn wo sollte der Mann denn noch hin, nachdem er fast jedes Land der Welt der Kumpanei mit Steuerhinterziehern bezichtigt hat.
Die anderen Blockflöten sind, bis auf den Kreide fressenden Außenminister und neuen Kanzlerkandidaten der SPD, kaum der Rede wert, denn wer wird sich in einigen Jahren noch an den Flachwassertaucher Tiefensee oder die chronisch von Beitragssenkungen im Gesundheitswesen schwafelnde Gesundheitsulla erinnern.

Leute wie Schröder, Müntefering, Steinmeier, Eichel, Struck und ihre grünen Helfershelfer sind die Erbauer der Klagemauer, die quer durch die Gesellschaft gezogen wurde und nun Arm von Reich und Sonderschüler von Gymnasiasten trennt.
Ohne die jahrelange Vorarbeit von Kohl und seiner “Politik der schwarzen Kassen” wäre das sicher nicht möglich gewesen. Schon damals hatten die Menschen die Nase, an der man sie durch den Kakao gezogen hat, voll und hielten die rot-grünen Schleimer und ihre großmauligen Versprechungen für eine mögliche Alternative. Halbiert hat sich jedoch während deren Regierungszeit nicht etwa die Zahl der Arbeitslosen, sondern nur das Vertrauen der Bevölkerung in eine Regierung die ihre gut honorierte Lobbyistenarbeit zur Doktrin erhob und ihre gesellschaftspolitischen Fehler mit missionarischem Eifer zu begehen pflegte.
Widerspruch wurde nicht geduldet und auf jeden Andersdenkenden in kollektivem Gehorsam eingeschlagen.

Die staatlich verordnete Schrumpfkur wirkte sich nicht auf die Zahl der Arbeitslosen aus, sondern nur auf die Höhe deren Einkommen. Und die zur Stabilisierung des Ausbeutungssystems angeordnete Rosskur an ach so notwendigen Reformen, betraf natürlich nur die unteren Gesellschaftsschichten.
Angewidert von der Drei-Lügen-Partei haben sich nicht nur viele Wähler abgewandt, sondern auch einige Parteigenossen sind desertiert und zum Gegner übergelaufen.

So kam dann das Mädchen aus der Uckermark an die Macht, die ihre politische Karriere von der FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda bis zur Kanzlerkandidatin der Christlich-Demokratischen Union im Wesentlichen nur ihrer schwarzgeldfreien weißen Weste unter Helmut Kohl zu verdanken hatte.
Sie wolle Deutschland dienen ließ sie verlauten und kündigte eine Zeitenwende mit einer Politik der “kleinen Schritte” an.

Dafür wurde dann im großen Stil zuerst einmal alles gestrichen!
Nicht neu, sondern alles, was die Große Koalition bei den Bürgern für unnütz erachtete!
Und das reichte vom Sparerfreibetrag über die Eigenheimzulage bis zur Pendlerpauschale. Erhöht wurde natürlich auch, angefangen von der Mehrwertsteuer bis zum Druck auf Arbeitnehmer und die Schikanen der Arbeitslosen.

Mit den Trippelschrittchen muss dann aber irgendwann zwischen Herbst 2005 und dem Frühjahr 2009 etwas richtig schiefgegangen sein, denn sonst müsste der Spiegel die Frage nach dem möglichen Staatsbankrott ja heute nicht stellen.
OK, offiziell ist jetzt natürlich die Finanzkrise der Auslöser, aber die nimmt doch nur etwas vorweg, das sowieso früher oder später kommen musste.
Sagen wir es mal kurz und bündig, die Jungs und Mädels aus dem Merkelschen Gruselkabinett haben, samt ihrer Chefin, entsprechend ihren beschränkten Fähigkeiten so gut wie keine Möglichkeit ausgelassen um dieses Land systematisch gegen die Wand zu fahren.
Nun sitzen sie hoch oben in ihrem Wolkenkuckucksheim auf dem größten Schuldenberg den dieses Land jemals gesehen hat und werfen mit Manna nach Ihresgleichen und mit eilig zusammengeschusterten Gesetzen auf das mord(s)lustige Volk, das sich unten am Fuße des Olymps zusammenrottet.

Fakt ist, dass die “kleinen Schritte” der Frau Merkel über ein “auf der Stelle treten” nicht hinausgekommen sind und aus der “dienenden Bescheidenheit” eine “selbstbedienende Ignoranz” mit der “Lizenz zum Abzocken” geworden ist.

Keine Frage, dieser Staat ist pleite, hat das Vertrauen verspielt und die Chance vertan.
Das Spiel ist aus, rien ne va plus.
Und Spielschulden sind Ehrenschulden.

Und im Herbst 2009 ist Almabtrieb.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 26. Januar 2009 um 05:45:04 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

4 Antworten zu “Eine gute Frage”

  1. Harald meint:

    Schön wäre es wenn der Almabtrieb im Herbst gelingen würde. Aber leider wird der “gemeine Wähler” sein Kreuzchen wohl wieder dort machen, wo es von den Oberen gewünscht ist oder er geht einfach nicht zur Wahl und denkt drüber ärgern die sich dann.
    Das mit dem Ärgern funktionierte im Osten, in der DDR, da war Wahlverweigerung noch ein echter Protest über den sich die Partei ärgerte, aber heute ist doch jeder Nichtwähler ein “besonders guter” Wähler weil er auf keinen Fall sein Kreuzchen an der “falschen Stelle” machen wird.

  2. ALPHA meint:

    Pleite bedeutet, daß am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist…
    Damit das nicht schon vor der Bunzwahl passiert, mußte schnell noch frisches virtuelles hergezaubert werden…gemäß der alten Schwaben-Regel: Tue Gutes UND rede darüber !! Das funkt, garantiert !!!!

  3. Machopan meint:

    Dass man mit Geld, vor allem wenn man es in der eigenen Druckerei herstellen kann, so ziemlich jeden Unsinn machen kann, das wissen wir aus der Geschichte. Ob es sich dabei um die Finanzierung des nächsten Weltkrieges handelt oder nur um den Aufbau einer Kriegsflotte, die sich im Skagerak versenken lässt, spielt dabei keine Rolle, denn wir wissen aus der Geschichte auch, dass diese Spielchen alle endlich sind.
    Wie man mit einer Menge wertlosem Papiergeld nicht nur den eigenen Staat an die Wand fahren kann, sondern auch andere Staaten destabilisert, zeigt “zufälligerweise” heute das 2DF um 20:15 anhand einer wahren Geschichte.
    Während des ganzen Films sollten Sie nicht vergessen, dass es damals der Staat bzw. die Regierungspartei war, die diese Fälschungen in Auftrag gegeben hat.
    Nachdem dann die ganze Geschichte mit der Gelddruckerei so richtig in die Hose gegangen war, wurde die Reichsmark nichts mehr wert und jeder Überlebende bekam 50 Deutsche Mark in die Hand gedrückt.
    Jetzt haben wir zwar den Euro, aber seit der Einführung des Papiergeldes und der Aufhebung der Konvertibilität in Edelmetalle, kann zur Behebung finanzieller Engpässe schon mal die Druckerpresse angeworfen werden um die Geldmenge zu erhöhen.
    Man muss daher nicht diskutieren, ob dies im Falle einer bundesrepublikanischen Pleite geschieht, sondern nur noch wann es geschieht bzw. geschehen ist.

    Als nächster Schritt auf dem Weg zur Gesundung der staatlichen Finanzen kommt dann je nach Ausmaß der Katastrophe die Abwertung oder die Entwertung und die Währungsreform. Und die kleinen Arschlöcher der Republik können sich dann mit dem alten Papiergeld der bunten Republik die Wände tapezieren oder den Kamin befeuern.
    Sollten Sie der Meinung sein, dass sowas heute nicht (mehr) passieren kann, dann lassen Sie sich doch die Geschichte eines Besseren belehren.
    Vielleicht schauen Sie sich heute um 20:15 Uhr im 2DF schon mal den Film „Die Geldfälscher“ an, um ihr finanzmathematisches Grundwissen in die Neuzeit zu adaptieren.

  4. ALPHA meint:

    Das mit den real immer mehr werdenden, kunstvoll bedruckten “Wechselversprechen” , auch “Geld” genannt, klappt m.E. nicht so richtig, denn dann müßte, früher oder später, eine proportional größere Menge auch in unseren Geldbörsen ankommen. Der Umweg über diese altmodische materialisierte Form scheint mir viel zu aufwendig für richtige Profis. Gerade im Zeitalter der Globalisierung kann man doch völlig losgelöst von irgendwelchen Wertgarantien einfach mehrmals am Tage die Zahlen um die Welt kreisen lassen. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind sich die Experten darin einig, daß nur 2% (in Worten “zwei Prozent”) des Welt-Finanzumsatzes auf realer Wertschöpfung (sog. “Arbeit”) beruhen, der Rest ist Spekulation.

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26. Januar 2009 05:45

Lieber Freund

Mit “wann ist der Staat eigentlich pleite?” stellt der SPIEGEL in seiner Ausgabe 5/2009 eine gute Frage und ist auf den folgenden Seiten wie üblich darum bemüht das System der bunten Republik schön zu schreiben, kleinere Mängel aufzuzeigen und zu dem Schluss zu kommen, dass es kein besseres System geben könne, wenn man denn einige Auswüchse der jüngeren Nachkriegsgeschichte „korrigieren“ würde.

Man kann dieses, überwiegend aus abgelutschten Durchhalteparolen und tumben Endsieggeplapper bestehende Propagandageschreibsel durchaus mit dem Staatsjournalismus des Dritten Reiches und der ebenfalls wenig ruhmreich untergegangenen DDR vergleichen.

An den Untergang des „Tausendjährigen Reiches“ erinnern sich nur noch Wenige, einige Unbeirrbare wollen es, unbeachtet der Tatsache, dass es vielen Menschen das Leben gekostet hat, sogar wieder glorifizieren und zu neuem Leben erwecken.
Mit dem Ende der DDR ist es ähnlich, denn die hat sich ja wohl auch nicht aus parteiübergreifenden Dummheit und persönlicher Ignoranz ihrer Regierenden von der Landkarte getilgt, sondern wurde im Rahmen einer feindlichen Übernahme vom Staatsfeind im Westen über die Mauer in den Kapitalismus gezerrt.
Dumm eben nur, dass sich im Westen der neoliberale Kapitalismus mit den ostdeutschen Bespitzelungsmethoden verbündete und die politischen Parteien im Westen sich an dem Regierungsmodell der ostdeutschen Einheitspartei zur kontinuierlichen Volksverarschung geradezu berauschten.

Und so kommt es, dass die BRD nun in etwa da steht, wo die DDR vor etwa 20 Jahren stand und der “Schwarze Kanal” des Spiegels nunmehr für Gesamtdeutschland die Frage stellt, “wann ist der Staat eigentlich pleite?”.

Dazu muss man jetzt nicht lange rätseln oder langatmige Erklärungen verfassen, denn der Staat und seine Parteien “haben dann fertig” wenn das Volk das Spiel nicht länger mitmacht, weil es zuviel mitgemacht hat.
Die Frage ist also nicht, wann ein Staat pleite ist, sondern wann ein Staat so kaputt ist, dass es die erste Bürgerspflicht ist, die dafür Verantwortlichen in den Mülleimer der Geschichte zu treten.
Nun wird sich die Frau Merkel in ihrem Führerbunker ja nicht gleich das Leben nehmen, oder der Herr Schäuble vor ein Mikrofon rollen und weinerlich erklären, dass er ja eigentlich doch “alle lieb hat“.
Auch der Bundesfinanzminister, von dem neben seinen großen Sprüchen auch die größte Neuverschuldung des Landes nach dem Ende der Nazi-Regentschaft in die Geschichte eingehen wird, wird sich nicht durch Republikflucht vom Acker machen. Denn wo sollte der Mann denn noch hin, nachdem er fast jedes Land der Welt der Kumpanei mit Steuerhinterziehern bezichtigt hat.
Die anderen Blockflöten sind, bis auf den Kreide fressenden Außenminister und neuen Kanzlerkandidaten der SPD, kaum der Rede wert, denn wer wird sich in einigen Jahren noch an den Flachwassertaucher Tiefensee oder die chronisch von Beitragssenkungen im Gesundheitswesen schwafelnde Gesundheitsulla erinnern.

Leute wie Schröder, Müntefering, Steinmeier, Eichel, Struck und ihre grünen Helfershelfer sind die Erbauer der Klagemauer, die quer durch die Gesellschaft gezogen wurde und nun Arm von Reich und Sonderschüler von Gymnasiasten trennt.
Ohne die jahrelange Vorarbeit von Kohl und seiner “Politik der schwarzen Kassen” wäre das sicher nicht möglich gewesen. Schon damals hatten die Menschen die Nase, an der man sie durch den Kakao gezogen hat, voll und hielten die rot-grünen Schleimer und ihre großmauligen Versprechungen für eine mögliche Alternative. Halbiert hat sich jedoch während deren Regierungszeit nicht etwa die Zahl der Arbeitslosen, sondern nur das Vertrauen der Bevölkerung in eine Regierung die ihre gut honorierte Lobbyistenarbeit zur Doktrin erhob und ihre gesellschaftspolitischen Fehler mit missionarischem Eifer zu begehen pflegte.
Widerspruch wurde nicht geduldet und auf jeden Andersdenkenden in kollektivem Gehorsam eingeschlagen.

Die staatlich verordnete Schrumpfkur wirkte sich nicht auf die Zahl der Arbeitslosen aus, sondern nur auf die Höhe deren Einkommen. Und die zur Stabilisierung des Ausbeutungssystems angeordnete Rosskur an ach so notwendigen Reformen, betraf natürlich nur die unteren Gesellschaftsschichten.
Angewidert von der Drei-Lügen-Partei haben sich nicht nur viele Wähler abgewandt, sondern auch einige Parteigenossen sind desertiert und zum Gegner übergelaufen.

So kam dann das Mädchen aus der Uckermark an die Macht, die ihre politische Karriere von der FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda bis zur Kanzlerkandidatin der Christlich-Demokratischen Union im Wesentlichen nur ihrer schwarzgeldfreien weißen Weste unter Helmut Kohl zu verdanken hatte.
Sie wolle Deutschland dienen ließ sie verlauten und kündigte eine Zeitenwende mit einer Politik der “kleinen Schritte” an.

Dafür wurde dann im großen Stil zuerst einmal alles gestrichen!
Nicht neu, sondern alles, was die Große Koalition bei den Bürgern für unnütz erachtete!
Und das reichte vom Sparerfreibetrag über die Eigenheimzulage bis zur Pendlerpauschale. Erhöht wurde natürlich auch, angefangen von der Mehrwertsteuer bis zum Druck auf Arbeitnehmer und die Schikanen der Arbeitslosen.

Mit den Trippelschrittchen muss dann aber irgendwann zwischen Herbst 2005 und dem Frühjahr 2009 etwas richtig schiefgegangen sein, denn sonst müsste der Spiegel die Frage nach dem möglichen Staatsbankrott ja heute nicht stellen.
OK, offiziell ist jetzt natürlich die Finanzkrise der Auslöser, aber die nimmt doch nur etwas vorweg, das sowieso früher oder später kommen musste.
Sagen wir es mal kurz und bündig, die Jungs und Mädels aus dem Merkelschen Gruselkabinett haben, samt ihrer Chefin, entsprechend ihren beschränkten Fähigkeiten so gut wie keine Möglichkeit ausgelassen um dieses Land systematisch gegen die Wand zu fahren.
Nun sitzen sie hoch oben in ihrem Wolkenkuckucksheim auf dem größten Schuldenberg den dieses Land jemals gesehen hat und werfen mit Manna nach Ihresgleichen und mit eilig zusammengeschusterten Gesetzen auf das mord(s)lustige Volk, das sich unten am Fuße des Olymps zusammenrottet.

Fakt ist, dass die “kleinen Schritte” der Frau Merkel über ein “auf der Stelle treten” nicht hinausgekommen sind und aus der “dienenden Bescheidenheit” eine “selbstbedienende Ignoranz” mit der “Lizenz zum Abzocken” geworden ist.

Keine Frage, dieser Staat ist pleite, hat das Vertrauen verspielt und die Chance vertan.
Das Spiel ist aus, rien ne va plus.
Und Spielschulden sind Ehrenschulden.

Und im Herbst 2009 ist Almabtrieb.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 26. Januar 2009 um 05:45:04 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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  1. Harald meint:

    Schön wäre es wenn der Almabtrieb im Herbst gelingen würde. Aber leider wird der “gemeine Wähler” sein Kreuzchen wohl wieder dort machen, wo es von den Oberen gewünscht ist oder er geht einfach nicht zur Wahl und denkt drüber ärgern die sich dann.
    Das mit dem Ärgern funktionierte im Osten, in der DDR, da war Wahlverweigerung noch ein echter Protest über den sich die Partei ärgerte, aber heute ist doch jeder Nichtwähler ein “besonders guter” Wähler weil er auf keinen Fall sein Kreuzchen an der “falschen Stelle” machen wird.

  2. ALPHA meint:

    Pleite bedeutet, daß am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist…
    Damit das nicht schon vor der Bunzwahl passiert, mußte schnell noch frisches virtuelles hergezaubert werden…gemäß der alten Schwaben-Regel: Tue Gutes UND rede darüber !! Das funkt, garantiert !!!!

  3. Machopan meint:

    Dass man mit Geld, vor allem wenn man es in der eigenen Druckerei herstellen kann, so ziemlich jeden Unsinn machen kann, das wissen wir aus der Geschichte. Ob es sich dabei um die Finanzierung des nächsten Weltkrieges handelt oder nur um den Aufbau einer Kriegsflotte, die sich im Skagerak versenken lässt, spielt dabei keine Rolle, denn wir wissen aus der Geschichte auch, dass diese Spielchen alle endlich sind.
    Wie man mit einer Menge wertlosem Papiergeld nicht nur den eigenen Staat an die Wand fahren kann, sondern auch andere Staaten destabilisert, zeigt “zufälligerweise” heute das 2DF um 20:15 anhand einer wahren Geschichte.
    Während des ganzen Films sollten Sie nicht vergessen, dass es damals der Staat bzw. die Regierungspartei war, die diese Fälschungen in Auftrag gegeben hat.
    Nachdem dann die ganze Geschichte mit der Gelddruckerei so richtig in die Hose gegangen war, wurde die Reichsmark nichts mehr wert und jeder Überlebende bekam 50 Deutsche Mark in die Hand gedrückt.
    Jetzt haben wir zwar den Euro, aber seit der Einführung des Papiergeldes und der Aufhebung der Konvertibilität in Edelmetalle, kann zur Behebung finanzieller Engpässe schon mal die Druckerpresse angeworfen werden um die Geldmenge zu erhöhen.
    Man muss daher nicht diskutieren, ob dies im Falle einer bundesrepublikanischen Pleite geschieht, sondern nur noch wann es geschieht bzw. geschehen ist.

    Als nächster Schritt auf dem Weg zur Gesundung der staatlichen Finanzen kommt dann je nach Ausmaß der Katastrophe die Abwertung oder die Entwertung und die Währungsreform. Und die kleinen Arschlöcher der Republik können sich dann mit dem alten Papiergeld der bunten Republik die Wände tapezieren oder den Kamin befeuern.
    Sollten Sie der Meinung sein, dass sowas heute nicht (mehr) passieren kann, dann lassen Sie sich doch die Geschichte eines Besseren belehren.
    Vielleicht schauen Sie sich heute um 20:15 Uhr im 2DF schon mal den Film „Die Geldfälscher“ an, um ihr finanzmathematisches Grundwissen in die Neuzeit zu adaptieren.

  4. ALPHA meint:

    Das mit den real immer mehr werdenden, kunstvoll bedruckten “Wechselversprechen” , auch “Geld” genannt, klappt m.E. nicht so richtig, denn dann müßte, früher oder später, eine proportional größere Menge auch in unseren Geldbörsen ankommen. Der Umweg über diese altmodische materialisierte Form scheint mir viel zu aufwendig für richtige Profis. Gerade im Zeitalter der Globalisierung kann man doch völlig losgelöst von irgendwelchen Wertgarantien einfach mehrmals am Tage die Zahlen um die Welt kreisen lassen. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind sich die Experten darin einig, daß nur 2% (in Worten “zwei Prozent”) des Welt-Finanzumsatzes auf realer Wertschöpfung (sog. “Arbeit”) beruhen, der Rest ist Spekulation.

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