ProFridA

6. April 2006 05:45

In der Presse hat „ProFridA“ (Prostituierte Frauen in den Arbeitsmarkt) viel Wirbel verursacht, wobei sich wohl kaum einer der Schreiberlinge konkret mit dem Projekt beschäftigt hat.

Aber es ist ja auch verständlich, dass es bei den männlichen Pressevertretern fast automatisch zu einem Hormonstoß kommt, wenn sie sich vorstellen, wie sie sich von ehemaligen Nutten, lederbekleideten Domina oder anderen bestrapsten Sexarbeiterinnen mit praktischer Erfahrung im Pimpern und sonstigen Varianten menschlicher Geilheit dann im hohen Alter pampern lassen.

Je oller – je doller, sagt doch schon der Volksmund.
Und da die Menschen in unserer Republik nicht nur immer älter werden sondern auch noch bis ins hohe Alter fit sind, sorgt das Projekt bestimmt auch für langfristig sichere Arbeitsplätze. Dass es unter den männlichen Teilnehmern zu einer erhöhten Todesrate durch plötzlichen Herzstillstand oder extremen Speichelverlust kommen könnte, darf dabei sicher vernachlässigt werden.

Die Durchführung des Projektes „ProFridA“ mit einem Gesamtfinanzierungsbedarf von mehr als einer Million Euro erfolgt von Januar 2006 bis August 2007. Finanziert wird das Projekt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Rita Kühn von der Diakonie Westfalen koordiniert dieses Projekt. Für sie ist es ein naheliegender Schritt, denn Prostituierte könnten „allgemein gut mit Menschen umgehen und hätten null Berührungsängste“.
Dabei hat sie als Frau vermutlich übersehen, dass Prostituierte meist nur mit männlichen Menschen und derem naheliegenden Schritt gut umgehen können.

Die kühne Rita will dennoch zunächst mal 30 Frauen zwischen 20 und 40 Jahren knapp zwei Jahre lang in ihre neue Aufgaben „einführen“.
Da es in Nordrhein-Westfalen circa 50.000 Sexarbeiterinnen geben soll und nach Aussage der ehemaligen Domina Gisela Zohren rund die Hälfte aus dem Rotlichtmilieu aussteigen möchte, wird sich das Projekt wohl noch etwa 3.300 Jahre hinziehen.
Die meisten der ausstiegswilligen Prostituierten werden daher vor Beginn ihrer Umschulung zur Altenpflege selbst zum Insassen (oder heißt das jetzt Insassin?) und Pflegefall werden.

Für Heinz Oberlach von der Bundesagentur für Arbeit klingt das Projekt dennoch «sehr schlüssig». Derzeit seien bundesweit 6400 Stellen für Pflegekräfte in Seniorenheimen und bei sozialen Hilfsdiensten als unbesetzt gemeldet, sagte er.

Mit dem Projekt „ProFridA“ wird es möglich sein diese „offenen Stellen“ in den nächsten 400 Jahren vollständig zu besetzen.
Auch nach arbeitsrechtlichen und sozialen Gesichtspunkten macht es natürlich schon Sinn, dass die Nutten zusammen mit ihren Kunden alt werden. Sie müssen halt nur aufpassen, dass ihnen Gevatter Staat am Ende nicht die Bildung einer HartzIV-relevanten Bedarfsgemeinschaft unterstellt.

Denn dann hätten sie mit „ProFridA“ und ihrer Umschulung echt die Arschkarte gezogen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 6. April 2006 um 05:45:11 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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6. April 2006 05:45

In der Presse hat „ProFridA“ (Prostituierte Frauen in den Arbeitsmarkt) viel Wirbel verursacht, wobei sich wohl kaum einer der Schreiberlinge konkret mit dem Projekt beschäftigt hat.

Aber es ist ja auch verständlich, dass es bei den männlichen Pressevertretern fast automatisch zu einem Hormonstoß kommt, wenn sie sich vorstellen, wie sie sich von ehemaligen Nutten, lederbekleideten Domina oder anderen bestrapsten Sexarbeiterinnen mit praktischer Erfahrung im Pimpern und sonstigen Varianten menschlicher Geilheit dann im hohen Alter pampern lassen.

Je oller – je doller, sagt doch schon der Volksmund.
Und da die Menschen in unserer Republik nicht nur immer älter werden sondern auch noch bis ins hohe Alter fit sind, sorgt das Projekt bestimmt auch für langfristig sichere Arbeitsplätze. Dass es unter den männlichen Teilnehmern zu einer erhöhten Todesrate durch plötzlichen Herzstillstand oder extremen Speichelverlust kommen könnte, darf dabei sicher vernachlässigt werden.

Die Durchführung des Projektes „ProFridA“ mit einem Gesamtfinanzierungsbedarf von mehr als einer Million Euro erfolgt von Januar 2006 bis August 2007. Finanziert wird das Projekt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Rita Kühn von der Diakonie Westfalen koordiniert dieses Projekt. Für sie ist es ein naheliegender Schritt, denn Prostituierte könnten „allgemein gut mit Menschen umgehen und hätten null Berührungsängste“.
Dabei hat sie als Frau vermutlich übersehen, dass Prostituierte meist nur mit männlichen Menschen und derem naheliegenden Schritt gut umgehen können.

Die kühne Rita will dennoch zunächst mal 30 Frauen zwischen 20 und 40 Jahren knapp zwei Jahre lang in ihre neue Aufgaben „einführen“.
Da es in Nordrhein-Westfalen circa 50.000 Sexarbeiterinnen geben soll und nach Aussage der ehemaligen Domina Gisela Zohren rund die Hälfte aus dem Rotlichtmilieu aussteigen möchte, wird sich das Projekt wohl noch etwa 3.300 Jahre hinziehen.
Die meisten der ausstiegswilligen Prostituierten werden daher vor Beginn ihrer Umschulung zur Altenpflege selbst zum Insassen (oder heißt das jetzt Insassin?) und Pflegefall werden.

Für Heinz Oberlach von der Bundesagentur für Arbeit klingt das Projekt dennoch «sehr schlüssig». Derzeit seien bundesweit 6400 Stellen für Pflegekräfte in Seniorenheimen und bei sozialen Hilfsdiensten als unbesetzt gemeldet, sagte er.

Mit dem Projekt „ProFridA“ wird es möglich sein diese „offenen Stellen“ in den nächsten 400 Jahren vollständig zu besetzen.
Auch nach arbeitsrechtlichen und sozialen Gesichtspunkten macht es natürlich schon Sinn, dass die Nutten zusammen mit ihren Kunden alt werden. Sie müssen halt nur aufpassen, dass ihnen Gevatter Staat am Ende nicht die Bildung einer HartzIV-relevanten Bedarfsgemeinschaft unterstellt.

Denn dann hätten sie mit „ProFridA“ und ihrer Umschulung echt die Arschkarte gezogen.

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