Wahlverweigerer

20. Juli 2009 05:45

Lieber Freund

Es gibt wohl kaum eine Personengruppe in diesem unseren Lande, denen nur eine ähnlich saisonal bedingte Aufmerksamkeit zukommt wie den Osterhasen und den Nikoläusen.

Gemeint sind jetzt nicht die Alleinerziehenden beiderlei Geschlechts und deren armutsgefährdeten Kinder, die ab und an mal in der Diskussion um den Verbleib des Sozialstaates Erwähnung finden.
Gemeint ist auch nicht die steigende Zahl der Transferleistungsempfänger, denn zumindest die Arbeitslosen, ebenfalls beiderlei Geschlechts, finden ihre quartalsmäßige Beachtung im Lügen- und Märchenbericht des Bundesagentur für nicht vorhandene Arbeit. Dort wird mit der kumulierten Zahl der Arbeitsverweigerer, der Arbeitsunwilligen und der Arbeitsscheuen etwas exakt in Prozent, sogar mit Kommastellen, ausgedrückt , was etwas vulgär gesagt, eine nunmehr jahrzehntelange wirtschaftspolitische gewollte Riesensauerei ist. Aber dennoch, sobald sich die zweite Dezimale dieser Prozentzahl (vom Hundert) etwas verändert ist es entweder ein untrügliches Anzeichen für einen Aufschwung am Arbeitsmarkt oder eine lediglich saisonal bedingte Abweichung, allerdings ohne jegliche arbeitsmarktpolitische Bedeutung.

Die Zahl der Wahlverweigerer dagegen findet nur alle paar Jahre Eingang in die Berichterstattung und sei es auch nur, um das von den optimistischen Prognosen abweichende miserable Ergebnis der einen oder anderen Partei schönreden zu können. Bestes Beispiel ist das Wahlergebnis der einstmals sozialdemokratischen Partei Deutschlands, die seit Jahren das Ergebnis ihrer unter der Regierung Schröder gegen das Volk abgegebenen Kriegserklärung an diesem ihrem Wahlergebnis in diesem unseren Lande ablesen kann.
Es steht für die zwischenzeitlich chronische Realitätsferne und Lernresistenz der Genossen, dass daran die Wahlverweigerer und Protestwähler die Hauptschuld tragen.
„Es ist der SPD nicht vollumfänglich gelungen ihre Wähler mitzunehmen“, erklärte der Vorsitzende dieser „Lange-Nasen-Partei“ nach der letzten Europawahl und erbringt damit nur einen weiteren Beweis dafür, dass Alter nicht automatisch klug macht, sondern eben meist nur alt, senil und starrsinig.

Münte, Steinmeier & Co. waren doch an vorderster Front dabei, als sich die SPD, einem Ikarus gleich, auf Geheiß ihres Lügenbarons Schröder von den Zinnen stürzte um mit diesen Brüdern zur Sonne und zur Freiheit zu fliegen.
Mancher sah voraus, dass aus dem Gleitflug ein Sinkflug und aus dem Sinkflug ein Sturzflug werden würde und ließ sich durch Rückgabe seines Parteibuches von der Teilnehmerliste streichen.
Doch selbst jetzt, im Angesicht des kommenden Aufschlags auf Ground Zero, verbieten sich die Kamikazeflieger Münte und Steinmeier im Cockpit nicht nur jegliche Kurskorrektur sondern auch noch das eigenmächtige Flattern an den Flügeln.

Da die SPD schon längst alle Skrupel und jegliche Vernunft als unnötigen Ballast über Bord geworfen hat, ist es eigentlich schade um die Zeit, sich Gedanken über ihren Flugverlauf zu machen, denn Zeitpunkt und Ort ihres „Ground Zero“ sind bekannt: „Bundesweit am 27. September 2009“.
Selbst wenn dies die Luschen anderer Parteien in Amt und Würden spült, werden die Wahlverweigerer den Absturz der SPD mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen.
Denn weil im Herbst die Wahlverweigerer Nichts, die Unverbesserlichen Rechts, die Ewiggestrigen Links, die Immergrünen Grün und die Dummen CDU/CSU wählen, bleiben der SPD nur die Volltrottel als Wähler.
Schade eigentlich nur, dass nach der Wahl und dem Ausbaldowern einer „vom Souverän gewünschten Mehrheit“ durch die vielen „Wahlsieger“, die Wahlverweigerer leider wieder in Vergessenheit geraten werden.
Vielleicht hat beim nächsten Mal, sofern er dann noch dabei ist, dann auch der Herr Wiefelspütz verstanden, dass bei rechnerischer Berücksichtigung der Wahlverweigerer die SPD längst im einstelligen Prozentbereich angekommen ist.

Eine entsprechende Anfrage musste er dieser Tage bei www.abgeordnetenwatch mit „Ich verstehe nicht, was Sie von mir wollen“ beantworten.
Mit diesem etwas dümmlichen, weil hilflosen Satz, umschreibt der MdB Dr. Dieter Wiefelspütz aber schön die Situation der SPD, denn die weiß wirklich nicht was die Wähler von ihr wollten.
Aber jetzt ist es zu spät.
Einen guten Flug wünschen die „Wahlverweigerer“.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. Juli 2009 um 05:45:41 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

15 Antworten zu “Wahlverweigerer”

  1. Realist meint:

    Also, dem „guten Flug“ für die SPD möchte ich mich auf jeden Fall anschließen. Selten hat eine Politische Kaste die Interessen ihrer Wählerschaft so verraten und sich gegen sie gestellt wie diese Brut. Einschließen in die Sturzflugschau möchte ich da aber noch das neoliberale Gesindel von CDU/CSU/FDP/ GRÜNEN. Sie sind meines Erachtens Garant für den Weg in eine Wirtschaftsdiktatur. Die wachsende Fraktion der Ein-Themen-Parteien ist aus meiner Sicht aber leider keine Alternative.

    …“Die Zahl der Wahlverweigerer dagegen findet nur alle paar Jahre Eingang in die Berichterstattung…“
    Da haben sie vollkommen Recht, Machopan. Aber das ist auch logisch. In ihrem Beitrag „Wahlkater“ nennen sie ja selbst schon sehr treffend den Grund:
    „…Für die Parteien ist dies jedoch kein Grund zur Sorge oder gar zur Besinnung und Rückkehr zur Vernunft, denn auch wenn nur noch Minderheiten wählen, so ergeben sich daraus durchaus politische Mehrheiten und nur die spielen für machtgeile Politiker eine Rolle…“
    … damit auch für die Medien, längst Diener dieser Politiker Kaste. Und es wird immer eine (gar nicht so kleine) Anzahl Menschen geben, die bewusst diese neoliberalen Parteien wählen. Aus persönlichen Interessen und Vorteilen heraus. Das reicht dieser Brut. Man mag es verfluchen. Es ist nun mal so.

    Nicht Wählen also als Lösung, als Druckmittel?
    Das bringt meiner Meinung nach leider nichts. Das können sich nur Menschen „leisten“, die mit Sicherheit keine größeren Sorgen haben oder die glauben dass es irgendwann mal von allein besser wird. Quasi das Thema aussitzen wollen. Eine schöne aber gefährliche Illusion.
    Nichtwähler können vermutlich mit ihrem „nicht wählen“, auf Deutsch gesagt: „ihr könnt mich mal…“ oder „macht doch was ihr wollt“ (und die „Eliten“ nehmen es wörtlich, sie machen dann auch was sie wollen!) auch so noch ganz gut mit Ihrer persönlichen Situation weiterleben, ohne das die Gesellschaft sich nun unbedingt verändern muss.
    Ich denke mal, dass vor allem unterscheidet die Nichtwähler von der Interessenlage und Situation all jener, die wirklich Betroffene des Systems sind, denen das Wasser wirklich bis Oberkante Kinn steht, oder Menschen die etwas grundlegend verändern wollen. Das sollte jeder bedenken.
    Zumal von Seiten der Nichtwähler-Fraktion keine wirklichen Lösungen und Alternativen angeboten werden. Können sie auch schlecht. Die Nichtwähler-Fraktion ist keine homogene Masse, die für gleiche Ziele oder Interessen steht!

    Glücksgefühle habe ich als Wähler (Linke) auch nicht. Aber ich gehöre zu denen, die nicht auf irgendeine „Erscheinung“ warten können und wollen.
    Volker Pispers hat sich zum Wahlverhalten mal Gedanken gemacht. 10 Minuten, die sich lohnen. Er bringt es nämlich auf den Punkt.
    http://www.youtube.com/watch?v=01WVeWKUe5M&feature=related

  2. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Werter Machopan,
    mitunter frage ich mich,
    wie Sie wohl auf die neusten Kommentare, zum Beispiel des Lesers, mit Namen “Realist”, reagieren werden?
    “Realist” gibt sich sehr viel Mühe, was seine Kommentare betrifft.
    Herr Machopan, Sie geben Sich selbstverständlich auch Mühe, was Ihre Gegenkommentare betrifft. Aber, mitunter frage ich mich, wie kann ein Artikel von Ihnen, einen “Realisten” dazu veranlassen, einen ellenlangen Kommentar zu verfassen? Entweder stimmt mit Ihren Artikeln was nicht, oder “Herr Realist” ist eine “notorische Kommentarsau”.
    Ich kann mich selbstverständlich auch irren, mit allem, was ich schrieb.

  3. Realist meint:

    Herr Machopan,…Entweder stimmt mit Ihren Artikeln was nicht, oder “Herr Realist” ist eine “notorische Kommentarsau”

    Werte Frau Mona. Ohne. Lisa

    Ich lese recht gern die Beiträge des Herrn Machopan. Ich denke auch, dass er andere Ansichten zu seinen Beiträgen tolerieren wird und kann! Zumal hier ja keine bösen Worte gewechselt werden. Es sind verschiedene Meinungen, oder?
    Wo und wie ist im Übrigen definiert, was ein „ellenlanger Kommentar“ ist und wann ist man überhaupt eine “notorische Kommentarsau”?

    Aber wie schrieben sie doch so schön…
    …Ich kann mich selbstverständlich auch irren, mit allem, was ich schrieb….

  4. Machopan meint:

    Oh, wird das etwa eine Diskussion?
    Dann ist jeder eingeladen, seine Sicht der Dinge darzulegen, solange er seine guten Manieren nicht beiseite legt oder erwartet dass seine Sicht der Dinge, eine spontan begeisterte Mehrheit findet.
    Wie bei einem guten Essen, hängt der Geschmack von der richtigen Dosierung der Zutaten und dem Können der Köche ab.

    Die Kommentare zu dem was ich einmal wöchentlich anrichte, sind jederzeit erwünscht, alle werden von mir gelesen aber nicht immer beantwortet.
    Es macht aus meiner Sicht keinen wesentlichen Sinn, wenn Personen sich immer wieder bestätigen, dass sie die gleiche Meinung haben. Ich denke, dass es viel wichtiger ist die Dinge aus konträren Sichten zu betrachten und sich auf eine gemeinsame Linie, mit unterschiedlicher Breite, zu einigen.
    Man kann mit dem Zug nicht von A nach B fahren und glauben, die Wahl des Sitzplatzes hätte Auswirkung auf die Fahrtrichtung.
    Notfalls muss man die Lok stoppen und das kann man sicher nicht vom Schlafwagen oder vom Speisewagen aus.
    Deshalb freue ich mich über Jeden der das erkennt und sich hier mit seiner Meinung dazu kundtut.
    Vielleicht dringt der Unmut der Passagiere ja noch rechtzeitig bis zu den Zugführern durch.
    Und wenn nicht, dann wird man ihnen eben den Schädel einschlagen müssen um sie zur Vernunft zu bringen.
    Übrigens sitzen in jedem Zug mehr Passagiere in der 2. Klasse als in der Ersten und dem Zugpersonal sind sie auch zahlenmäßig überlegen.
    Also worauf warten?
    Dass es erlaubt wird, während der Fahrt auf die Lok zu gehen?

  5. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr “Realist”,
    wie schön, dass Sie versuchen, meinen Kommentar mit so viel Humor zu nehmen. Sie nehmen mir also die Anmerkung mit der “notorischen Kommentarsau” nicht wirklich übel?
    Fein.
    Aber im Ernst, ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass eventuell auch in der Kürze die Würze liegt? Sie sollten daran arbeiten - an der Kürze, nicht unbedingt an der Würze. Ach ja: “ellenlanger Kommentar” ist meine Definition.
    Ich denke mal, damit konnten Sie durchaus umgehen.

    Herr Machopan,
    Über Ihren Kommentar ärgere ich mich.
    Sie schrieben:
    *Notfalls muss man die Lok stoppen und das kann man sicher nicht vom Schlafwagen oder vom Speisewagen aus.*

    Ich weiß nicht recht, ich gehe davon aus, dass auch in einem Schlafwagen oder in einem Speisewagen, eine Notbremse existiert, insofern kann man den Zug sicherlich auch von dort stoppen.

    Herr Machopan, Ihre schriftliche Äußerung:
    *Und wenn nicht, dann wird man ihnen eben den Schädel einschlagen müssen um sie zur Vernunft zu bringen.* , wirft bei mir die Frage auf:
    Wem bitte ist der Schädel einzuschlagen?
    Einen Zugführer, der nach bestem Wissen und Gewissen versucht, seinen Job zu verrichten?
    Ich würde niemals die Hand gegen einen Zugführer, oder eine Zugführerin erheben.
    Auch Ihre Anmerkung: *Also worauf warten?
    Dass es erlaubt wird, während der Fahrt auf die Lok zu gehen?*, gibt mir zu denken.
    Ich soll während der Fahrt auf eine Lok gehen? Bin ich Robin Hood, oder was? Nein, bin ich nicht.

  6. Machopan meint:

    Natürlich ist es nicht jedermanns Sache auf eine fahrende Lok zu springen, solange Trittbrettfahren fürs eigene Weiterkommen völlig ausreicht.
    Auch wenn Robin Hood in seinem ganzen Leben nie eine Lok oder eine Notbremse gesehen hat, so hat er doch zumindest das Prinzip der Vorgehensweise gegen Unrecht, Ausbeutung, Unterdrückung und die Umverteilung verstanden und er wusste auch, das uniformierte Vertreter eines Unrechtsystems sich sehr gerne auf ihr “Pflicht” und ihr “Gewissen” berufen wenn sie zur Verantwortung gezogen werden.
    Daran hat sich seit den Zeiten von Robin Hood nichts geändert.
    Ich persönlich halte zwischenzeitlich körperliche Gewalt für ein legales Mittel um sich gegen politische Gewalt zur Wehr zu setzen.
    Daher hätte ich auch kein großes Problem damit die Hand nicht nur gegen Zugführer, sondern auch noch gegen ganz andere Führer zu erheben. Wer wissentlich und vorsätzlich Menschen die Lebensgrundlage entzieht, der wird früher oder später schmerzlich erfahren, dass damit auch deren Gewaltbereitschaft steigt.
    Allein bin ich mit dieser Einstellung sicher nicht.

  7. Realist meint:

    Frau Mona.Ohne.Lisa

    Den eigenen Beitrag zu beginnen mit:
    …„Herr Machopan,…Entweder stimmt mit Ihren Artikeln was nicht, oder “Herr Realist” ist eine “notorische Kommentarsau”…
    Bedeutet im Klartext: Schreiber und den Kommentator gegeneinander ausspielen zu wollen, ist anmaßend und ein Zeichen von Beschränktheit.
    Bedeutet im Klartext: Ich Oberkluge lege fest-Einer von euch erzählt Unsinn-nun sucht euch aus wer das ist.
    Mit einer eigenen Meinung zum Artikel hätten sie mal beginnen sollen!
    Ja, in der Kürze liegt die Würze. Wo hier das Maß ist, ist auch bei jedem anders. (Keiner ist perfekt). Gehen sie auch hier davon aus, dass nicht ihre Einstellung das Urmaß dafür sein muss.
    Kurz noch etwas zu ihren Satz: …“Einen Zugführer, der nach bestem Wissen und Gewissen versucht, seinen Job zu verrichten?“…
    Es sind genau diese „Zugführer“ (Trittbrettfahrer, willige Erfüllungsgehilfen)die den Verbrechern in den Führungsetagen der Macht (Politik und Wirtschaft) immer und immer wieder erst ihr Handeln ermöglichen. Die sich mit: ich musste doch nur, ich sollte doch nur, ich hatte meine Anweisung…zum Mittäter machen. Kennen wir doch aus der Geschichte zur Genüge!!

    Gewalt im Volk entstand und entsteht immer dann, wenn die herrschenden Verbrecher samt ihrem menschlichen Werkzeug, das ja laut ihrer Meinung angeblich nur nach besten Wissen und Gewissen versucht seinen Job zu verrichten, den Bogen überspannt.
    Das Millionenheer von Leisetretern und naiven Trotteln, denen es anscheinend noch zu gut geht und die nur bis zum Tellerrand blicken wollen und können, sind der Garant , das die, welche die Pain kaum noch ertragen wollen und können, eines Tages den Knüppel in die Hand nehmen werden.

  8. Fred Sky meint:

    Hallo,
    wieder wird nur über die Symptome gestritten, das ist erwünscht, weil sinnlos. Die Ursache ist das dialektische Gesetz vom Umschlag einer bestimmten Quantität in eine neue Qualität:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektische_Grundgesetze
    , das sowohl materiell (z.B. Zünden einer Atombombe) als auch geistig gilt (z.B. Wahlen). Ein Molekül H2O ist noch kein Wasser und auf einem Tropfen kann man noch nicht segeln. Die Menge erst erschafft eine neue Qualität, “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.”, wußte schon Aristoteles.
    Die Linken wiegeln die Massen auf, andere spielen ihnen dabei die Bälle zu, der Umschlag kann kommen. Die Drahtzieher hinter diesem “Spiel” haben genau kalkuliert und werden gewinnen, das dumme Volk merkt nichts.

  9. otti meint:

    “Guten Flug” mit Bruch- bzw. Bauchlandung und anschließendem kräftigem Bauchplatscher auf dem Boden der Realität der freiheitlich-demokratischen Unordnung ist den Ungenossen genüsslich zu wünschen.
    Wer Krieg will, wird Krieg bekommen.
    Wer Sicherheit will, will Diktatur.
    .
    Wer - für sich und seinesgleichen - Reichtum will, will für andere Armut.
    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=20072009ArtikelPolitikDuremont1
    Zwangsarbeit!

  10. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Meine Herren, wo bin ich hier eigentlich gelandet?
    Was wünschen Sie bitte?
    Könnten Sie bitte das, was Sie wünschen und fordern, einer Frau plausibel erklären ?
    Ich gehe mal ganz altertümlich davon aus, dass eine Frau es nicht gerade bevorzugt, wenn es Mord und Totschlag auf dieser Welt gibt.
    Also Männer, wenn Ihr meint: Ihr müsstet zu den Waffen greifen, Barrikaden errichten, Autos anzünden, Manager und die oberen Zehntausend vernichten, irgendwelche Schnarchnasen niederknüppeln, Reichtum stoppen oder fördern, Zugführer abartig finden, Kriege anzetteln, Morde begehen, oder die Hand gegen irgendwen oder irgendwas erheben wollt - so erklärt uns wenigstens den Sinn Eures Unterfangens, erklärt Frauen und Kindern bitte Euer eventuell vorhandenes Gewaltpotenzial.
    Ich stelle mir gerade folgendes Gespräch vor:
    Ein Sohn fragt seinen Vater: “Was ist eigentlich Reichtum und was sind Politiker?”
    Der Vater antwortet: “Mein Sohn, darüber mache Dir keine Gedanken, wir haben alles ausgerottet.”
    Sohn: “Wie, alles ausgerottet?”
    Vater: “Wir haben Kapitalismus und Kapitalisten niedergemetzelt, war nicht einfach, aber wir haben es geschafft.”
    Sohn: “Ihr habt alle getötet?”
    Vater: “Mein Sohn, wir führten Sie Ihrer gerechten Strafe zu.”
    Sohn: “Ach so, sie wurden also gerecht verurteilt - und nicht gelyncht?”
    Vater: “Mein Sohn, alles Weitere bespreche bitte mit Mama.”

  11. Realist meint:

    Frau Mona.Ohne.Lisa
    Das sie einige Aussagen hier nicht verstehen, hat nichts damit zu tun das sie eine Frau sind, sondern dass es ihnen scheinbar an Bildung fehlt! Es wird in den Beiträgen nicht Gewalt herbei gefordert, wie sie unterstellen, sondern deutlich gemacht das sich Geschichte aus bekannten Gründen (lesen sie einfach nochmal) wiederholen kann.
    Frauen sind übrigens nicht weniger gewaltbereit als Männer. Dort wo sie an entsprechenden Machtpositionen waren oder sind, stehen sie den Männern in nichts nach.
    Sie scheinen nicht zu begreifen, welche menschenverachtende Politik sich auch in Deutschland und der EU entwickelt hat und weiter wird. Demokratieabbau, ein fatales Aufrüsten und Kriegspolitik wurde gesetzlich verankert, Bei inneren Unruhen (was immer damit gemeint ist) wird der Vollzug der Todesstrafe wieder möglich. Gewerkschaften wird ihr Recht beschnitten, gegen Lohndumping vorzugehen! Man kann dies weiter fortsetzen.
    Ihr Auftreten hier erinnert mich an Marie Antoinette. Auch sie war für ihre Interessenlosigkeit gegenüber dem Schicksal des einfachen Volkes bekannt, als sorglose Nutznießerin der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse.
    „Sie haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!?“ mehr hatte sie zur Not und dem bitteren Elend der Menschen nicht zu sagen. Bis man ihr den Kopf abschlug.

  12. Machopan meint:

    Zur “Aufklärung” hilft meist schon das Öffnen der eigenen Augen und selbstständiges Denken. Das Verlangen nach Veränderung kommt zwangsläufig mit der Erkenntnis, dass Bestehendes zur Ausbeutung und Unterdrückung Vieler benützt wird.
    Bleibt die Bitte nach Vernunft und Gerechtigkeit ungehört, wird früher oder später Volkes Stimme durch die Straßen tönen und Blut über das Pflaster fließen. Es ist bald soweit!

    Tremblez, tyrans, et vous perfides
    L’opprobre de tous les partis,
    Tremblez! vos projets parricides
    Vont enfin recevoir leurs prix!

    Zittert, Tyrannen und Ihr Niederträchtigen
    Schande aller Parteien,
    Zittert! Eure verruchten Pläne
    Werden Euch endlich heimgezahlt!

    Der Text ist aus der Marseillaise, der französischen Nationalhymne. Und dabei kannte der Verfasser die niederträchtigen Parteien in der BRD noch gar nicht.
    Aber auch die haben nur einen Kopf zu verlieren.
    Und das auch nur einmal.

    Allons enfants de la Patrie,
    Le jour de gloire est arrivé!
    Contre nous de la tyrannie,
    L’étendard sanglant est levé

    Übrigens sind die Ereignisse im Linksrheinischen nicht so, wie in deutschen Medien darüber berichtet wird.
    Es ist schon professionelle Arbeit was da unter der Regentschaft der Propagandakanzlerin abgeliefert wird.
    Gelernt ist eben gelernt.
    Da kann sich selbst der Medienkanzler Schröder noch ein Stück abschneiden.

  13. otti meint:

    Gewaltpotenzial “Sippenhaft”
    http://dasdenken.blog.de/2009/07/24/landessozialgericht-spricht-tacheles-sippenhaft-verboten-6579532/
    .
    Gelyncht wurde - vom Souverän - bekanntlich hier noch niemand, gefoltert (M. Kurnaz) - von angeblichen Demokraten dagegen schon.
    .
    Gewaltpotenzial des kriminellen Rechtsstaats
    www.rechtsverweigerung.de
    .
    Kapitalismus und so genannte Demokratie mit angeschlossenem Rechtsstaat wuchern zusammen - wie Unkraut oder Krebs.
    Für Grund- und Menschenrechte bleibt da kein Platz.
    .
    Freiheit, wo bist du geblieben?
    .
    Zerdrückt von der Sicherheit, der Hure der Macht.
    .
    Denn das Gewaltpotenzial der Macht, lieber “Sohn”, das merke dir, ist unbegrenzt gewalttätig. Die Macht geht aber, ganz im Gegensatz zu richtigen Menschen, auch über Leichen (s. Afghanistan, selbst die höchsten Gerichte helfen da nicht!).

  14. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr Machopan, Sie schrieben oder übersetzten:

    *Schande aller Parteien,
    Zittert! Eure verruchten Pläne
    Werden Euch endlich heimgezahlt!*

    Ich komme da etwas ins Grübeln.
    “Verruchte Pläne” ?
    Es gibt tatsächlich Parteien, die Pläne haben - und dann auch noch verruchte? Wieso wird das dem Volk nicht mitgeteilt, so kurz vor der Wahl?
    Zu mir ist noch kein Plan vorgedrungen.
    Nicht, dass das falsch verstanden wird, zu mir ist zwar das eine oder andere Parteiprogramm vorgedrungen, aber kein zukunftsträchtiger Plan.

    Herr “Realist”,
    an was Sie mein Auftreten auch erinnert.. ich nehme es kommentarlos zur Kenntnis.
    Ich denke mal: Ihre Erkenntnisse gehen mit meinen Erkenntnissen nicht unbedingt konform.
    Herr “Realist”, ich warte tagtäglich auf ein “Kopfabschlagen”, aber keiner traut sich.

  15. Fred Sky meint:

    Der Artikel und das benannte Buch
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,638032,00.html
    ist nicht nur für China und den Iran interessant. Wer weiß, warum sich Staubfäden materiell in einer Zimmerecke und ideell im Internet bilden, vom Kosmos einmal abgesehen, wer also das “Phänomen” (Fachbegriff für Nichtwissen, also Dummheit) ergründet und dann einsetzen kann, wäre in der Machtfrage ganz vorn. An unseren regierenden Chaostheorethikern kann man täglich erkennen, wie der Geist die Materie beherrscht, er kann sogar gepanzerte Autos aufschließen, einfach so.
    http://www.duden.de/deutsche_sprache/suche.php?bereich=mixed&pneu=&suchwort=Theorethiker
    :)

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)
 

Wahlverweigerer

20. Juli 2009 05:45

Lieber Freund

Es gibt wohl kaum eine Personengruppe in diesem unseren Lande, denen nur eine ähnlich saisonal bedingte Aufmerksamkeit zukommt wie den Osterhasen und den Nikoläusen.

Gemeint sind jetzt nicht die Alleinerziehenden beiderlei Geschlechts und deren armutsgefährdeten Kinder, die ab und an mal in der Diskussion um den Verbleib des Sozialstaates Erwähnung finden.
Gemeint ist auch nicht die steigende Zahl der Transferleistungsempfänger, denn zumindest die Arbeitslosen, ebenfalls beiderlei Geschlechts, finden ihre quartalsmäßige Beachtung im Lügen- und Märchenbericht des Bundesagentur für nicht vorhandene Arbeit. Dort wird mit der kumulierten Zahl der Arbeitsverweigerer, der Arbeitsunwilligen und der Arbeitsscheuen etwas exakt in Prozent, sogar mit Kommastellen, ausgedrückt , was etwas vulgär gesagt, eine nunmehr jahrzehntelange wirtschaftspolitische gewollte Riesensauerei ist. Aber dennoch, sobald sich die zweite Dezimale dieser Prozentzahl (vom Hundert) etwas verändert ist es entweder ein untrügliches Anzeichen für einen Aufschwung am Arbeitsmarkt oder eine lediglich saisonal bedingte Abweichung, allerdings ohne jegliche arbeitsmarktpolitische Bedeutung.

Die Zahl der Wahlverweigerer dagegen findet nur alle paar Jahre Eingang in die Berichterstattung und sei es auch nur, um das von den optimistischen Prognosen abweichende miserable Ergebnis der einen oder anderen Partei schönreden zu können. Bestes Beispiel ist das Wahlergebnis der einstmals sozialdemokratischen Partei Deutschlands, die seit Jahren das Ergebnis ihrer unter der Regierung Schröder gegen das Volk abgegebenen Kriegserklärung an diesem ihrem Wahlergebnis in diesem unseren Lande ablesen kann.
Es steht für die zwischenzeitlich chronische Realitätsferne und Lernresistenz der Genossen, dass daran die Wahlverweigerer und Protestwähler die Hauptschuld tragen.
„Es ist der SPD nicht vollumfänglich gelungen ihre Wähler mitzunehmen“, erklärte der Vorsitzende dieser „Lange-Nasen-Partei“ nach der letzten Europawahl und erbringt damit nur einen weiteren Beweis dafür, dass Alter nicht automatisch klug macht, sondern eben meist nur alt, senil und starrsinig.

Münte, Steinmeier & Co. waren doch an vorderster Front dabei, als sich die SPD, einem Ikarus gleich, auf Geheiß ihres Lügenbarons Schröder von den Zinnen stürzte um mit diesen Brüdern zur Sonne und zur Freiheit zu fliegen.
Mancher sah voraus, dass aus dem Gleitflug ein Sinkflug und aus dem Sinkflug ein Sturzflug werden würde und ließ sich durch Rückgabe seines Parteibuches von der Teilnehmerliste streichen.
Doch selbst jetzt, im Angesicht des kommenden Aufschlags auf Ground Zero, verbieten sich die Kamikazeflieger Münte und Steinmeier im Cockpit nicht nur jegliche Kurskorrektur sondern auch noch das eigenmächtige Flattern an den Flügeln.

Da die SPD schon längst alle Skrupel und jegliche Vernunft als unnötigen Ballast über Bord geworfen hat, ist es eigentlich schade um die Zeit, sich Gedanken über ihren Flugverlauf zu machen, denn Zeitpunkt und Ort ihres „Ground Zero“ sind bekannt: „Bundesweit am 27. September 2009“.
Selbst wenn dies die Luschen anderer Parteien in Amt und Würden spült, werden die Wahlverweigerer den Absturz der SPD mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen.
Denn weil im Herbst die Wahlverweigerer Nichts, die Unverbesserlichen Rechts, die Ewiggestrigen Links, die Immergrünen Grün und die Dummen CDU/CSU wählen, bleiben der SPD nur die Volltrottel als Wähler.
Schade eigentlich nur, dass nach der Wahl und dem Ausbaldowern einer „vom Souverän gewünschten Mehrheit“ durch die vielen „Wahlsieger“, die Wahlverweigerer leider wieder in Vergessenheit geraten werden.
Vielleicht hat beim nächsten Mal, sofern er dann noch dabei ist, dann auch der Herr Wiefelspütz verstanden, dass bei rechnerischer Berücksichtigung der Wahlverweigerer die SPD längst im einstelligen Prozentbereich angekommen ist.

Eine entsprechende Anfrage musste er dieser Tage bei www.abgeordnetenwatch mit „Ich verstehe nicht, was Sie von mir wollen“ beantworten.
Mit diesem etwas dümmlichen, weil hilflosen Satz, umschreibt der MdB Dr. Dieter Wiefelspütz aber schön die Situation der SPD, denn die weiß wirklich nicht was die Wähler von ihr wollten.
Aber jetzt ist es zu spät.
Einen guten Flug wünschen die „Wahlverweigerer“.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. Juli 2009 um 05:45:41 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

15 Antworten zu “Wahlverweigerer”

  1. Realist meint:

    Also, dem „guten Flug“ für die SPD möchte ich mich auf jeden Fall anschließen. Selten hat eine Politische Kaste die Interessen ihrer Wählerschaft so verraten und sich gegen sie gestellt wie diese Brut. Einschließen in die Sturzflugschau möchte ich da aber noch das neoliberale Gesindel von CDU/CSU/FDP/ GRÜNEN. Sie sind meines Erachtens Garant für den Weg in eine Wirtschaftsdiktatur. Die wachsende Fraktion der Ein-Themen-Parteien ist aus meiner Sicht aber leider keine Alternative.

    …“Die Zahl der Wahlverweigerer dagegen findet nur alle paar Jahre Eingang in die Berichterstattung…“
    Da haben sie vollkommen Recht, Machopan. Aber das ist auch logisch. In ihrem Beitrag „Wahlkater“ nennen sie ja selbst schon sehr treffend den Grund:
    „…Für die Parteien ist dies jedoch kein Grund zur Sorge oder gar zur Besinnung und Rückkehr zur Vernunft, denn auch wenn nur noch Minderheiten wählen, so ergeben sich daraus durchaus politische Mehrheiten und nur die spielen für machtgeile Politiker eine Rolle…“
    … damit auch für die Medien, längst Diener dieser Politiker Kaste. Und es wird immer eine (gar nicht so kleine) Anzahl Menschen geben, die bewusst diese neoliberalen Parteien wählen. Aus persönlichen Interessen und Vorteilen heraus. Das reicht dieser Brut. Man mag es verfluchen. Es ist nun mal so.

    Nicht Wählen also als Lösung, als Druckmittel?
    Das bringt meiner Meinung nach leider nichts. Das können sich nur Menschen „leisten“, die mit Sicherheit keine größeren Sorgen haben oder die glauben dass es irgendwann mal von allein besser wird. Quasi das Thema aussitzen wollen. Eine schöne aber gefährliche Illusion.
    Nichtwähler können vermutlich mit ihrem „nicht wählen“, auf Deutsch gesagt: „ihr könnt mich mal…“ oder „macht doch was ihr wollt“ (und die „Eliten“ nehmen es wörtlich, sie machen dann auch was sie wollen!) auch so noch ganz gut mit Ihrer persönlichen Situation weiterleben, ohne das die Gesellschaft sich nun unbedingt verändern muss.
    Ich denke mal, dass vor allem unterscheidet die Nichtwähler von der Interessenlage und Situation all jener, die wirklich Betroffene des Systems sind, denen das Wasser wirklich bis Oberkante Kinn steht, oder Menschen die etwas grundlegend verändern wollen. Das sollte jeder bedenken.
    Zumal von Seiten der Nichtwähler-Fraktion keine wirklichen Lösungen und Alternativen angeboten werden. Können sie auch schlecht. Die Nichtwähler-Fraktion ist keine homogene Masse, die für gleiche Ziele oder Interessen steht!

    Glücksgefühle habe ich als Wähler (Linke) auch nicht. Aber ich gehöre zu denen, die nicht auf irgendeine „Erscheinung“ warten können und wollen.
    Volker Pispers hat sich zum Wahlverhalten mal Gedanken gemacht. 10 Minuten, die sich lohnen. Er bringt es nämlich auf den Punkt.
    http://www.youtube.com/watch?v=01WVeWKUe5M&feature=related

  2. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Werter Machopan,
    mitunter frage ich mich,
    wie Sie wohl auf die neusten Kommentare, zum Beispiel des Lesers, mit Namen “Realist”, reagieren werden?
    “Realist” gibt sich sehr viel Mühe, was seine Kommentare betrifft.
    Herr Machopan, Sie geben Sich selbstverständlich auch Mühe, was Ihre Gegenkommentare betrifft. Aber, mitunter frage ich mich, wie kann ein Artikel von Ihnen, einen “Realisten” dazu veranlassen, einen ellenlangen Kommentar zu verfassen? Entweder stimmt mit Ihren Artikeln was nicht, oder “Herr Realist” ist eine “notorische Kommentarsau”.
    Ich kann mich selbstverständlich auch irren, mit allem, was ich schrieb.

  3. Realist meint:

    Herr Machopan,…Entweder stimmt mit Ihren Artikeln was nicht, oder “Herr Realist” ist eine “notorische Kommentarsau”

    Werte Frau Mona. Ohne. Lisa

    Ich lese recht gern die Beiträge des Herrn Machopan. Ich denke auch, dass er andere Ansichten zu seinen Beiträgen tolerieren wird und kann! Zumal hier ja keine bösen Worte gewechselt werden. Es sind verschiedene Meinungen, oder?
    Wo und wie ist im Übrigen definiert, was ein „ellenlanger Kommentar“ ist und wann ist man überhaupt eine “notorische Kommentarsau”?

    Aber wie schrieben sie doch so schön…
    …Ich kann mich selbstverständlich auch irren, mit allem, was ich schrieb….

  4. Machopan meint:

    Oh, wird das etwa eine Diskussion?
    Dann ist jeder eingeladen, seine Sicht der Dinge darzulegen, solange er seine guten Manieren nicht beiseite legt oder erwartet dass seine Sicht der Dinge, eine spontan begeisterte Mehrheit findet.
    Wie bei einem guten Essen, hängt der Geschmack von der richtigen Dosierung der Zutaten und dem Können der Köche ab.

    Die Kommentare zu dem was ich einmal wöchentlich anrichte, sind jederzeit erwünscht, alle werden von mir gelesen aber nicht immer beantwortet.
    Es macht aus meiner Sicht keinen wesentlichen Sinn, wenn Personen sich immer wieder bestätigen, dass sie die gleiche Meinung haben. Ich denke, dass es viel wichtiger ist die Dinge aus konträren Sichten zu betrachten und sich auf eine gemeinsame Linie, mit unterschiedlicher Breite, zu einigen.
    Man kann mit dem Zug nicht von A nach B fahren und glauben, die Wahl des Sitzplatzes hätte Auswirkung auf die Fahrtrichtung.
    Notfalls muss man die Lok stoppen und das kann man sicher nicht vom Schlafwagen oder vom Speisewagen aus.
    Deshalb freue ich mich über Jeden der das erkennt und sich hier mit seiner Meinung dazu kundtut.
    Vielleicht dringt der Unmut der Passagiere ja noch rechtzeitig bis zu den Zugführern durch.
    Und wenn nicht, dann wird man ihnen eben den Schädel einschlagen müssen um sie zur Vernunft zu bringen.
    Übrigens sitzen in jedem Zug mehr Passagiere in der 2. Klasse als in der Ersten und dem Zugpersonal sind sie auch zahlenmäßig überlegen.
    Also worauf warten?
    Dass es erlaubt wird, während der Fahrt auf die Lok zu gehen?

  5. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr “Realist”,
    wie schön, dass Sie versuchen, meinen Kommentar mit so viel Humor zu nehmen. Sie nehmen mir also die Anmerkung mit der “notorischen Kommentarsau” nicht wirklich übel?
    Fein.
    Aber im Ernst, ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass eventuell auch in der Kürze die Würze liegt? Sie sollten daran arbeiten - an der Kürze, nicht unbedingt an der Würze. Ach ja: “ellenlanger Kommentar” ist meine Definition.
    Ich denke mal, damit konnten Sie durchaus umgehen.

    Herr Machopan,
    Über Ihren Kommentar ärgere ich mich.
    Sie schrieben:
    *Notfalls muss man die Lok stoppen und das kann man sicher nicht vom Schlafwagen oder vom Speisewagen aus.*

    Ich weiß nicht recht, ich gehe davon aus, dass auch in einem Schlafwagen oder in einem Speisewagen, eine Notbremse existiert, insofern kann man den Zug sicherlich auch von dort stoppen.

    Herr Machopan, Ihre schriftliche Äußerung:
    *Und wenn nicht, dann wird man ihnen eben den Schädel einschlagen müssen um sie zur Vernunft zu bringen.* , wirft bei mir die Frage auf:
    Wem bitte ist der Schädel einzuschlagen?
    Einen Zugführer, der nach bestem Wissen und Gewissen versucht, seinen Job zu verrichten?
    Ich würde niemals die Hand gegen einen Zugführer, oder eine Zugführerin erheben.
    Auch Ihre Anmerkung: *Also worauf warten?
    Dass es erlaubt wird, während der Fahrt auf die Lok zu gehen?*, gibt mir zu denken.
    Ich soll während der Fahrt auf eine Lok gehen? Bin ich Robin Hood, oder was? Nein, bin ich nicht.

  6. Machopan meint:

    Natürlich ist es nicht jedermanns Sache auf eine fahrende Lok zu springen, solange Trittbrettfahren fürs eigene Weiterkommen völlig ausreicht.
    Auch wenn Robin Hood in seinem ganzen Leben nie eine Lok oder eine Notbremse gesehen hat, so hat er doch zumindest das Prinzip der Vorgehensweise gegen Unrecht, Ausbeutung, Unterdrückung und die Umverteilung verstanden und er wusste auch, das uniformierte Vertreter eines Unrechtsystems sich sehr gerne auf ihr “Pflicht” und ihr “Gewissen” berufen wenn sie zur Verantwortung gezogen werden.
    Daran hat sich seit den Zeiten von Robin Hood nichts geändert.
    Ich persönlich halte zwischenzeitlich körperliche Gewalt für ein legales Mittel um sich gegen politische Gewalt zur Wehr zu setzen.
    Daher hätte ich auch kein großes Problem damit die Hand nicht nur gegen Zugführer, sondern auch noch gegen ganz andere Führer zu erheben. Wer wissentlich und vorsätzlich Menschen die Lebensgrundlage entzieht, der wird früher oder später schmerzlich erfahren, dass damit auch deren Gewaltbereitschaft steigt.
    Allein bin ich mit dieser Einstellung sicher nicht.

  7. Realist meint:

    Frau Mona.Ohne.Lisa

    Den eigenen Beitrag zu beginnen mit:
    …„Herr Machopan,…Entweder stimmt mit Ihren Artikeln was nicht, oder “Herr Realist” ist eine “notorische Kommentarsau”…
    Bedeutet im Klartext: Schreiber und den Kommentator gegeneinander ausspielen zu wollen, ist anmaßend und ein Zeichen von Beschränktheit.
    Bedeutet im Klartext: Ich Oberkluge lege fest-Einer von euch erzählt Unsinn-nun sucht euch aus wer das ist.
    Mit einer eigenen Meinung zum Artikel hätten sie mal beginnen sollen!
    Ja, in der Kürze liegt die Würze. Wo hier das Maß ist, ist auch bei jedem anders. (Keiner ist perfekt). Gehen sie auch hier davon aus, dass nicht ihre Einstellung das Urmaß dafür sein muss.
    Kurz noch etwas zu ihren Satz: …“Einen Zugführer, der nach bestem Wissen und Gewissen versucht, seinen Job zu verrichten?“…
    Es sind genau diese „Zugführer“ (Trittbrettfahrer, willige Erfüllungsgehilfen)die den Verbrechern in den Führungsetagen der Macht (Politik und Wirtschaft) immer und immer wieder erst ihr Handeln ermöglichen. Die sich mit: ich musste doch nur, ich sollte doch nur, ich hatte meine Anweisung…zum Mittäter machen. Kennen wir doch aus der Geschichte zur Genüge!!

    Gewalt im Volk entstand und entsteht immer dann, wenn die herrschenden Verbrecher samt ihrem menschlichen Werkzeug, das ja laut ihrer Meinung angeblich nur nach besten Wissen und Gewissen versucht seinen Job zu verrichten, den Bogen überspannt.
    Das Millionenheer von Leisetretern und naiven Trotteln, denen es anscheinend noch zu gut geht und die nur bis zum Tellerrand blicken wollen und können, sind der Garant , das die, welche die Pain kaum noch ertragen wollen und können, eines Tages den Knüppel in die Hand nehmen werden.

  8. Fred Sky meint:

    Hallo,
    wieder wird nur über die Symptome gestritten, das ist erwünscht, weil sinnlos. Die Ursache ist das dialektische Gesetz vom Umschlag einer bestimmten Quantität in eine neue Qualität:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektische_Grundgesetze
    , das sowohl materiell (z.B. Zünden einer Atombombe) als auch geistig gilt (z.B. Wahlen). Ein Molekül H2O ist noch kein Wasser und auf einem Tropfen kann man noch nicht segeln. Die Menge erst erschafft eine neue Qualität, “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.”, wußte schon Aristoteles.
    Die Linken wiegeln die Massen auf, andere spielen ihnen dabei die Bälle zu, der Umschlag kann kommen. Die Drahtzieher hinter diesem “Spiel” haben genau kalkuliert und werden gewinnen, das dumme Volk merkt nichts.

  9. otti meint:

    “Guten Flug” mit Bruch- bzw. Bauchlandung und anschließendem kräftigem Bauchplatscher auf dem Boden der Realität der freiheitlich-demokratischen Unordnung ist den Ungenossen genüsslich zu wünschen.
    Wer Krieg will, wird Krieg bekommen.
    Wer Sicherheit will, will Diktatur.
    .
    Wer - für sich und seinesgleichen - Reichtum will, will für andere Armut.
    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=20072009ArtikelPolitikDuremont1
    Zwangsarbeit!

  10. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Meine Herren, wo bin ich hier eigentlich gelandet?
    Was wünschen Sie bitte?
    Könnten Sie bitte das, was Sie wünschen und fordern, einer Frau plausibel erklären ?
    Ich gehe mal ganz altertümlich davon aus, dass eine Frau es nicht gerade bevorzugt, wenn es Mord und Totschlag auf dieser Welt gibt.
    Also Männer, wenn Ihr meint: Ihr müsstet zu den Waffen greifen, Barrikaden errichten, Autos anzünden, Manager und die oberen Zehntausend vernichten, irgendwelche Schnarchnasen niederknüppeln, Reichtum stoppen oder fördern, Zugführer abartig finden, Kriege anzetteln, Morde begehen, oder die Hand gegen irgendwen oder irgendwas erheben wollt - so erklärt uns wenigstens den Sinn Eures Unterfangens, erklärt Frauen und Kindern bitte Euer eventuell vorhandenes Gewaltpotenzial.
    Ich stelle mir gerade folgendes Gespräch vor:
    Ein Sohn fragt seinen Vater: “Was ist eigentlich Reichtum und was sind Politiker?”
    Der Vater antwortet: “Mein Sohn, darüber mache Dir keine Gedanken, wir haben alles ausgerottet.”
    Sohn: “Wie, alles ausgerottet?”
    Vater: “Wir haben Kapitalismus und Kapitalisten niedergemetzelt, war nicht einfach, aber wir haben es geschafft.”
    Sohn: “Ihr habt alle getötet?”
    Vater: “Mein Sohn, wir führten Sie Ihrer gerechten Strafe zu.”
    Sohn: “Ach so, sie wurden also gerecht verurteilt - und nicht gelyncht?”
    Vater: “Mein Sohn, alles Weitere bespreche bitte mit Mama.”

  11. Realist meint:

    Frau Mona.Ohne.Lisa
    Das sie einige Aussagen hier nicht verstehen, hat nichts damit zu tun das sie eine Frau sind, sondern dass es ihnen scheinbar an Bildung fehlt! Es wird in den Beiträgen nicht Gewalt herbei gefordert, wie sie unterstellen, sondern deutlich gemacht das sich Geschichte aus bekannten Gründen (lesen sie einfach nochmal) wiederholen kann.
    Frauen sind übrigens nicht weniger gewaltbereit als Männer. Dort wo sie an entsprechenden Machtpositionen waren oder sind, stehen sie den Männern in nichts nach.
    Sie scheinen nicht zu begreifen, welche menschenverachtende Politik sich auch in Deutschland und der EU entwickelt hat und weiter wird. Demokratieabbau, ein fatales Aufrüsten und Kriegspolitik wurde gesetzlich verankert, Bei inneren Unruhen (was immer damit gemeint ist) wird der Vollzug der Todesstrafe wieder möglich. Gewerkschaften wird ihr Recht beschnitten, gegen Lohndumping vorzugehen! Man kann dies weiter fortsetzen.
    Ihr Auftreten hier erinnert mich an Marie Antoinette. Auch sie war für ihre Interessenlosigkeit gegenüber dem Schicksal des einfachen Volkes bekannt, als sorglose Nutznießerin der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse.
    „Sie haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!?“ mehr hatte sie zur Not und dem bitteren Elend der Menschen nicht zu sagen. Bis man ihr den Kopf abschlug.

  12. Machopan meint:

    Zur “Aufklärung” hilft meist schon das Öffnen der eigenen Augen und selbstständiges Denken. Das Verlangen nach Veränderung kommt zwangsläufig mit der Erkenntnis, dass Bestehendes zur Ausbeutung und Unterdrückung Vieler benützt wird.
    Bleibt die Bitte nach Vernunft und Gerechtigkeit ungehört, wird früher oder später Volkes Stimme durch die Straßen tönen und Blut über das Pflaster fließen. Es ist bald soweit!

    Tremblez, tyrans, et vous perfides
    L’opprobre de tous les partis,
    Tremblez! vos projets parricides
    Vont enfin recevoir leurs prix!

    Zittert, Tyrannen und Ihr Niederträchtigen
    Schande aller Parteien,
    Zittert! Eure verruchten Pläne
    Werden Euch endlich heimgezahlt!

    Der Text ist aus der Marseillaise, der französischen Nationalhymne. Und dabei kannte der Verfasser die niederträchtigen Parteien in der BRD noch gar nicht.
    Aber auch die haben nur einen Kopf zu verlieren.
    Und das auch nur einmal.

    Allons enfants de la Patrie,
    Le jour de gloire est arrivé!
    Contre nous de la tyrannie,
    L’étendard sanglant est levé

    Übrigens sind die Ereignisse im Linksrheinischen nicht so, wie in deutschen Medien darüber berichtet wird.
    Es ist schon professionelle Arbeit was da unter der Regentschaft der Propagandakanzlerin abgeliefert wird.
    Gelernt ist eben gelernt.
    Da kann sich selbst der Medienkanzler Schröder noch ein Stück abschneiden.

  13. otti meint:

    Gewaltpotenzial “Sippenhaft”
    http://dasdenken.blog.de/2009/07/24/landessozialgericht-spricht-tacheles-sippenhaft-verboten-6579532/
    .
    Gelyncht wurde - vom Souverän - bekanntlich hier noch niemand, gefoltert (M. Kurnaz) - von angeblichen Demokraten dagegen schon.
    .
    Gewaltpotenzial des kriminellen Rechtsstaats
    www.rechtsverweigerung.de
    .
    Kapitalismus und so genannte Demokratie mit angeschlossenem Rechtsstaat wuchern zusammen - wie Unkraut oder Krebs.
    Für Grund- und Menschenrechte bleibt da kein Platz.
    .
    Freiheit, wo bist du geblieben?
    .
    Zerdrückt von der Sicherheit, der Hure der Macht.
    .
    Denn das Gewaltpotenzial der Macht, lieber “Sohn”, das merke dir, ist unbegrenzt gewalttätig. Die Macht geht aber, ganz im Gegensatz zu richtigen Menschen, auch über Leichen (s. Afghanistan, selbst die höchsten Gerichte helfen da nicht!).

  14. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr Machopan, Sie schrieben oder übersetzten:

    *Schande aller Parteien,
    Zittert! Eure verruchten Pläne
    Werden Euch endlich heimgezahlt!*

    Ich komme da etwas ins Grübeln.
    “Verruchte Pläne” ?
    Es gibt tatsächlich Parteien, die Pläne haben - und dann auch noch verruchte? Wieso wird das dem Volk nicht mitgeteilt, so kurz vor der Wahl?
    Zu mir ist noch kein Plan vorgedrungen.
    Nicht, dass das falsch verstanden wird, zu mir ist zwar das eine oder andere Parteiprogramm vorgedrungen, aber kein zukunftsträchtiger Plan.

    Herr “Realist”,
    an was Sie mein Auftreten auch erinnert.. ich nehme es kommentarlos zur Kenntnis.
    Ich denke mal: Ihre Erkenntnisse gehen mit meinen Erkenntnissen nicht unbedingt konform.
    Herr “Realist”, ich warte tagtäglich auf ein “Kopfabschlagen”, aber keiner traut sich.

  15. Fred Sky meint:

    Der Artikel und das benannte Buch
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,638032,00.html
    ist nicht nur für China und den Iran interessant. Wer weiß, warum sich Staubfäden materiell in einer Zimmerecke und ideell im Internet bilden, vom Kosmos einmal abgesehen, wer also das “Phänomen” (Fachbegriff für Nichtwissen, also Dummheit) ergründet und dann einsetzen kann, wäre in der Machtfrage ganz vorn. An unseren regierenden Chaostheorethikern kann man täglich erkennen, wie der Geist die Materie beherrscht, er kann sogar gepanzerte Autos aufschließen, einfach so.
    http://www.duden.de/deutsche_sprache/suche.php?bereich=mixed&pneu=&suchwort=Theorethiker
    :)

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)