Wahlkater

22. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Wie immer nach einer Wahl beginnt bei den offensichtlichen Verlierern das Wundenlecken und bei den vermeintlichen Gewinnern das Frohlocken darüber, dass es nicht ganz so schlimm gekommen ist, wie man es vorher eigentlich befürchtet hatte.
Verwunderlich ist eigentlich nur, warum es in der Menge der Abgewatschten nur wenige lange Gesichter unter den vielen chronisch dickbackigen Langnasen gibt.
Den Mund mit Vorwahllügen und Wahlversprechungen voll genommen haben habe sie ja alle und mehr oder minder gut versucht das Ergebnis ihre Schleimspuren und Schmierblutungen während der letzten Legislaturperiode als tatkräftige „Befruchtung“ der Gesellschaft und „Entwicklung“ des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gemeinwesens darzustellen.

Jeder Nochmittelständler und Schonpräkarier, der seit Jahren auf den unteren Sprossen der bundesdeutschen Gesellschaftsleiter den Hampelmann machen darf, kennt zwischenzeitlich die von der „ehrenwerten Gesellschaft der oberen Zehntausend“ ausgeheckten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gemeinheiten des bundesdeutschen Gemeinwesens zur Genüge. Auch die flotten Sprüche, die leeren Worthülsen und hirnrissigen Entscheidungen der verschiedenfarbigen Regierungen sind hinlänglich bekannt.

Vor diesem, teilweise existenzgefährdenden und menschenverachtenden Hintergrund ist es mehr als verwunderlich, dass die Mehrheit der Deutschen nur „politikverdrossen“ ist, den Wahlen fernbleibt und sich damit der Stimme enthält.
Für die Parteien ist dies jedoch kein Grund zur Sorge oder gar zur Besinnung und Rückkehr zur Vernunft, denn auch wenn nur noch Minderheiten wählen, so ergeben sich daraus durchaus politische Mehrheiten und nur die spielen für machtgeile Politiker eine Rolle.
Frei jeglicher Selbstkritik sieht dann auch SPD-Chef Franz Müntefering die Ursache für das schlechte Abschneiden seiner ehemals sozialdemokratischen Partei bei der Europawahl in erster Linie in der niedrigen Wahlbeteiligung, denn die SPD habe es offensichtlich nicht geschafft, die eigenen Wähler von den Zielen der Partei zu überzeugen.

Nun muss man sich allen Ernstes fragen, welche Ziele Münte denn noch meinen kann, nachdem sich die ehemalige Sozialdemokratische (Volks)Partei Deutschland (SPD) unter Schröder und Merkel selbst in die Unwählbarkeit regiert hat. Und solange sich die Parteibasis immer noch brav von den alten Strippenziehern am Nasenring vorführen lässt, statt Schröders Kumpane und Merkels Sympathisanten endlich aus der Partei zu kicken, solange wird sich daran auch nichts ändern.
Diese „Sozialdemokraten nach Gutsherrenart“ sind nicht Teil einer Lösung, sie sind das Problem, denn welcher Arbeitnehmer wird im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte noch eine Partei mit einem Kanzlerkandidaten Steinmeier und einem Parteivorsitzenden Müntefering wählen?
Von den anderen Figuren in Führungspositionen wollen wir erst gar nicht reden, denn zwischenzeitlich reicht schon die Erwähnung der Namen „Steinbrück“, „Schmidt“, „Scholz“ „Tiefensee“, „Gabriel“, „Zypries“ und „Heil“ aus, um jeden friedlichen Stammtisch binnen Minuten zur blutrünstigen Horde mutieren zu lassen.

Es kann sicher keine Rechtfertigung sein, dass die Namen anderer Führungsgrößen und anderer Parteien ähnlich stimulierende Wirkung beim Souverän auslösen. Und wenn der bereits unter völligem Realitätsverlust leidende Bundesfinanzminister und stellvertretende Parteivorsitzende der SPD, Peer Steinbrück, vehement einer Führungskrise widerspricht, weil er der festen Überzeugung sei, dass „sich das Spitzenpersonal der SPD gegenüber dem anderer Parteien nicht zu verstecken habe“, dann ist das für den Wähler nur ein weiteres Indiz für das gesellschaftspolitisch verheerende Niveau dieser Partei.

Dass man in der SPD auch mit einem Wahlergebnis knapp über dem aktuellen Mehrwertsteuersatz noch immer nicht zur Besinnung kommt zeigt die Äußerung von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der im NDR davor warnte Rückschlüsse von der Europawahl auf die Bundestagswahl zu ziehen, denn „das Rennen ist offen“.

Dennoch denkt der SPD-Bundestagsabgeordneten Jörn Thießen darüber nach, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland per Gesetz zum Wählen zu verpflichten und Wahlverweigerung mit 50 Euro Strafe zu belegen. Vermutlich würde eine derartige Maßnahme nur die Zahl der ungültigen Stimmzettel nach oben katapultieren und bundesweit Erinnerungen an die Zustände in der Deutschen Demokratischen Republik wachrufen.

Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz forderte die Politik dazu auf, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Wählerstimme abgeben zu können, denn „wenn es eine sichere Übertragung gibt, sollte man darüber nachdenken“.
Man mag es kaum glauben, aber das ist der gleiche Wiefelspütz, der sich zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet für DNS-Sperren und eine stärkere Überwachung des Internet durch das Bundeskriminalamt stark macht.
Dass der Mann jetzt erst mal darüber nachdenkt, ob es im Internet eine „sichere Übertragung“ gibt, wirft ein bezeichnendes Licht auf seine fachlichen Kenntnisse als „Internetinnenexperte“ der SPD.

Fast schon vernünftig wirkt da der ehemalige Bundesminister für Bildung und Wissenschaft und frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, der in der „Thüringer Allgemeinen“ die Ansicht vertrat, dass die „SPD mit ihren wirtschaftspolitischen Argumenten nicht überzeugt und mit sich selbst und der Linken im Streit liege wie weit man Sozialpolitik losgelöst vom Wettbewerb betreiben könne“.

Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit einer Politik, bei der die Profiteure nicht nur in den Chefetagen und Aufsichtsraten der Konzerne sitzen oder als Mitglieder der bundesdeutschen High-Society damit beschäftigt sind mit Hilfe der Politik ihr Vermögen auf Kosten der kleinen Leute zu vermehren?
Ein solcher Richtungswechsel würde sich, zusammen mit einer rigorosen und konsequenten Neubesetzung der wichtigsten Führungspositionen, sicherlich nicht negativ auf das Wahlergebnis der SPD auswirken.

Machopan
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3 Antworten zu “Wahlkater”

  1. Minotaurus meint:

    Zum Thema “Bußgeld für Nichtwähler:”

    Na ja, man muß sich das schon mal auf der Zunge zergehen lassen, aus welcher Ecke dieser abstruse Vorschlag wieder einmal stammt: Von der Partei der ehemaligen sozialen Demokratie in Deutschland, die ihre ureigenste Klientel verraten und verkauft hat und der jetzt das Wasser bis zum Halse steht.
    Zu Recht, möchte ich meinen!

    Den Wähler zu informieren, zu motivieren und zu begeistern ist natürlich völliger Quatsch! Es ist völlig ausreichend, ihn zu seiner “Staatsbürgerpflicht” zu zwingen, da hat dieser Thießen schon völlig recht.
    Ein Bußgeld ist das mindeste, was er dafür blechen soll, ersatzweise einige Tage Erzwingungshaft für ganz verstockte Nichtwähler.

    Zudem sollte man nicht nur die Wahlbeteiligung der Bürger ganz konsequent überwachen, sondern auch die richtige Stimmabgabe. Diese Blödiane machen ja vielleicht ihr Kreuz an der ganz falschen Stelle oder sie wählen komplett ungültig. Ein kompetenter “Wahlberater” in jeder Wahlkabine wäre also hier gefordert.
    Ein Traumergebnis von 99,97% für die Sozis wäre das Ergebnis, davon träumen die doch noch heute.
    In der DDR hat das doch auch bestens funktioniert, warum also nicht in unserer wiedervereinigten BRDDR Täuschland?

    Also, ich schließe mich der Forderung des “sozialen Demokraten” Jörn Thießen an und fordere drastische Strafen für verstockte Nichtwähler und noch drastischere Strafen für Falschwähler! Es wäre doch gelacht, wenn wir den letzten Rest von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht in dieser Bananenrepublik nicht auch noch abschaffen könnten.

    Liberale Grüße vom Mino, auch wenn es vielleicht die letzten sein sollten. ;-)

  2. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr Machopan, Sie schreiben:
    *Vermutlich würde eine derartige Maßnahme nur die Zahl der ungültigen Stimmzettel nach oben katapultieren und bundesweit Erinnerungen an die Zustände in der Deutschen Demokratischen Republik wachrufen.
    Herr Machopan, das ist jetzt reine Spekulation Ihrerseits.
    Übrigens, ich bin der Meinung, dass Nichtwähler verwarnt gehören, mit einem Monatsgehalt mindestens. Und Hartz 4 Empfänger sollten auch bluten, entweder sie gehen wählen, oder es gibt nur noch Essensmarken.

  3. Machopan meint:

    Ich denke, dass viele Bürger beim Zusammenbruch des Systems auf eine Liebeserklärung a la Mielke im Deutschen Bundestag verzichten können.
    Und wenn ich mir seinen Bruder im Amt, unseren allseits geliebten IM Zweirad, dabei vorstelle, dann vergeht mir schon heute das Lachen und ich könnte nur noch kotzen.
    Und Verständnis für das was dieser Herr macht und so lange machen wird, wie seine Regierungskumpane hinter ihm stehen, oder ihm vom Souverän das Handwerk gelegt wird, so viel Verständnis habe ich auch nicht.
    Lieber Protest- oder Nichtwähler als gehorsames Stimmvieh für die Einheitsparteien. Oder gleich auf und davon, bevor die allgemeine Wahlpflicht kommt und Republikflucht verboten wird.

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Wahlkater

22. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Wie immer nach einer Wahl beginnt bei den offensichtlichen Verlierern das Wundenlecken und bei den vermeintlichen Gewinnern das Frohlocken darüber, dass es nicht ganz so schlimm gekommen ist, wie man es vorher eigentlich befürchtet hatte.
Verwunderlich ist eigentlich nur, warum es in der Menge der Abgewatschten nur wenige lange Gesichter unter den vielen chronisch dickbackigen Langnasen gibt.
Den Mund mit Vorwahllügen und Wahlversprechungen voll genommen haben habe sie ja alle und mehr oder minder gut versucht das Ergebnis ihre Schleimspuren und Schmierblutungen während der letzten Legislaturperiode als tatkräftige „Befruchtung“ der Gesellschaft und „Entwicklung“ des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gemeinwesens darzustellen.

Jeder Nochmittelständler und Schonpräkarier, der seit Jahren auf den unteren Sprossen der bundesdeutschen Gesellschaftsleiter den Hampelmann machen darf, kennt zwischenzeitlich die von der „ehrenwerten Gesellschaft der oberen Zehntausend“ ausgeheckten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gemeinheiten des bundesdeutschen Gemeinwesens zur Genüge. Auch die flotten Sprüche, die leeren Worthülsen und hirnrissigen Entscheidungen der verschiedenfarbigen Regierungen sind hinlänglich bekannt.

Vor diesem, teilweise existenzgefährdenden und menschenverachtenden Hintergrund ist es mehr als verwunderlich, dass die Mehrheit der Deutschen nur „politikverdrossen“ ist, den Wahlen fernbleibt und sich damit der Stimme enthält.
Für die Parteien ist dies jedoch kein Grund zur Sorge oder gar zur Besinnung und Rückkehr zur Vernunft, denn auch wenn nur noch Minderheiten wählen, so ergeben sich daraus durchaus politische Mehrheiten und nur die spielen für machtgeile Politiker eine Rolle.
Frei jeglicher Selbstkritik sieht dann auch SPD-Chef Franz Müntefering die Ursache für das schlechte Abschneiden seiner ehemals sozialdemokratischen Partei bei der Europawahl in erster Linie in der niedrigen Wahlbeteiligung, denn die SPD habe es offensichtlich nicht geschafft, die eigenen Wähler von den Zielen der Partei zu überzeugen.

Nun muss man sich allen Ernstes fragen, welche Ziele Münte denn noch meinen kann, nachdem sich die ehemalige Sozialdemokratische (Volks)Partei Deutschland (SPD) unter Schröder und Merkel selbst in die Unwählbarkeit regiert hat. Und solange sich die Parteibasis immer noch brav von den alten Strippenziehern am Nasenring vorführen lässt, statt Schröders Kumpane und Merkels Sympathisanten endlich aus der Partei zu kicken, solange wird sich daran auch nichts ändern.
Diese „Sozialdemokraten nach Gutsherrenart“ sind nicht Teil einer Lösung, sie sind das Problem, denn welcher Arbeitnehmer wird im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte noch eine Partei mit einem Kanzlerkandidaten Steinmeier und einem Parteivorsitzenden Müntefering wählen?
Von den anderen Figuren in Führungspositionen wollen wir erst gar nicht reden, denn zwischenzeitlich reicht schon die Erwähnung der Namen „Steinbrück“, „Schmidt“, „Scholz“ „Tiefensee“, „Gabriel“, „Zypries“ und „Heil“ aus, um jeden friedlichen Stammtisch binnen Minuten zur blutrünstigen Horde mutieren zu lassen.

Es kann sicher keine Rechtfertigung sein, dass die Namen anderer Führungsgrößen und anderer Parteien ähnlich stimulierende Wirkung beim Souverän auslösen. Und wenn der bereits unter völligem Realitätsverlust leidende Bundesfinanzminister und stellvertretende Parteivorsitzende der SPD, Peer Steinbrück, vehement einer Führungskrise widerspricht, weil er der festen Überzeugung sei, dass „sich das Spitzenpersonal der SPD gegenüber dem anderer Parteien nicht zu verstecken habe“, dann ist das für den Wähler nur ein weiteres Indiz für das gesellschaftspolitisch verheerende Niveau dieser Partei.

Dass man in der SPD auch mit einem Wahlergebnis knapp über dem aktuellen Mehrwertsteuersatz noch immer nicht zur Besinnung kommt zeigt die Äußerung von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der im NDR davor warnte Rückschlüsse von der Europawahl auf die Bundestagswahl zu ziehen, denn „das Rennen ist offen“.

Dennoch denkt der SPD-Bundestagsabgeordneten Jörn Thießen darüber nach, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland per Gesetz zum Wählen zu verpflichten und Wahlverweigerung mit 50 Euro Strafe zu belegen. Vermutlich würde eine derartige Maßnahme nur die Zahl der ungültigen Stimmzettel nach oben katapultieren und bundesweit Erinnerungen an die Zustände in der Deutschen Demokratischen Republik wachrufen.

Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz forderte die Politik dazu auf, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Wählerstimme abgeben zu können, denn „wenn es eine sichere Übertragung gibt, sollte man darüber nachdenken“.
Man mag es kaum glauben, aber das ist der gleiche Wiefelspütz, der sich zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet für DNS-Sperren und eine stärkere Überwachung des Internet durch das Bundeskriminalamt stark macht.
Dass der Mann jetzt erst mal darüber nachdenkt, ob es im Internet eine „sichere Übertragung“ gibt, wirft ein bezeichnendes Licht auf seine fachlichen Kenntnisse als „Internetinnenexperte“ der SPD.

Fast schon vernünftig wirkt da der ehemalige Bundesminister für Bildung und Wissenschaft und frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, der in der „Thüringer Allgemeinen“ die Ansicht vertrat, dass die „SPD mit ihren wirtschaftspolitischen Argumenten nicht überzeugt und mit sich selbst und der Linken im Streit liege wie weit man Sozialpolitik losgelöst vom Wettbewerb betreiben könne“.

Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit einer Politik, bei der die Profiteure nicht nur in den Chefetagen und Aufsichtsraten der Konzerne sitzen oder als Mitglieder der bundesdeutschen High-Society damit beschäftigt sind mit Hilfe der Politik ihr Vermögen auf Kosten der kleinen Leute zu vermehren?
Ein solcher Richtungswechsel würde sich, zusammen mit einer rigorosen und konsequenten Neubesetzung der wichtigsten Führungspositionen, sicherlich nicht negativ auf das Wahlergebnis der SPD auswirken.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Juni 2009 um 05:45:58 und abgelegt unter Rauchzeichen, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Wahlkater”

  1. Minotaurus meint:

    Zum Thema “Bußgeld für Nichtwähler:”

    Na ja, man muß sich das schon mal auf der Zunge zergehen lassen, aus welcher Ecke dieser abstruse Vorschlag wieder einmal stammt: Von der Partei der ehemaligen sozialen Demokratie in Deutschland, die ihre ureigenste Klientel verraten und verkauft hat und der jetzt das Wasser bis zum Halse steht.
    Zu Recht, möchte ich meinen!

    Den Wähler zu informieren, zu motivieren und zu begeistern ist natürlich völliger Quatsch! Es ist völlig ausreichend, ihn zu seiner “Staatsbürgerpflicht” zu zwingen, da hat dieser Thießen schon völlig recht.
    Ein Bußgeld ist das mindeste, was er dafür blechen soll, ersatzweise einige Tage Erzwingungshaft für ganz verstockte Nichtwähler.

    Zudem sollte man nicht nur die Wahlbeteiligung der Bürger ganz konsequent überwachen, sondern auch die richtige Stimmabgabe. Diese Blödiane machen ja vielleicht ihr Kreuz an der ganz falschen Stelle oder sie wählen komplett ungültig. Ein kompetenter “Wahlberater” in jeder Wahlkabine wäre also hier gefordert.
    Ein Traumergebnis von 99,97% für die Sozis wäre das Ergebnis, davon träumen die doch noch heute.
    In der DDR hat das doch auch bestens funktioniert, warum also nicht in unserer wiedervereinigten BRDDR Täuschland?

    Also, ich schließe mich der Forderung des “sozialen Demokraten” Jörn Thießen an und fordere drastische Strafen für verstockte Nichtwähler und noch drastischere Strafen für Falschwähler! Es wäre doch gelacht, wenn wir den letzten Rest von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht in dieser Bananenrepublik nicht auch noch abschaffen könnten.

    Liberale Grüße vom Mino, auch wenn es vielleicht die letzten sein sollten. ;-)

  2. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr Machopan, Sie schreiben:
    *Vermutlich würde eine derartige Maßnahme nur die Zahl der ungültigen Stimmzettel nach oben katapultieren und bundesweit Erinnerungen an die Zustände in der Deutschen Demokratischen Republik wachrufen.
    Herr Machopan, das ist jetzt reine Spekulation Ihrerseits.
    Übrigens, ich bin der Meinung, dass Nichtwähler verwarnt gehören, mit einem Monatsgehalt mindestens. Und Hartz 4 Empfänger sollten auch bluten, entweder sie gehen wählen, oder es gibt nur noch Essensmarken.

  3. Machopan meint:

    Ich denke, dass viele Bürger beim Zusammenbruch des Systems auf eine Liebeserklärung a la Mielke im Deutschen Bundestag verzichten können.
    Und wenn ich mir seinen Bruder im Amt, unseren allseits geliebten IM Zweirad, dabei vorstelle, dann vergeht mir schon heute das Lachen und ich könnte nur noch kotzen.
    Und Verständnis für das was dieser Herr macht und so lange machen wird, wie seine Regierungskumpane hinter ihm stehen, oder ihm vom Souverän das Handwerk gelegt wird, so viel Verständnis habe ich auch nicht.
    Lieber Protest- oder Nichtwähler als gehorsames Stimmvieh für die Einheitsparteien. Oder gleich auf und davon, bevor die allgemeine Wahlpflicht kommt und Republikflucht verboten wird.

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