(F)Eiertage

18. April 2006 05:45

Trotz Schweinepest und Vogelgrippe, Wintereinbruch und Jahrhundertflut ist es mal wieder so weit: ES IST OSTERN! – die Zeit der abgekochten Eier.

Jede Menge Christen sind wieder nach Italien zum Vati Kahn geeilt, um sich vom heiligen Vater Benny dem XVI mit über dem Kopf erhobenen Händen den Ostersegen „urbi et obi“ geben zu lassen.
„Obi ist das schön“ tönt es derweil durch Benny’s Heimat Bayern wo Opi Kahn nach dem Eiertanz vom Klinsi die Hände erst über dem Kopf und dann vor’s Gesicht schlug.

Nicht offen geklatscht hat man dieser Tage in Berlin, sondern rieb sich heimlich die Hände, weil dem Berlu Sconi bei der Wahl in Italien ordentlich die Eier gequetscht wurden. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass er den Italienern -besonders den Auslandsitalienern- derart auf den Sack gehen würde.

An den Sack möchte der künftige SPD-Cheffe Beck den Steuerzahlern, denn er meint, dass der Staat auf Dauer mehr Geld benötige. Mit einer Steuerquote von 20% könnten sich nur Wenige in das gemachte Nest der Bunten Republik Deutschland legen.
Sein Parteikumpel, der Bundestags-Vize-Vize-Vize-Vize-Vize-Vizepräser Wolfgang „Abraham“ Thierse, funkte auf Deutschlandradio auf gleicher Wellenlänge: „Der Staat darf nicht bis auf sein Skelett abgemagert werden, wenn er für den sozialen Ausgleich von unten nach oben sorgen soll.
Dabei hat er sicher, wie sein bis auf’s Skelett abgemagerte Parteikumpan Beck auch, den kleinen Unterschied zwischen der geringen „Steuerquote“ und der hohen „Abgabenquote“ zur Finanzierung der stattlichen staatlichen Umverteilungsmechanismen übersehen.

Gegen derartige politischen Windeier ist die jährliche Anhebung der Spritpreise durch die Mineralölkonzerne ei-gentlich schon fast eine Selbstverständlichkeit geworden. Absprachen jedweder Art werden natürlich heftig dementiert, doch scheinen die Konzerne ihre Preiserhöhungen, von denen auch unsere am Hungertuch nagenden Polit(g)eier profitieren, nach dem gleichen gregorianischen Kalender auszubrüten.

Ein Ei gelegt hat sich auch der Altbundespräsidente Romano Herzog. In einem Zeitungsinterview bemängelte er, dass “ein mittelständischer Manager in der Industrie mehr verdient als ein Bundeskanzler. Unsere Politiker seien besser als ihr Ruf. Der schlechte Ruf stammt oft von Journalisten, die selbst gern Minister geworden wären.
Töröööööh, Törööööh, wie man sieht braucht auch ein Altbundespräsident keine neidischen Journalisten um den Ruf eines schlechten Politikers unter Beweis zu stellen. Wobei es mir (nicht nur) gelegentlich so vorkommt, dass das Beste am schlechten Ruf eines schlechten, schlechtbezahlten Politikers sicher sein Nachruf ist. Und den hat dann sicher auch noch irgendein neidischer Journalist geschrieben.

Was mir sonst noch so zu Ostern und den (F)Eiertagen einfällt?
Na, Hühnerei, Spiegelei, Rührei, Kuckucksei, Windei, Sauerei. Eigentlich egal wie es anfängt, am Ende ist es immer gleich.
Dabei spielt es auch keine Rolle, wer das Ei gelegt, ausgebrütet oder angerichtet hat.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 18. April 2006 um 05:45:13 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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(F)Eiertage

18. April 2006 05:45

Trotz Schweinepest und Vogelgrippe, Wintereinbruch und Jahrhundertflut ist es mal wieder so weit: ES IST OSTERN! – die Zeit der abgekochten Eier.

Jede Menge Christen sind wieder nach Italien zum Vati Kahn geeilt, um sich vom heiligen Vater Benny dem XVI mit über dem Kopf erhobenen Händen den Ostersegen „urbi et obi“ geben zu lassen.
„Obi ist das schön“ tönt es derweil durch Benny’s Heimat Bayern wo Opi Kahn nach dem Eiertanz vom Klinsi die Hände erst über dem Kopf und dann vor’s Gesicht schlug.

Nicht offen geklatscht hat man dieser Tage in Berlin, sondern rieb sich heimlich die Hände, weil dem Berlu Sconi bei der Wahl in Italien ordentlich die Eier gequetscht wurden. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass er den Italienern -besonders den Auslandsitalienern- derart auf den Sack gehen würde.

An den Sack möchte der künftige SPD-Cheffe Beck den Steuerzahlern, denn er meint, dass der Staat auf Dauer mehr Geld benötige. Mit einer Steuerquote von 20% könnten sich nur Wenige in das gemachte Nest der Bunten Republik Deutschland legen.
Sein Parteikumpel, der Bundestags-Vize-Vize-Vize-Vize-Vize-Vizepräser Wolfgang „Abraham“ Thierse, funkte auf Deutschlandradio auf gleicher Wellenlänge: „Der Staat darf nicht bis auf sein Skelett abgemagert werden, wenn er für den sozialen Ausgleich von unten nach oben sorgen soll.
Dabei hat er sicher, wie sein bis auf’s Skelett abgemagerte Parteikumpan Beck auch, den kleinen Unterschied zwischen der geringen „Steuerquote“ und der hohen „Abgabenquote“ zur Finanzierung der stattlichen staatlichen Umverteilungsmechanismen übersehen.

Gegen derartige politischen Windeier ist die jährliche Anhebung der Spritpreise durch die Mineralölkonzerne ei-gentlich schon fast eine Selbstverständlichkeit geworden. Absprachen jedweder Art werden natürlich heftig dementiert, doch scheinen die Konzerne ihre Preiserhöhungen, von denen auch unsere am Hungertuch nagenden Polit(g)eier profitieren, nach dem gleichen gregorianischen Kalender auszubrüten.

Ein Ei gelegt hat sich auch der Altbundespräsidente Romano Herzog. In einem Zeitungsinterview bemängelte er, dass “ein mittelständischer Manager in der Industrie mehr verdient als ein Bundeskanzler. Unsere Politiker seien besser als ihr Ruf. Der schlechte Ruf stammt oft von Journalisten, die selbst gern Minister geworden wären.
Töröööööh, Törööööh, wie man sieht braucht auch ein Altbundespräsident keine neidischen Journalisten um den Ruf eines schlechten Politikers unter Beweis zu stellen. Wobei es mir (nicht nur) gelegentlich so vorkommt, dass das Beste am schlechten Ruf eines schlechten, schlechtbezahlten Politikers sicher sein Nachruf ist. Und den hat dann sicher auch noch irgendein neidischer Journalist geschrieben.

Was mir sonst noch so zu Ostern und den (F)Eiertagen einfällt?
Na, Hühnerei, Spiegelei, Rührei, Kuckucksei, Windei, Sauerei. Eigentlich egal wie es anfängt, am Ende ist es immer gleich.
Dabei spielt es auch keine Rolle, wer das Ei gelegt, ausgebrütet oder angerichtet hat.

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