Winterreifenpflicht

24. April 2006 05:45

Wie man es auch macht, es ist nix.
Jetzt steht im Handelsblatt zu lesen, dass die “Winterreifenpflicht” die Fahrzeugsicherheit im Sommer gefährden könnte, denn die Experten des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. /WDK) rechnen damit, dass viele Autofahrer die Winterreifen als Ganzjahresreifen einsetzen werden.
«Es bleibe abzuwarten, ob die Polizei im Sommer “den Spieß umdrehen” und auch in den warmen Monaten eine “geeignete Bereifung” nach StVO verlangen werde. Winterreifen könnten im Sommer als ungeeignet eingestuft und ihr Einsatz per Bußgeld abgemahnt werden.»

Nun ist sicher nicht nur mir ganz klar, wo der der Gesetzgeber die “Winterreifenpflicht” definiert hat, denn im Herbst 2005 hatten die Länderverkehrsminister und die Bundesregierung zwar eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) beschlossen, aber danach ist die Ausrüstung des Kraftfahrzeugs lediglich an die “Wetterverhältnisse” anzupassen. Von den Jahreszeiten stand da allerdings nix zu lesen.
Ganz Eifrige, natürlich ganz ohne eigene Geschäftsinteressen, haben daraus rasch die umsatzsteigernde “Winterreifenpflicht” abgeleitet. Nun wird wiederum rechtzeitig zu den ersten Sonnenstrahlen die “Sommerreifenpflicht” ins Spiel gebracht. Demnächst wird des dann um die artgerechte “Frühjahrsbereifung” und “Herbstbereifung” gehen. Auch wird in den Denkfabriken der Reifenhersteller und ihrer Erfüllungsgehilfen in Politik und Wirtschaft schon an den ideologischen Vorbereitungen für den “Werktagsreifen” und den “Sonntagsausflugsreifen” gearbeitet.
Unbestätigten Meldungen zur Folge befindet sich auch die Entwicklung eines speziellen “Parkreifens” für kleine und mittlere Fahrzeuge bereits in der Pilotphase.

Derweil meldet das Kfz-Gewerbe, dass das anhaltend schlechte Wetter die Kauflust bei neuen und gebrauchten Pkw dämpfe. Fast jeder zweite Markenhändler schimpfe auf die “meteorologische” Großwetterlage. Da wäre es doch sicher sinnvoll zur Belebung des Geschäftes durch den Gesetzgeber die “Sommerwagenpflicht” in Verbindung mit der “Sommerreifenpflicht” einzuführen.
Und zwar rasch bevor die Kunden mangels Kaufkraft zum steuerbefreiten Velo mit “Allwetterbereifung” greifen und den Spieß umdrehen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 24. April 2006 um 05:45:39 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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24. April 2006 05:45

Wie man es auch macht, es ist nix.
Jetzt steht im Handelsblatt zu lesen, dass die “Winterreifenpflicht” die Fahrzeugsicherheit im Sommer gefährden könnte, denn die Experten des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. /WDK) rechnen damit, dass viele Autofahrer die Winterreifen als Ganzjahresreifen einsetzen werden.
«Es bleibe abzuwarten, ob die Polizei im Sommer “den Spieß umdrehen” und auch in den warmen Monaten eine “geeignete Bereifung” nach StVO verlangen werde. Winterreifen könnten im Sommer als ungeeignet eingestuft und ihr Einsatz per Bußgeld abgemahnt werden.»

Nun ist sicher nicht nur mir ganz klar, wo der der Gesetzgeber die “Winterreifenpflicht” definiert hat, denn im Herbst 2005 hatten die Länderverkehrsminister und die Bundesregierung zwar eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) beschlossen, aber danach ist die Ausrüstung des Kraftfahrzeugs lediglich an die “Wetterverhältnisse” anzupassen. Von den Jahreszeiten stand da allerdings nix zu lesen.
Ganz Eifrige, natürlich ganz ohne eigene Geschäftsinteressen, haben daraus rasch die umsatzsteigernde “Winterreifenpflicht” abgeleitet. Nun wird wiederum rechtzeitig zu den ersten Sonnenstrahlen die “Sommerreifenpflicht” ins Spiel gebracht. Demnächst wird des dann um die artgerechte “Frühjahrsbereifung” und “Herbstbereifung” gehen. Auch wird in den Denkfabriken der Reifenhersteller und ihrer Erfüllungsgehilfen in Politik und Wirtschaft schon an den ideologischen Vorbereitungen für den “Werktagsreifen” und den “Sonntagsausflugsreifen” gearbeitet.
Unbestätigten Meldungen zur Folge befindet sich auch die Entwicklung eines speziellen “Parkreifens” für kleine und mittlere Fahrzeuge bereits in der Pilotphase.

Derweil meldet das Kfz-Gewerbe, dass das anhaltend schlechte Wetter die Kauflust bei neuen und gebrauchten Pkw dämpfe. Fast jeder zweite Markenhändler schimpfe auf die “meteorologische” Großwetterlage. Da wäre es doch sicher sinnvoll zur Belebung des Geschäftes durch den Gesetzgeber die “Sommerwagenpflicht” in Verbindung mit der “Sommerreifenpflicht” einzuführen.
Und zwar rasch bevor die Kunden mangels Kaufkraft zum steuerbefreiten Velo mit “Allwetterbereifung” greifen und den Spieß umdrehen.

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