Riesige Schweinerei

27. Juli 2009 05:45

Lieber Freund

Bei der, wie ich es mal nennen will “Riesensauerei” handelt es sich nicht um eine neueVariante der Schweinegrippe, sondern um eine weitere Vorteilsbeschaffung der über dieses Land herrschenden Allianz aus Deutsche Bank, Commerzbank und Bundesfinanzministerium samt allen Ablegern und Aufsichtsorganen.

Auf „Wunsch“ des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) und des Bundesfinanzministeriums (BMF) sollte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die “Konzernüberleitungsverordnung” so ändern, dass Banken den Bilanzposten “Neubewertungsrücklage” nicht mehr gegen das Eigenkapital buchen müssen und unter dem Strich ein höheres Eigenkapital ausgewiesen werden kann. Dies würde sich dann rein rechnerisch in einer dringend benötigten höheren “Eigenkapitalquote” bemerkbar machen, die bei einigen deutsche Banken im unteren einstelligen Prozentbereich schon seit Jahren vor sich hin siecht, im Rahmen der Finanzkrise weiter gelitten hat und teils nur mittels staatlicher Hilfe hochgehalten werden kann.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie durch “Wünsche” von Interessenverbänden und Lobbyisten, Gesetzesvorhaben entstehen und durch den “Gesetzgeber” dann artig zu “Law and Order” gemacht werden.

Dass diese übliche üble Vorgehensweise auch ihre Tücken haben kann, konnte man dieser Tage in einem Artikel in der Financial Times Deutschland erschienenen Artikel erfahren, denn einige der Beteiligten fühlten sich derart übervorteilt, dass ihre Verbandsvertreter die “Reform”der “Konzernüberleitungsverordnung” als eine “riesige Schweinerei” bezeichneten.
“Es hat ein paar Tage gedauert, bis wir die Änderungen durchdrungen hatten und erkannten, dass die Reform nur der Deutschen Bank, der Postbank und der teilverstaatlichten Commerzbank geholfen hätten, alle anderen wären leer ausgegangen”, hieß es aus nunmehr gut informierten Kreisen.

Daher schlägt der Zentrale Kreditausschuss der Finanzaufsicht Bafin vor, dass nicht nur wie geplant private Banken Bilanzhilfe erhalten sollen - sondern alle Institute.

Es steht daher zu erwarten, dass die “Konzernüberleitungsverordnung” nun wohl einvernehmlich dahingehend geändert wird, dass außer dem Steuerzahler niemand leer ausgehen wird.
Aber den muss man ja auch nicht erst um sein Einverständnis fragen, bevor er skrupellos über den Tisch gezogen wird.

Ach übrigens, im September ist Wahl und danach darf wieder ungestört für weitere vier Jahre zum “Halali” und zur “Treibjagd” auf den deutschen Bürger und Steuerzahler geblasen.
Und das gibt diesmal eine wirklich “riesige Schweinerei”.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 27. Juli 2009 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Riesige Schweinerei”

  1. otti meint:

    Eine andere Schweinerei
    Von der Herrschaft der Angst und der Willkür des Rechts.
    http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/art1919,1605497
    Wenn von “gemeinnützig” (Hohenloher Krankenhaus, Träger Hohenlohekreis, Künzelsau) nur gemein übrig bleibt …
    Brötchen-Vergleich, Arbeitsgericht Heilbronn, Baden-Württemberg.

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Riesige Schweinerei

27. Juli 2009 05:45

Lieber Freund

Bei der, wie ich es mal nennen will “Riesensauerei” handelt es sich nicht um eine neueVariante der Schweinegrippe, sondern um eine weitere Vorteilsbeschaffung der über dieses Land herrschenden Allianz aus Deutsche Bank, Commerzbank und Bundesfinanzministerium samt allen Ablegern und Aufsichtsorganen.

Auf „Wunsch“ des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) und des Bundesfinanzministeriums (BMF) sollte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die “Konzernüberleitungsverordnung” so ändern, dass Banken den Bilanzposten “Neubewertungsrücklage” nicht mehr gegen das Eigenkapital buchen müssen und unter dem Strich ein höheres Eigenkapital ausgewiesen werden kann. Dies würde sich dann rein rechnerisch in einer dringend benötigten höheren “Eigenkapitalquote” bemerkbar machen, die bei einigen deutsche Banken im unteren einstelligen Prozentbereich schon seit Jahren vor sich hin siecht, im Rahmen der Finanzkrise weiter gelitten hat und teils nur mittels staatlicher Hilfe hochgehalten werden kann.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie durch “Wünsche” von Interessenverbänden und Lobbyisten, Gesetzesvorhaben entstehen und durch den “Gesetzgeber” dann artig zu “Law and Order” gemacht werden.

Dass diese übliche üble Vorgehensweise auch ihre Tücken haben kann, konnte man dieser Tage in einem Artikel in der Financial Times Deutschland erschienenen Artikel erfahren, denn einige der Beteiligten fühlten sich derart übervorteilt, dass ihre Verbandsvertreter die “Reform”der “Konzernüberleitungsverordnung” als eine “riesige Schweinerei” bezeichneten.
“Es hat ein paar Tage gedauert, bis wir die Änderungen durchdrungen hatten und erkannten, dass die Reform nur der Deutschen Bank, der Postbank und der teilverstaatlichten Commerzbank geholfen hätten, alle anderen wären leer ausgegangen”, hieß es aus nunmehr gut informierten Kreisen.

Daher schlägt der Zentrale Kreditausschuss der Finanzaufsicht Bafin vor, dass nicht nur wie geplant private Banken Bilanzhilfe erhalten sollen - sondern alle Institute.

Es steht daher zu erwarten, dass die “Konzernüberleitungsverordnung” nun wohl einvernehmlich dahingehend geändert wird, dass außer dem Steuerzahler niemand leer ausgehen wird.
Aber den muss man ja auch nicht erst um sein Einverständnis fragen, bevor er skrupellos über den Tisch gezogen wird.

Ach übrigens, im September ist Wahl und danach darf wieder ungestört für weitere vier Jahre zum “Halali” und zur “Treibjagd” auf den deutschen Bürger und Steuerzahler geblasen.
Und das gibt diesmal eine wirklich “riesige Schweinerei”.

Machopan
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  1. otti meint:

    Eine andere Schweinerei
    Von der Herrschaft der Angst und der Willkür des Rechts.
    http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/art1919,1605497
    Wenn von “gemeinnützig” (Hohenloher Krankenhaus, Träger Hohenlohekreis, Künzelsau) nur gemein übrig bleibt …
    Brötchen-Vergleich, Arbeitsgericht Heilbronn, Baden-Württemberg.

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