Krankenbericht

24. August 2009 05:45

Lieber Freund

KrankenberichtSehen Sie sich diesen Mann an!
Dass er schon mal bessere Zeiten gesehen hat ist ganz offensichtlich!
Und gesundheitlich scheint es ihm auch nicht so besonders gut zu gehen.
Gut, man muss natürlich die Last des Amtes berücksichtigen, unter dessen Joch der Mann schon seit Jahren ächzt und stöhnt.
Dieser Hautausschlag am Kinn kann nicht nur allein von einer zu starken Rasur oder einem billigen Rasierwasser kommen, sondern sieht eher nach chronischer Allergie oder spätpubertären Stoffwechselstörungen aus.
Ein Grund für die Hautreizungen könnten auch Rückstände von stark ätzenden Sprechblasen und/oder Verletzungen durch gedankenlos abgesonderte Wortfetzen sein.

Und der chronisch wirre Blick weist, zumindest aus meiner Sicht als medizinischer Laie, auf schwerste psychische Ausnahmezustände in Serie hin. Das könnte schon fast chronisch sein.
Irgendwie kann einem der Mann schon leid tun.

Er leidet nicht nur unter einer zunehmenden Terroristenphobie, sondern im fortgeschrittenen Stadium auch unter einer Demokratieallergie und hat eine schon fast krankhafte Neigung zu spontanen Grundgesetzänderungen.

Wenn man ihn, wie ich, nun schon länger beobachtet, gewinnt man außerdem den Eindruck, dass dieser Mann an dem bisher noch wenig erforschten Erdmännchensyndrom leidet. Dabei bleibt der Proband immer in der Nähe seines „Erdlochs“ um dort notfalls rasch untertauchen zu können. Seine körperliche Motorik wird durch eine hektische, jedoch meist wenig zielgerichtete Betriebsamkeit bestimmt, wie sie zum Beispiel auch beim französischen Staatspräsidenten Sarkozy beobachtet werden kann. Im Unterschied zu dessen Zappelphillipsyndrom, bei dem sich der Proband feinmotorisch zuckend abreagiert, äußert sich das Erdmännchensyndrom durch eine extrem übersteigerte verbal-phonetische Hyperaktivität.
Diese Phase der verbalen Hyperaktivität wird meist durch ein kurzes Bellen angekündigt, mit der das Erdmännchen auf eine, aus seiner „Erdlochsicht“, vermeintliche Gefahr oder Bedrohung hinweisen will. Sofort nach dem „Anbellen“ beginnt dann die bereits erwähnte hyperaktive Phase der Verbalabsonderungen, die mit zunehmender Dauer auch von aggressivem Sekretauswurf und stark nachlassender Hirntätigkeit begleitet werden kann.
Ersteres führt zu den oben gezeigten Hautreizungen im Mundbereich, zweiteres zu mentaler Ermüdung bis zum völligen Realitätsverlust in Verbindung mit einem signifikanten Werteabfall des Informationsgehaltes.

Zuckende Mundwinkel, unsteter Blick und hektische Verfärbungen der Gesichtshaut sind weitere sichtbare Symptome dieses Krankheitsbildes, das häufig bei Personen auftritt die dem von ihnen beanspruchten Aufgabengebiet nicht gewachsen sind, aber ihre chronische geistige Verödung hartnäckig als für das Amt unabdingbare Qualifikation betrachten.

Wie das folgende Beispiel aus jüngster Vergangenheit zeigt, hält der Proband die Widersprüchlichkeit seiner Argumente für visionäre Kreativität, denn einerseits spricht er sich für der Ausweitung der Internetsperren zur Eingrenzung der Kinderpornographie aus und andererseits fordert er die Politik auf, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Wählerstimme abgeben zu können, denn so seine Argumentation, „wenn es eine sichere Übertragung gibt, sollte man darüber nachdenken“.

Ich empfehle daher dringend den Probanden bei der am 27. September 2009 anstehenden personellen Neubesetzung des Projektes „Basisdemokratie für Deutschland“ nicht mehr zu berücksichtigen.

Mit vorzüglicher Hochachtung und kollegialen Grüßen

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 24. August 2009 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

4 Antworten zu “Krankenbericht”

  1. Realist meint:

    Beim ersten Blick auf das Foto schoss mir reflexartig sofort nur ein Gedanke durch den Kopf.
    „EIN BILD DES GRAUENS“.
    .
    Ja, so geht das nicht weiter. Zweifelsfrei muss das „Erdmännchensyndrom“ endlich in den Mittelpunkt der Forschung gesetzt werden.
    Meine sofortige Anfragen nach Geldern dafür, beim Forschungs- und Gesundheitsministerium, wurden leider rigoros abgelehnt. Derzeit haben die angeschlagenen Finanz-Eliten absoluten Vorrang. Sicher machen diese optisch einen deutlich besseren Eindruck als die Betroffenen des „Erdmännchensyndrom“. Aber das täuscht. Finanz-Eliten Gesundung hat Vorrang. Es sind DIE Leistungsträger schlechthin. Und nicht zu Vergessen. Die Seele und Wertewelt des deutschen Michel, des deutschen Lemmings an sich, ist sonst in Gefahr.
    .
    Der Empfehlung, den Probanden bei der am 27. September 2009 anstehenden personellen Neubesetzung des Projektes „Basisdemokratie für Deutschland“ nicht mehr zu berücksichtigen, wurde durch das „CDU/SPD-Imperium“ auch nicht stattgegeben.
    .
    Hier das entscheidende Zitat aus dem Antwortschreiben:
    „Sehr geehrter Herr XXXXX,
    … daher müssen wir ihnen leider mitteilen, das ihrem Wunsch nicht entsprochen werden kann. Sie haben am 27.09.2009 nur das Kreuz zu machen, wir bestimmen wer das Sagen hat. Es gibt in dieser unserer wunderschönen Gesellschaft zu viele Michels und Lemminge, die auch auf Typen mit sehr ausgeprägtem Erdmännchensyndrom stehen. Sie profitieren von den Nebenwirkungen und Auswirkungen sehr wohl. Wir verweisen sie aber auf ein anderes, seit vielen Jahren sehr erfolgreich laufendes Projekt in Zusammenarbeit mit der Kirche. „Halt du sie dumm – ich halt sie arm“.
    mit freundlichem Gruß ihr CDU/SPD-Imperium“
    .
    Tja, Machopan, das ist die Lage. Vielleicht fällt uns was ein, wie wir das Erdmännchensyndrom bekämpfen können. Eines scheint mir aber sicher. Der Michel, der Lemmings an sich, ist der Schlüssel zum Erfolg.
    .
    MfG

  2. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr Machopan,
    was für ein entzückender Beitrag von Ihnen.
    Und wer ist dieser Mann nun?

  3. Machopan meint:

    Dieser Mann ist mit Sicherheit ein Experte, er hat die Lizenz zum “dumm Rumlabern” und sein Name ist selbstverständlich “Top Sigrid”
    Meist tanzt er aber nur um den heißen Brei und singt dabei sein Lieblingslied:

    „Heute WEB ich, heute spinn ich,
    und dann dresch ich leeres Stroh,
    ach, wie gut dass niemand weiß,
    dass ich Spiefelwüpfchen heiß!“

    Wenn das Spiefelwüpfchen, alias Wipfelspützchen erst mal anfängt zu spinnen und leeres Stroh drischt, dann hat es den roten Faden meist nicht nur verloren, sondern es hüpft brav an dem Faden den der Behinderte mit der Terrorismusphobie vorher gezogen hat,

    “Diese Gattung Arsch mit Ohren
    liebt das seichte Dünnbrettbohren
    doch wird ein Mund zu voll geladen
    reißt bekanntlich auch mal unser Faden.”

    Und aus vielen gerissenen Fäden kann man auch für politische Seilschaften noch einen Strick drehen.

  4. Paula Entelmann meint:

    Ihr seid ganz (besonders) schöne Arschlöcher!!!

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24. August 2009 05:45

Lieber Freund

KrankenberichtSehen Sie sich diesen Mann an!
Dass er schon mal bessere Zeiten gesehen hat ist ganz offensichtlich!
Und gesundheitlich scheint es ihm auch nicht so besonders gut zu gehen.
Gut, man muss natürlich die Last des Amtes berücksichtigen, unter dessen Joch der Mann schon seit Jahren ächzt und stöhnt.
Dieser Hautausschlag am Kinn kann nicht nur allein von einer zu starken Rasur oder einem billigen Rasierwasser kommen, sondern sieht eher nach chronischer Allergie oder spätpubertären Stoffwechselstörungen aus.
Ein Grund für die Hautreizungen könnten auch Rückstände von stark ätzenden Sprechblasen und/oder Verletzungen durch gedankenlos abgesonderte Wortfetzen sein.

Und der chronisch wirre Blick weist, zumindest aus meiner Sicht als medizinischer Laie, auf schwerste psychische Ausnahmezustände in Serie hin. Das könnte schon fast chronisch sein.
Irgendwie kann einem der Mann schon leid tun.

Er leidet nicht nur unter einer zunehmenden Terroristenphobie, sondern im fortgeschrittenen Stadium auch unter einer Demokratieallergie und hat eine schon fast krankhafte Neigung zu spontanen Grundgesetzänderungen.

Wenn man ihn, wie ich, nun schon länger beobachtet, gewinnt man außerdem den Eindruck, dass dieser Mann an dem bisher noch wenig erforschten Erdmännchensyndrom leidet. Dabei bleibt der Proband immer in der Nähe seines „Erdlochs“ um dort notfalls rasch untertauchen zu können. Seine körperliche Motorik wird durch eine hektische, jedoch meist wenig zielgerichtete Betriebsamkeit bestimmt, wie sie zum Beispiel auch beim französischen Staatspräsidenten Sarkozy beobachtet werden kann. Im Unterschied zu dessen Zappelphillipsyndrom, bei dem sich der Proband feinmotorisch zuckend abreagiert, äußert sich das Erdmännchensyndrom durch eine extrem übersteigerte verbal-phonetische Hyperaktivität.
Diese Phase der verbalen Hyperaktivität wird meist durch ein kurzes Bellen angekündigt, mit der das Erdmännchen auf eine, aus seiner „Erdlochsicht“, vermeintliche Gefahr oder Bedrohung hinweisen will. Sofort nach dem „Anbellen“ beginnt dann die bereits erwähnte hyperaktive Phase der Verbalabsonderungen, die mit zunehmender Dauer auch von aggressivem Sekretauswurf und stark nachlassender Hirntätigkeit begleitet werden kann.
Ersteres führt zu den oben gezeigten Hautreizungen im Mundbereich, zweiteres zu mentaler Ermüdung bis zum völligen Realitätsverlust in Verbindung mit einem signifikanten Werteabfall des Informationsgehaltes.

Zuckende Mundwinkel, unsteter Blick und hektische Verfärbungen der Gesichtshaut sind weitere sichtbare Symptome dieses Krankheitsbildes, das häufig bei Personen auftritt die dem von ihnen beanspruchten Aufgabengebiet nicht gewachsen sind, aber ihre chronische geistige Verödung hartnäckig als für das Amt unabdingbare Qualifikation betrachten.

Wie das folgende Beispiel aus jüngster Vergangenheit zeigt, hält der Proband die Widersprüchlichkeit seiner Argumente für visionäre Kreativität, denn einerseits spricht er sich für der Ausweitung der Internetsperren zur Eingrenzung der Kinderpornographie aus und andererseits fordert er die Politik auf, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Wählerstimme abgeben zu können, denn so seine Argumentation, „wenn es eine sichere Übertragung gibt, sollte man darüber nachdenken“.

Ich empfehle daher dringend den Probanden bei der am 27. September 2009 anstehenden personellen Neubesetzung des Projektes „Basisdemokratie für Deutschland“ nicht mehr zu berücksichtigen.

Mit vorzüglicher Hochachtung und kollegialen Grüßen

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 24. August 2009 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

4 Antworten zu “Krankenbericht”

  1. Realist meint:

    Beim ersten Blick auf das Foto schoss mir reflexartig sofort nur ein Gedanke durch den Kopf.
    „EIN BILD DES GRAUENS“.
    .
    Ja, so geht das nicht weiter. Zweifelsfrei muss das „Erdmännchensyndrom“ endlich in den Mittelpunkt der Forschung gesetzt werden.
    Meine sofortige Anfragen nach Geldern dafür, beim Forschungs- und Gesundheitsministerium, wurden leider rigoros abgelehnt. Derzeit haben die angeschlagenen Finanz-Eliten absoluten Vorrang. Sicher machen diese optisch einen deutlich besseren Eindruck als die Betroffenen des „Erdmännchensyndrom“. Aber das täuscht. Finanz-Eliten Gesundung hat Vorrang. Es sind DIE Leistungsträger schlechthin. Und nicht zu Vergessen. Die Seele und Wertewelt des deutschen Michel, des deutschen Lemmings an sich, ist sonst in Gefahr.
    .
    Der Empfehlung, den Probanden bei der am 27. September 2009 anstehenden personellen Neubesetzung des Projektes „Basisdemokratie für Deutschland“ nicht mehr zu berücksichtigen, wurde durch das „CDU/SPD-Imperium“ auch nicht stattgegeben.
    .
    Hier das entscheidende Zitat aus dem Antwortschreiben:
    „Sehr geehrter Herr XXXXX,
    … daher müssen wir ihnen leider mitteilen, das ihrem Wunsch nicht entsprochen werden kann. Sie haben am 27.09.2009 nur das Kreuz zu machen, wir bestimmen wer das Sagen hat. Es gibt in dieser unserer wunderschönen Gesellschaft zu viele Michels und Lemminge, die auch auf Typen mit sehr ausgeprägtem Erdmännchensyndrom stehen. Sie profitieren von den Nebenwirkungen und Auswirkungen sehr wohl. Wir verweisen sie aber auf ein anderes, seit vielen Jahren sehr erfolgreich laufendes Projekt in Zusammenarbeit mit der Kirche. „Halt du sie dumm – ich halt sie arm“.
    mit freundlichem Gruß ihr CDU/SPD-Imperium“
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    Tja, Machopan, das ist die Lage. Vielleicht fällt uns was ein, wie wir das Erdmännchensyndrom bekämpfen können. Eines scheint mir aber sicher. Der Michel, der Lemmings an sich, ist der Schlüssel zum Erfolg.
    .
    MfG

  2. Mona.Ohne.Lisa meint:

    Herr Machopan,
    was für ein entzückender Beitrag von Ihnen.
    Und wer ist dieser Mann nun?

  3. Machopan meint:

    Dieser Mann ist mit Sicherheit ein Experte, er hat die Lizenz zum “dumm Rumlabern” und sein Name ist selbstverständlich “Top Sigrid”
    Meist tanzt er aber nur um den heißen Brei und singt dabei sein Lieblingslied:

    „Heute WEB ich, heute spinn ich,
    und dann dresch ich leeres Stroh,
    ach, wie gut dass niemand weiß,
    dass ich Spiefelwüpfchen heiß!“

    Wenn das Spiefelwüpfchen, alias Wipfelspützchen erst mal anfängt zu spinnen und leeres Stroh drischt, dann hat es den roten Faden meist nicht nur verloren, sondern es hüpft brav an dem Faden den der Behinderte mit der Terrorismusphobie vorher gezogen hat,

    “Diese Gattung Arsch mit Ohren
    liebt das seichte Dünnbrettbohren
    doch wird ein Mund zu voll geladen
    reißt bekanntlich auch mal unser Faden.”

    Und aus vielen gerissenen Fäden kann man auch für politische Seilschaften noch einen Strick drehen.

  4. Paula Entelmann meint:

    Ihr seid ganz (besonders) schöne Arschlöcher!!!

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