Antidepressiva

23. März 2009 05:45

Lieber Freund

Laut Wikipedia werden Medikamente die gegen Depressionen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Angststörungen, phobischen Störungen, Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und prämenstruell-dysphorischem Syndromen eingesetzt werden unter dem Begriff “Antidepressiva” zusammengefasst.
Nachdem die Bundesregierung zu der freudigen Erkenntnis gebracht worden war, dass die bundesdeutschen Banken ihre fruchtbaren Tage nunmehr hinter sich gebracht hatten und die im Herbst 2008 vermehrt auftretenden prämenstruellen Syndrome wegen der periodisch in dieser Branche auftretenden Windeiern diesmal nicht mit einer leichten Schmierblutung enden würden, sondern sich alle Symptome eines globalen “Abortus incipiens” zeigten, wurden den “notleidenden Banken” präventiv schon mal Antidepressiva in Milliardenhöhe verschrieben.

Da im kranken System der Bundesrepublik Deutschland die Patienten in der zweiten und dritten Klasse schon seit Jahren unter Entzugssyndromen, erheblichen posttraumatischen Belastungsstörungen sowie chronischen Schmerzen und Panikattacken leiden, wurde auch ihnen rasch mal Antidepressiva für circa 50 Milliarden Euro verordnet.
Damit soll vor allem die im Land grassierende Konsumschwindsucht bekämpft und die Angst vor Bildungs- und Altersarmut gelindert werden.

Natürlich handelt es sich um ein reines Placebo, das derart selbstheilende Kräfte entwickeln soll, dass sich die Ausgaben unter dem Strich in Mehreinnahmen für den Staat umwandeln, wo ihn doch jetzt gerade erst die vom Bundesverfassungsbericht verordnete Wiedergewährung der Pendlerpauschale satte 5,3 Milliarden “kostet”.

Doch in Wahrheit ist diese Dopingspritze für das Fußvolk ja nur ein kleiner Teil dessen, was man sich an notwendigen Infrastrukturausgaben in den letzten Jahren gespart hat.
Und diese “Kosteneinsparungen”, die ursächlich dafür verantwortlich sind, dass sich das Land in einem absolut jämmerlichen Zustand befindet, werden jetzt von den Regierungsparteien als “die größte Investition seit Kriegsende” angepriesen.
Dabei ist es nur eine der größten Lügen seit Kriegsende.

Oder sollte es wirklich jemand “ernsthaft” für möglich halten, dass man das marode Bildungswesen dadurch bessern kann, dass nach 25 Jahren die Kloschüsseln der Schultoilette ausgetauscht werden und das Flachdach der Turnhalle geflickt wird?
Daran, dass die Luft im Lande sauberer wird und existenzsichernde Arbeitsplätze erhalten werden, nur weil ein alter Opel verschrottet und durch einen neuen Suzuki ersetzt wird, kann auch nur jemand glauben, der völlig verdrängt dass der PKW-Verkehr lediglich zu 14% an der Luftverschmutzung beteiligt ist und die Wertschöpfungskette eines japanischen Kleinwagens überwiegend außerhalb der bundesdeutschen Landesgrenzen abläuft.
Halten Sie es etwa wirklich für möglich, dass von einer Änderung der KFZ-Besteuerung oder der Erneuerung einer mehrfach geflickten Fahrbahndecke einer Autobahn ein bundeweiter Impuls für Wachstum ausgeht?

Oder lassen Sie sich gar durch die “Investitionen in die energiesparende Sanierung öffentlicher Gebäude” blenden?
Dann haben Sie sicher schon vergessen, dass genau diese “öffentlichen Gebäude” bisher bewusst ausgeklammert wurden, als man den privaten Gebäudeeigentümern im Jahr 2006 die Energiesparverordnung (EnEV) und den Energieausweis für Wohngebäude aufs Auge gedrückt hat.
Den Eigentümern öffentlicher Gebäude wurde damals eine “Schonfrist” bis zum 1. Juli 2009 eingeräumt, denn der für die Gebäudesanierung notwendige (finanzielle) Aufwand, war den Eigentümern mit der öffentlichen Hand damals nicht “zumutbar”.
Und genau diese aufgeschobenen Gebäudesanierungen werden jetzt von der Bundesregierung als “besonderes Investitionsprogramm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise” verkauft.
Dagegen ist selbst der Baron von Münchhausen ein echter Wahrheitsfanatiker.

Also lassen Sie sich von den Regierenden nichts vormachen, denn diese Antidepressiva sollen Sie nur so weit benebeln und gefügig machen, dass Sie zumindest bis zur Wahl nicht merken wie sie permanent auf’s Kreuz gelegt und über den Tisch gezogen werden.
Wenn Sie dann im Herbst 2009 Ihr Kreuz an der vorgegebenen Stelle gemacht oder den Weg ins Wahllokal gar nicht erst gefunden haben, erhalten Sie dann die Rechnung für diese staatlich verordneten “Antidepressiva”.
Aber machen Sie denen da oben doch einfach einen Strich durch die Rechnung.
Am besten auf dem ganzen Wahlzettel, entweder von rechts unten nach links oben, oder links unten nach rechts oben.
Mitten durch die Mitte!!

Denn auch Wähler mit Depressionen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Angststörungen, phobischen Störungen, Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und prämenstruell-dysphorischem Syndromen sollten ab und an noch ihre lichten Momente haben und zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden können.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. März 2009 um 05:45:48 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

10 Antworten zu “Antidepressiva”

  1. Jörg Fuhrmann meint:

    Werter Machopan

    Eine Frage hätte ich aber noch. Mit welchen Mitteln kommen uns denn die “Regierungsparteien” wenn die Wirkung der jetzigen Arzeneien nachlässt, bzw. sich ein Gewöhnungseffekt einstellt?

    Mit freundlichen Grüßen
    J. Fuhrmann

  2. ALPHA meint:

    Die Antwort auf solche Fragen ist relativ einfach und sichert - wie immer - in dem permanent und bewährt praktizierten Modell, daß der sog. freie Wählerwille im einfachen, aber stetig geschürten Vergessen der vorausgegangenen Affronts gegen das, letztlich doofe und leicht manipulierbare “Volk”, mit dem Kreuzchen an der garantiert falschen Stelle endet.

  3. otti meint:

    Das Fernsehvolk hat gestern bei Anne Will in Gestalt von ‘Staatsoberhaupt’ Merkel auch ein Antidepressiva verabreicht bekommen.
    Gleich zu Anfang der Sendung der Brüller des Jahres von Frau Merkel: “Die Krise ist da und ich bin die Bundeskanzlerin.”
    Das war großes Kabarett. Solche Plattheiten qulifizieren also zur Führung eines der wichtigsten Staatsämter in Deutschland! Sowas von peinlich ist das.

    “Die Krise ist über uns gekommen”, gibt Frau Merkel unsubstantiiert von sich. Ja, was soll denn das? Sind wir jetzt bei der Jungfrau Maria gelandet?

    “Wir haben Kurzarbeit möglich gemacht”, lobt sich die Kanzlerin und vergisst zu erwähnen, dass für den wirtschaftlich Niedergang auch ihre verfehlte Politk mitverantwortlich ist.

    “Die Leute wollen Anworten auf ihre Probleme” und bekommen keine!

    “Solidarität und Gerechtigkeit müssen erhalten bleiben” schwadroniert die Kanzlerin eines Landes, das von Sozialabbau und schreiender Ungerechtigkeit geprägt ist.
    Widerlich!

    Die Kanzlerin fabuliert das was von “sozialer Marktwirtschaft”, obwohl die längst abgebaut ist. Die “Exzesse” wurden auch staatlicherseits gefördert.
    Aber sowas gibt Merkel nicht zu!

    Mit sinkender Arbeitslosigkeit und der Konsolidierung der Staatsfinanzen habe die Kanzlerin Erfolg sichtbar gestaltet, schwurbelt sie, ohne rot zu werden.

    Was kommt jetzt insgeamt “hinten raus” bei Frau Merkel?
    Worthülsen.
    Nix!

    “Einen schlanken Fuß” hat sie sich gemacht!

  4. Machopan meint:

    Völlig egal mit Hilfe welcher Drogen und in welche Richtung man sich von der Realität entfernt hat, es ist nur eine Frage der Zeit bis die Er- und Ausnüchterung kommt. Mancher wusste das schon immer, Andere merkeln das so langsam, doch ein Großteil liegt eben immer noch im Koma und glaubt die Happenings gehen einfach so weiter.
    Wer erwartet hatte, dass sich Anne Will das “Staatsoberhaupt” Merkel endlich mal zur Brust nimmt, der hat übersehen, dass sowas im öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen gar nicht möglich ist. So konnte es nicht ausbleiben, dass Anne “Will-Kann-aber-und-darf-nicht” beim Smalltalk mit der lefzenbackigen Weltmeisterin im Worthülsenbau und Phrasendreschen über inhaltsleere Phrasen nicht hinauskam.
    Das Ganze wird als belangloser Schwatz einer unfähigen Moderatorin mit einer noch unfähigeren Kanzlerin in den An(n)alen Geschichte verschwinden, denn um zu wissen was bei dieser Bundeskanzlerin täglich “hinten rauskommt”, muss man sich weder ihr Geschwätz anhören noch sich mit ihm auseinander setzen.
    Erträglich wird das Ganze nur, wenn man sich klar macht, dass Angela Merkel nicht viel mehr ist als die “Erste Klofrau” einer Bedürfnisanstalt, in der auserwählte Volksvertreter täglich ihre Exkremente zum Ausdruck bringen dürfen, selbst wenn dem Volk diese gequirlte Scheiße schon bis zum Hals steht.

  5. ALPHA meint:

    Wiesoooo ? Als “Chefin” eines Volkes, das auf Ewig und einen Tag zur Buße verdammt ist, macht sie diesen Job doch hervorragend. Alternativen gibt es doch bei dem schulden-schweren Erbe, das sie letztlich von allen Bunzregierungen vor ihr übernommen hat, vor allem nach dem Verriß der einmaligen Chance zum Neuanfang durch Dr.H.K., in absehbarer Zeiz wohl nicht.

  6. Machopan meint:

    Es gibt wohl keine Spezies auf der Welt, das sich derart in seiner “Schuld” suhlt, wie das Deutsche Volk.
    Es wird wirklich keine Gelegenheit ausgelassen, an das “Erbe der Väter” zu erinnern, sich Asche auf das gesenkte Haupt zu schütten und für Jeden, der über das ihm geschehene Unrecht klagt, den Geldbeutel zu öffnen.
    Wer zur Zeit die offizielle Webseite der Deutschen Botschaft in Bordeaux (www.bordeaux.diplo.de) besucht,sieht sich mit einer seitengroßen Bewerbung eines Buches zur “Operation Walküre” konfrontiert. Die dort abgebildeten Hakenkreuze stellen aber für die Staatsanwaltschaft keine “volksverhetzende Verherrlichung von Nazi-Symbolen” dar.
    Was sich wohl ein Franzose denkt, wenn auf diese Webseite gerät?

    Sie sollten dort wirklich mal vorbeischauen, denn man kann sich dort in eine Deutschenliste (Krisenvorsorgeliste) gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes eintragen lassen. Nur für den Fall, dass das Mutterland mal in eine Krise gerät und evakuiert werden muss - oder so.

    Außerdem erfährt man dort, dass NS-Verfolgte für Arbeit in einem Ghetto, die keine Zwangsarbeit war und bisher keine sozialversicherungsrechtliche Berücksichtigung gefunden hat, eine Kapitalzahlung von 2.000 € erhalten können. Sie können eine Einmalzahlung in Höhe von 2.000 € erhalten, wenn sie in einem Ghetto ohne Zwang in einem beschäftigungsähnlichem Verhältnis gearbeitet haben und diese Tätigkeit rentenrechtlich nicht berücksichtigt wurde.

    Und wenn Sie das nächste Mal im Ausland sind, dann hören Sie doch einfach mal bei der “Deutschen Welle” rein und Sie erhalten den Eindruck, dass die Wiederauferstehung von Adolf Hitler unmittelbar bevorsteht -wenn man nicht entschieden und geschlossen gegen den Rechtsradikalismus vorgeht und weiterhin brav die Schuld der Vater buckelt.

  7. ALPHA meint:

    J’ai découvré l’article, il est très intéressant und sogar in deutsch (warum eigentlich ?). Zum Glück haben die damaligen Bürokraten alles genau dokumentiert, so daß die Betroffenen und ihre ewigen Nachkommen pro Generation reichlich und multipel, und Dank wiederum gründlichst vorbereiteter, einfach zu befüllender Formulare, darauf zugreifen können. Von welcher Substanz wird denn eigentlich gezehrt, wenn der deutsche Staat doch hoffnungslos (?) verschuldet (bei wem ?) ist ??

  8. otti meint:

    Um die Macht geht’s, nicht um Geld (des Steuerzahlers z.B.) beim weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruch.

    http://www.rollingstone.com/politics/story/26793903/the_big_takeover

  9. otti meint:

    Die Gesellschaft vom Krebs (toxic waste) befreien?
    Überlebt dabei aber der Patient?
    Oder ist Hopfen und Malz verloren?
    Darauf einen Klaren!
    http://www.nakedcapitalism.com/2009/04/japanese-expert-criticizes-us-wishful.html

  10. otti meint:

    Antidepressive Managerhaftung
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/strategie/managerhaftung-ist-fuer-die-regierung-kein-vorrangiges-thema;991448
    .

    “Der Anlegerschutz ist unter dem Leitbild des mündigen Bürgers angemessen auszugestalten.” Koalitionsvertrag
    Ergo, gar nicht!

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Antidepressiva

23. März 2009 05:45

Lieber Freund

Laut Wikipedia werden Medikamente die gegen Depressionen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Angststörungen, phobischen Störungen, Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und prämenstruell-dysphorischem Syndromen eingesetzt werden unter dem Begriff “Antidepressiva” zusammengefasst.
Nachdem die Bundesregierung zu der freudigen Erkenntnis gebracht worden war, dass die bundesdeutschen Banken ihre fruchtbaren Tage nunmehr hinter sich gebracht hatten und die im Herbst 2008 vermehrt auftretenden prämenstruellen Syndrome wegen der periodisch in dieser Branche auftretenden Windeiern diesmal nicht mit einer leichten Schmierblutung enden würden, sondern sich alle Symptome eines globalen “Abortus incipiens” zeigten, wurden den “notleidenden Banken” präventiv schon mal Antidepressiva in Milliardenhöhe verschrieben.

Da im kranken System der Bundesrepublik Deutschland die Patienten in der zweiten und dritten Klasse schon seit Jahren unter Entzugssyndromen, erheblichen posttraumatischen Belastungsstörungen sowie chronischen Schmerzen und Panikattacken leiden, wurde auch ihnen rasch mal Antidepressiva für circa 50 Milliarden Euro verordnet.
Damit soll vor allem die im Land grassierende Konsumschwindsucht bekämpft und die Angst vor Bildungs- und Altersarmut gelindert werden.

Natürlich handelt es sich um ein reines Placebo, das derart selbstheilende Kräfte entwickeln soll, dass sich die Ausgaben unter dem Strich in Mehreinnahmen für den Staat umwandeln, wo ihn doch jetzt gerade erst die vom Bundesverfassungsbericht verordnete Wiedergewährung der Pendlerpauschale satte 5,3 Milliarden “kostet”.

Doch in Wahrheit ist diese Dopingspritze für das Fußvolk ja nur ein kleiner Teil dessen, was man sich an notwendigen Infrastrukturausgaben in den letzten Jahren gespart hat.
Und diese “Kosteneinsparungen”, die ursächlich dafür verantwortlich sind, dass sich das Land in einem absolut jämmerlichen Zustand befindet, werden jetzt von den Regierungsparteien als “die größte Investition seit Kriegsende” angepriesen.
Dabei ist es nur eine der größten Lügen seit Kriegsende.

Oder sollte es wirklich jemand “ernsthaft” für möglich halten, dass man das marode Bildungswesen dadurch bessern kann, dass nach 25 Jahren die Kloschüsseln der Schultoilette ausgetauscht werden und das Flachdach der Turnhalle geflickt wird?
Daran, dass die Luft im Lande sauberer wird und existenzsichernde Arbeitsplätze erhalten werden, nur weil ein alter Opel verschrottet und durch einen neuen Suzuki ersetzt wird, kann auch nur jemand glauben, der völlig verdrängt dass der PKW-Verkehr lediglich zu 14% an der Luftverschmutzung beteiligt ist und die Wertschöpfungskette eines japanischen Kleinwagens überwiegend außerhalb der bundesdeutschen Landesgrenzen abläuft.
Halten Sie es etwa wirklich für möglich, dass von einer Änderung der KFZ-Besteuerung oder der Erneuerung einer mehrfach geflickten Fahrbahndecke einer Autobahn ein bundeweiter Impuls für Wachstum ausgeht?

Oder lassen Sie sich gar durch die “Investitionen in die energiesparende Sanierung öffentlicher Gebäude” blenden?
Dann haben Sie sicher schon vergessen, dass genau diese “öffentlichen Gebäude” bisher bewusst ausgeklammert wurden, als man den privaten Gebäudeeigentümern im Jahr 2006 die Energiesparverordnung (EnEV) und den Energieausweis für Wohngebäude aufs Auge gedrückt hat.
Den Eigentümern öffentlicher Gebäude wurde damals eine “Schonfrist” bis zum 1. Juli 2009 eingeräumt, denn der für die Gebäudesanierung notwendige (finanzielle) Aufwand, war den Eigentümern mit der öffentlichen Hand damals nicht “zumutbar”.
Und genau diese aufgeschobenen Gebäudesanierungen werden jetzt von der Bundesregierung als “besonderes Investitionsprogramm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise” verkauft.
Dagegen ist selbst der Baron von Münchhausen ein echter Wahrheitsfanatiker.

Also lassen Sie sich von den Regierenden nichts vormachen, denn diese Antidepressiva sollen Sie nur so weit benebeln und gefügig machen, dass Sie zumindest bis zur Wahl nicht merken wie sie permanent auf’s Kreuz gelegt und über den Tisch gezogen werden.
Wenn Sie dann im Herbst 2009 Ihr Kreuz an der vorgegebenen Stelle gemacht oder den Weg ins Wahllokal gar nicht erst gefunden haben, erhalten Sie dann die Rechnung für diese staatlich verordneten “Antidepressiva”.
Aber machen Sie denen da oben doch einfach einen Strich durch die Rechnung.
Am besten auf dem ganzen Wahlzettel, entweder von rechts unten nach links oben, oder links unten nach rechts oben.
Mitten durch die Mitte!!

Denn auch Wähler mit Depressionen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Angststörungen, phobischen Störungen, Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und prämenstruell-dysphorischem Syndromen sollten ab und an noch ihre lichten Momente haben und zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden können.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. März 2009 um 05:45:48 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

10 Antworten zu “Antidepressiva”

  1. Jörg Fuhrmann meint:

    Werter Machopan

    Eine Frage hätte ich aber noch. Mit welchen Mitteln kommen uns denn die “Regierungsparteien” wenn die Wirkung der jetzigen Arzeneien nachlässt, bzw. sich ein Gewöhnungseffekt einstellt?

    Mit freundlichen Grüßen
    J. Fuhrmann

  2. ALPHA meint:

    Die Antwort auf solche Fragen ist relativ einfach und sichert - wie immer - in dem permanent und bewährt praktizierten Modell, daß der sog. freie Wählerwille im einfachen, aber stetig geschürten Vergessen der vorausgegangenen Affronts gegen das, letztlich doofe und leicht manipulierbare “Volk”, mit dem Kreuzchen an der garantiert falschen Stelle endet.

  3. otti meint:

    Das Fernsehvolk hat gestern bei Anne Will in Gestalt von ‘Staatsoberhaupt’ Merkel auch ein Antidepressiva verabreicht bekommen.
    Gleich zu Anfang der Sendung der Brüller des Jahres von Frau Merkel: “Die Krise ist da und ich bin die Bundeskanzlerin.”
    Das war großes Kabarett. Solche Plattheiten qulifizieren also zur Führung eines der wichtigsten Staatsämter in Deutschland! Sowas von peinlich ist das.

    “Die Krise ist über uns gekommen”, gibt Frau Merkel unsubstantiiert von sich. Ja, was soll denn das? Sind wir jetzt bei der Jungfrau Maria gelandet?

    “Wir haben Kurzarbeit möglich gemacht”, lobt sich die Kanzlerin und vergisst zu erwähnen, dass für den wirtschaftlich Niedergang auch ihre verfehlte Politk mitverantwortlich ist.

    “Die Leute wollen Anworten auf ihre Probleme” und bekommen keine!

    “Solidarität und Gerechtigkeit müssen erhalten bleiben” schwadroniert die Kanzlerin eines Landes, das von Sozialabbau und schreiender Ungerechtigkeit geprägt ist.
    Widerlich!

    Die Kanzlerin fabuliert das was von “sozialer Marktwirtschaft”, obwohl die längst abgebaut ist. Die “Exzesse” wurden auch staatlicherseits gefördert.
    Aber sowas gibt Merkel nicht zu!

    Mit sinkender Arbeitslosigkeit und der Konsolidierung der Staatsfinanzen habe die Kanzlerin Erfolg sichtbar gestaltet, schwurbelt sie, ohne rot zu werden.

    Was kommt jetzt insgeamt “hinten raus” bei Frau Merkel?
    Worthülsen.
    Nix!

    “Einen schlanken Fuß” hat sie sich gemacht!

  4. Machopan meint:

    Völlig egal mit Hilfe welcher Drogen und in welche Richtung man sich von der Realität entfernt hat, es ist nur eine Frage der Zeit bis die Er- und Ausnüchterung kommt. Mancher wusste das schon immer, Andere merkeln das so langsam, doch ein Großteil liegt eben immer noch im Koma und glaubt die Happenings gehen einfach so weiter.
    Wer erwartet hatte, dass sich Anne Will das “Staatsoberhaupt” Merkel endlich mal zur Brust nimmt, der hat übersehen, dass sowas im öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen gar nicht möglich ist. So konnte es nicht ausbleiben, dass Anne “Will-Kann-aber-und-darf-nicht” beim Smalltalk mit der lefzenbackigen Weltmeisterin im Worthülsenbau und Phrasendreschen über inhaltsleere Phrasen nicht hinauskam.
    Das Ganze wird als belangloser Schwatz einer unfähigen Moderatorin mit einer noch unfähigeren Kanzlerin in den An(n)alen Geschichte verschwinden, denn um zu wissen was bei dieser Bundeskanzlerin täglich “hinten rauskommt”, muss man sich weder ihr Geschwätz anhören noch sich mit ihm auseinander setzen.
    Erträglich wird das Ganze nur, wenn man sich klar macht, dass Angela Merkel nicht viel mehr ist als die “Erste Klofrau” einer Bedürfnisanstalt, in der auserwählte Volksvertreter täglich ihre Exkremente zum Ausdruck bringen dürfen, selbst wenn dem Volk diese gequirlte Scheiße schon bis zum Hals steht.

  5. ALPHA meint:

    Wiesoooo ? Als “Chefin” eines Volkes, das auf Ewig und einen Tag zur Buße verdammt ist, macht sie diesen Job doch hervorragend. Alternativen gibt es doch bei dem schulden-schweren Erbe, das sie letztlich von allen Bunzregierungen vor ihr übernommen hat, vor allem nach dem Verriß der einmaligen Chance zum Neuanfang durch Dr.H.K., in absehbarer Zeiz wohl nicht.

  6. Machopan meint:

    Es gibt wohl keine Spezies auf der Welt, das sich derart in seiner “Schuld” suhlt, wie das Deutsche Volk.
    Es wird wirklich keine Gelegenheit ausgelassen, an das “Erbe der Väter” zu erinnern, sich Asche auf das gesenkte Haupt zu schütten und für Jeden, der über das ihm geschehene Unrecht klagt, den Geldbeutel zu öffnen.
    Wer zur Zeit die offizielle Webseite der Deutschen Botschaft in Bordeaux (www.bordeaux.diplo.de) besucht,sieht sich mit einer seitengroßen Bewerbung eines Buches zur “Operation Walküre” konfrontiert. Die dort abgebildeten Hakenkreuze stellen aber für die Staatsanwaltschaft keine “volksverhetzende Verherrlichung von Nazi-Symbolen” dar.
    Was sich wohl ein Franzose denkt, wenn auf diese Webseite gerät?

    Sie sollten dort wirklich mal vorbeischauen, denn man kann sich dort in eine Deutschenliste (Krisenvorsorgeliste) gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes eintragen lassen. Nur für den Fall, dass das Mutterland mal in eine Krise gerät und evakuiert werden muss - oder so.

    Außerdem erfährt man dort, dass NS-Verfolgte für Arbeit in einem Ghetto, die keine Zwangsarbeit war und bisher keine sozialversicherungsrechtliche Berücksichtigung gefunden hat, eine Kapitalzahlung von 2.000 € erhalten können. Sie können eine Einmalzahlung in Höhe von 2.000 € erhalten, wenn sie in einem Ghetto ohne Zwang in einem beschäftigungsähnlichem Verhältnis gearbeitet haben und diese Tätigkeit rentenrechtlich nicht berücksichtigt wurde.

    Und wenn Sie das nächste Mal im Ausland sind, dann hören Sie doch einfach mal bei der “Deutschen Welle” rein und Sie erhalten den Eindruck, dass die Wiederauferstehung von Adolf Hitler unmittelbar bevorsteht -wenn man nicht entschieden und geschlossen gegen den Rechtsradikalismus vorgeht und weiterhin brav die Schuld der Vater buckelt.

  7. ALPHA meint:

    J’ai découvré l’article, il est très intéressant und sogar in deutsch (warum eigentlich ?). Zum Glück haben die damaligen Bürokraten alles genau dokumentiert, so daß die Betroffenen und ihre ewigen Nachkommen pro Generation reichlich und multipel, und Dank wiederum gründlichst vorbereiteter, einfach zu befüllender Formulare, darauf zugreifen können. Von welcher Substanz wird denn eigentlich gezehrt, wenn der deutsche Staat doch hoffnungslos (?) verschuldet (bei wem ?) ist ??

  8. otti meint:

    Um die Macht geht’s, nicht um Geld (des Steuerzahlers z.B.) beim weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruch.

    http://www.rollingstone.com/politics/story/26793903/the_big_takeover

  9. otti meint:

    Die Gesellschaft vom Krebs (toxic waste) befreien?
    Überlebt dabei aber der Patient?
    Oder ist Hopfen und Malz verloren?
    Darauf einen Klaren!
    http://www.nakedcapitalism.com/2009/04/japanese-expert-criticizes-us-wishful.html

  10. otti meint:

    Antidepressive Managerhaftung
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/strategie/managerhaftung-ist-fuer-die-regierung-kein-vorrangiges-thema;991448
    .

    “Der Anlegerschutz ist unter dem Leitbild des mündigen Bürgers angemessen auszugestalten.” Koalitionsvertrag
    Ergo, gar nicht!

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